• 101 Wichtel ziehen ein!

    101 Wichtel ziehen ein!

    Alexandra Helm

    Ruby van der Bogen

    Bearbeitung und Rätsel Alexandra Hanneforth

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre


    Die Wichtel springen über die Bücher und huschen dann durch die Wichteltür. Diese Buch erzählt uns einiges über das Leben der Wichtel in der Adventszeit. Aber zunächst müssen wir unseren Namen mit einem Rechencode in einen Wichtelnamen verwandeln.
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    Bei einigen Versuchen blieben immer nur die Vokale übrig und denen musste ein Buchstabe vorangestellt werden. Nach einer kleinen Gebrauchsanweisung starten wir dann in die Geschichte. „Was Wichtel mögen“ erkunden wir zuerst, aber zunächst messen wir unser Hand, damit wir vergleichen können, wie klein die Wichtelhand ist. In der Puppenstube werden die Reifen gezählt und der Verweis auf Seite 12 verrät uns, was Wichtel so stark macht.  Leider hat nicht jede Seite eine Seitenzahl. Eine kleine Denkaufgabe verrät uns das Alter eines ausgewachsenen Wichtels, was Wichtel gerne machen, erfahren wir auf Seite 11. Am Ende eines Kapitels gibt ein Wichtelbild, auf das wir einen entsprechenden Mund aufmalen können, je nachdem, wie schwierig wir die Aufgaben fanden. 
    So rechnen wir uns durch das Buch und erfahren einiges über die kleinen Adventshausgäste.
    Niedliche bunte Wichtelbilder, in denen sich oft Aufgaben verstecken, machen das Buch zu einem fröhlichen Adventsbuch. Ich muss zugeben, dass die Aufgaben nicht immer leicht zu lösen waren und ich habe mich einige Male bei den Lösungen hinten im Buch vergewissert, ob ich richtig liege. Ich weiß allerdings aus Erfahrung, dass meine Enkel da oft besser kombinieren als ich. Für kleine Tüftler und Wichtelfans sicher ein toller Adventsspaß.

    Dagmar Mägdefrau
  • Einbruch um Mitternacht – Krimi mit 24 Rätseln

    Einbruch um Mitternacht – Krimi mit 24 Rätseln

    Anna Lisa Kiesel

    Sarah Friede

    kaufmann

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir die drei Mädchen, die wegen des gestohlenen Basketballs ermitteln. 
    Aber zunächst erleben wir Ronjas Enttäuschung, als am 1.12. Mama keinen Adventskalender bieten kann.
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    Allerdings bringt ihre Tante, die als Polizistin arbeitet, am Nachmittag nicht nur einen Streifenwagen mit, um Ronja abzuholen, sie hat auch einen Adventskalender für Detektivinnen dabei. 
    Beim Basketballtraining hat der Trainer Klaus eine besondere Überraschung für die Spieler*innen. Einen Ball, der von einem ehemaligen Spieler gespendet wurde, der inzwischen Weltklasse ist. Ronja wird für die Zeitung mit dem Ball fotografiert und erkennt deshalb, dass der Ball ausgetauscht wurde. Die drei Mädchen haben schon eine Vermutung, wer der Täter sein könnte, aber es dauert natürlich bis Weihnachten, bis der Fall geklärt ist.
    Die täglichen Kapitel sind immer drei bis vier Seiten lang und werden durch viele bunte Illustrationen aufgelockert. Zu jedem Kapitel gehört Rätsel, das sich auf den gelesenen Text bezieht. Da müssen wir aus zusätzlichen Buchstaben, die sich im Text versteckt haben, ein Lösungswort bilden, Buchstaben umstellen, Wörter finden und vieles mehr. Ein Adventskalender für kleine Ermittler*innen und Rätselfreund*innen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Jolle und ich – Der Tag, an dem ein Pinguin bei uns einzog

    Jolle und ich – Der Tag, an dem ein Pinguin bei uns einzog

    Katja Fixe

    Stefanie Jeschke

    Arena

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Thea ist ein 12-jähriges Mädchen, das gerne Skateboard fährt. Sie lebt mit ihrer großen Schwester Rieke, ihrer Mutter Maria und ihrem Vater Hannes zusammen.
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    Als Thea im Sommer vom Schwimmen zurückkommt, traut sie ihren Augen kaum: Auf dem Liegestuhl sitzt ein Pinguin – und der spricht auch noch! Er stellt sich als Jolle vor. Sehr schnell werden die beiden unzertrennlich, und Jolle zieht bei der Familie Witt ein. Jolle stellt das Familienleben ordentlich auf den Kopf und versucht, die „Kolonie“ noch enger zusammenzubringen. Gemeinsam erleben sie zu fünft einige Abenteuer.
    Ich habe die Geschichte meinem siebenjährigen Sohn vorgelesen, und er war von Anfang an total begeistert. Wir haben zusammen viel gelacht und freuen uns darauf, die nächsten Teile und Abenteuer gemeinsam zu lesen. Der Text ist so geschrieben, dass man ihn gut mit einem Leseanfänger im Wechsel lesen kann. Die schönen Illustrationen unterstreichen die Geschichte zusätzlich.

    Katrin Hemmerich
  • Der Regenzauber Markt

    Der Regenzauber Markt

    You Yeong-Gwang

    Aus dem Koreanischen von Huyk-Sook kim

    Manfred Selzer

    ueberreuter

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    Serin, ein junges Mädchen, lebt mit ihrer Mutter in ärmlichen Verhältnissen. Es gibt ein Gerücht, dass es ein altes, verlassenes Haus in Rainbow Town gibt. Wenn man dorthin einen Brief mit seinem Unglück und seiner Lebensgeschichte schickt, erhält man ein Ticket. 
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    Serin erhält das Ticket zum Regenzaubermarkt, einem Ort, an dem man Dinge eintauschen kann – Erinnerungen, Träume, Wünsche oder Gefühle. Dort trifft Serin auf allerlei wundersame Wesen: sprechende Tiere und sogar Dokebis (Koboldwesen aus der koreanischen Mythologie).

    Für den Einstieg in das Buch brauchte ich einen Moment, aber dann entwickelte sich eine fesselnde Geschichte. Sie ist flüssig geschrieben und auch für jüngere Leser*innen gut verständlich. Die Idee des Markts ist unglaublich kreativ und liebevoll umgesetzt. Man kann sich die bunten Stände, seltsamen Händler und magischen Wesen richtig gut vorstellen. Besonders schön fand ich, wie die Autorin die Stimmung beschreibt – mal düster, manchmal traurig und nachdenklich, dann wieder hoffnungsvoll und voller Zauber. Serin ist eine Figur, mit der man sich gut identifizieren kann. Sie ist mutig, neugierig und sucht nach einem Weg, mit ihrem Schmerz umzugehen. Im Laufe der Geschichte lernt sie, dass man Glück nicht einfach kaufen oder tauschen kann, sondern dass es oft in einem selbst liegt.

    Katrin Hemmerich



  • Hildegundis und die Kinderkrone

    Hildegundis und die Kinderkrone

    Regina E. G. Schymiczek

    Books on Demand

    Leseempfehlung ab 12 Jahre

    Als um die Jahrtausendwende die Äbtissin Theophanu im Essener Stift herrscht, kommt die Grafentochter Hildegundis als Zwölfjährige zur Ausbildung ins Stift. Hier soll sie lernen, wie ein großes Rittergut geführt wird, denn das Stift ist reich und die Äbtissin eine mächtige Frau.
    Um Hildegundis herum gibt es viele Intrigen und sogar ein Mordanschlag auf den Kaiser soll verübt werden.

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    Das Buch hat also viele Facetten des mittelalterlichen Lebens zu bieten. Besonders als Essenerin habe ich mir das Leben rund um den Dom gut vorstellen können. Es gibt ja wenig Literatur, die sich mit dieser Zeit der Frauenherrschaft in Essen befasst und dieses Buch ist sehr spannend und interessant geschrieben.

    Dank der promovierten Historikerin Frau Dr. Schymiczek sind die historischen Figuren und die Lebensumstände sicher gut recherchiert. Ein empfehlenswertes Buch.

    Dagmar Mägdefrau


    Die Kunsthistorikerin Dr. Regina E.G. Schymiczek erzählt in ihrem historischen Roman die Geschichte der Kinderkrone Otto III. , die sich heute in der Schatzkammer des Essener Doms befindet. Die Umstände, unter denen die Kinderkrone dorthin gelangte, sind bis heute ungeklärt. In ihrem Roman verwickelt die Autorin fiktive Protagonisten*innen in eine schlüssige und spannende Geschichte und lässt sie auf realhistorische Personen treffen. Die Schilderung der gesellschaftlichen und landschaftlichen Gegebenheiten wirken dabei realistisch und glaubwürdig und der Autorin gelingt es, ein farbenprächtiges Bild ihrer Personen und der Zeit vor dem Auge der Lesenden entstehen zu lassen.

    Wegen seines Umfangs, seiner relativ komplexen Sprache und einigen wenigen Längen empfiehlt sich das Buch besonders für historisch interessierte Leser*innen ab 13 Jahren.

    Sabine Malischewski

  • Petronella Apfelmus – Hexenschuss und Zaubernuss – Band 13

    Petronella Apfelmus – Hexenschuss und Zaubernuss – Band 13

    Sabine Stading

    SaBine Büchner

    Baumhaus

    Petronella Apfelmus

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Petronella Apfelmus winkt uns vom Cover zu. Diesmal muss sie sich mit Mitgliedern der „Kryptozoologischen Gesellschaft“ auseinandersetzen, die auf der Wiese an der Mühle campen. 
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    Professor Raubein und seine Begleiter*innen beschäftigen sich mit magischen Wesen und davon gibt es im Haspelwald eine ganze Menge. Da müssen Petronella und ihre Apfelmänner schnell alle warnen, damit sie dieser Truppe nicht in die Hände fallen. Leider hat Petronellas Oma Streit mit einer anderen Hexe, die ihr einen Hexenschuss verpasst hat. Deshalb muss sich Petronella mit ihrer Medizin auf den Weg in den Schwarzwald machen. Die daheimgebliebenen magischen Wesen und die Zwillinge müssen also schauen, wie sie alleine mit der Situation fertig werden. Sie belauschen die Kryptozoolog*innen und entdecken dabei eine ganze Menge an Dingen, die sie verwundert. 
    Das Buch mit dem schönen blauen Lesebändchen ist diesmal mit über 200 Seiten etwas dicker geraten. Aber die Geschichte, die sich zu einer spannenden Detektivgeschichte entwickelt, ist gut zu lesen und die wunderschönen Illustrationen lockern die Seiten zusätzlich auf. Wieder ein unterhaltsames Buch um unsere kleine Apfelhexe.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der unglaubliche Freundinnen-Wunsch-Automat

    Der unglaubliche Freundinnen-Wunsch-Automat

    Katalina Brause

    Theresia Koppers

    Penguin junior

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Zwischen „Lesen können“ und „ein Buch selbst lesen“ liegen große Unterschiede, dieses Buch wird speziell zum „Einfach selbst Lesen“ auf dem Cover beworben. Es hat 75 Seiten, große Buchstaben, 17 kurze Kapitel und viele bunte, teilweise großformatige Bilder. 
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    Das erste einseitige Kapitel beschreibt eine Szene, die erst am Schluss des Buches passiert. Sie baut mit einem kreischenden Zombie und zwei flüchtenden Mädchen auch eine richtig tolle Spannung auf. Dann erfahren wir, wie in Emilys 5c alles begann. Juno, Emilys beste Freundin seit der Windelzeit, fällt auf Auroras Klimper-Wimpern herein und schenkt ihr ihr schönstes Radiergummi. Deshalb spricht Emily den Satz „Es gibt 1000 bessere Freundinnen als dich!“ und sie weiß sofort, dass sie das nicht hätte sagen dürfen. Leider traut sich Emily nicht ohne eine Freundin an den Stinkern vorbei, deshalb grenzt es an eine Wunder, dass sie auf einen „Freundinnen-Wunsch-Automat“ stößt, aber eine Wunschfreudin bekommt man nicht so leicht.
    Fabelhaft, wie die Geschichte an Spannung gewinnt und wie wir mit Emily hoffen, dass sie eine Freundin findet. Zum Glück gibt es ein richtig schönes Ende. Wie gesagt, schöne Illustrationen und ein Text voller Humor und Spannung.

    Dagmar Mägdefrau
  • Ein Schiff für den Frieden – Das mutige Leben des Rupert Neudeck

    Ein Schiff für den Frieden – Das mutige Leben des Rupert Neudeck

    Christina Bacher

    Lukas Ruegenberg

    L100

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre


    Rupert Neudeck ist der Name, der mir in erster Linie mit der Rettung der Boat People in den Sinn kommt. Und die Cap Anamur ist auch auf dem Cover zu sehen, wie sie Menschen von einem kleinen Schiff rettet.
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    Das erste Kapitel trägt die Überschrift „Eine (zeitweise) schöne Kindheit“, denn Rupert wird 1939 kurz vor Beginn des Krieges in Danzig geboren. In der Stadt lebten in erster Linie Deutsche und so wurde der Familienname eingedeutscht. Zum Ende des Krieges musste die Familie dann in den Westen fliehen. Mutter Neudeck hatte vier Kinder zu versorgen und machte sich mit ihrer Schwester und ihrer Schwiegermutter auf den Weg. Ihr Ziel war das große Schiff „Wilhelm Gustloff“, allerdings kamen sie zu spät in den Hafen, was sich als Glück herausstelle, denn das Schiff mit 9000 Menschen geht in der eiskalten Ostsee unter. So wurde „Wer zu spät kommt, den belohnt das Leben.“ zu Ruperts Lieblingsspruch. Diese Flucht war ein Erlebnis, das Ruperts Leben prägte. Als er 1980 von den Boat People im Südchinesischen Meer hört, handelt er zusammen mit seiner Frau und vielen prominenten Unterstützern und kauft ein Schiff, das er „Cap Anamur“ nennt.
    Das Buch ist eine vollständige Biografie über das Leben von Rupert Neudeck. Es gibt kleine Einschübe über Schriftsteller, die sein Leben begleiten, lässt Frau und Kinder zu Wort kommen. Die Schrift, in der das Buch gedruckt wurde, ähnelt einer handgeschriebenen Druckschrift, zwischendurch gibt es auch Zeilen, die mit einer Schreibmaschine geschrieben wurden. Es gibt zarte Zeichnungen und viele Fotos, so kann sich jeder ein Bild über die Beweggründe dieses tapferen Mannes machen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Nordische Mythen – Von Göttern, Wikingern und Ragnarök

    Nordische Mythen – Von Göttern, Wikingern und Ragnarök

    Stephen Davies

    Seaerra Miller

    Aus dem Englischen von Gundula Müller-Walkraf

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre


    Schon auf dem Cover kann man die Comiczeichnungen der Wikinger und ihrer Götter und Göttinnen sehen. Da habt ihr direkt eine Vorstellung, wie witzig das Buch gestaltet ist.
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    Auch das Inhaltsverzeichnis ist ungewöhnlich und wir beginnen mit der Frage „Wer waren die Wikinger?“ Die Antwort lesen wir in kleinen Textteilen, die das Bild beschreiben. So erfahren wri, dass durchaus auch Frauen auf Raubfahrt gingen. „Die Schöpfungsgeschichte“ wird uns in einem Comic erklärt. Sehr appetitlich hört es sich nicht an, dass aus dem Schweiß des Riesen Yimir alles Leben entstand. Im nächsten Teil lernen wir nicht immer sehr sympathische Gottheiten kennen. Im folgenden Comic gehen die Götter Odin, Hönir und Loki über den Bifröst in die Welt der Menschen. 
    Neben den kleinen Texten gibt es auch witzige Sprechblasen, so fordert uns Idun, die in der Geschichte geraubt wird, weil sie Äpfel erntet, die jung erhalten, immer wieder auf, ihre Geschichte zu „Liken und Teilen!“
    Da es neben den Sachinformationen noch kleine Comics mit den Geschichten der Götter gibt, ist das Buch sehr unterhaltsam. Ich bin nicht sehr bewandert in der nordischen Mythologie und finde, dass dieses Buch sehr gut lesbar ist und ich einiges daraus ohne Anstrengung gelernt habe.

    Dagmar Mägdefrau

  • Girlhood – Sechs inspirierende Storys über Mut, Stärke und Zusammenhalt

    Girlhood – Sechs inspirierende Storys über Mut, Stärke und Zusammenhalt

    Anna Dimitrova

    Amani Padda,

    Basma Hallak u.a.

    Arctis

    Leseempfehlung ab 14 Jahre

    Man unterschätzt leicht, wie viel einem Kurzgeschichten geben können. Besonders dann, wenn das Ende offenbleibt oder keine endgültige Lösung präsentiert wird und man dennoch miterleben darf, wie eine der starken Protagonistinnen sich entwickelt. Gerade weil wir hier sechs Kurzgeschichten haben, bündelt sich auf wenigen Seiten eine enorme Vielfalt und weibliche Kraft, die unglaublich inspirierend wirkt.
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    Ein wenig irritiert hat mich, dass Anna Dimitrova Dessi aus ihrem Roman Kanak Kids zur Hauptfigur ihrer Kurzgeschichte macht, dort hatte ich sie ganz anders wahrgenommen. Trotzdem habe ich alle sechs Geschichten sehr gerne gelesen.
    Und wie passend ist es eigentlich, diese Sammlung Girlhood zu nennen? Keine Geschichte nimmt der anderen den Raum, genauso wie auch Frauen im echten Leben einander nicht verdrängen müssen. Im Gegenteil: Ein Nebeneinander ist so viel schöner als ein Alleinsein.
    Außerdem hatte ich das Gefühl, dass die Geschichten nicht nur sorgfältig angeordnet, sondern auch thematisch leicht miteinander verknüpft sind. Was für die eine Figur ein Problem darstellt, kann für die nächste ein Wunsch sein und genau darin liegt ein besonderer Reiz dieser Sammlung.
    Am Ende bleibt für mich vor allem das Gefühl, dass Girlhood nicht nur einzelne Geschichten erzählt, sondern ein kollektives Bild von weiblichem Aufwachsen, Kämpfen und Träumen zeichnet.

    Raphaela Brosseron

  • Immerland – Die Stadt der Ewigkeit

    Immerland – Die Stadt der Ewigkeit

    Flix

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    Der fast 13-jährige Mika muss den Sommer bei seiner Oma verbringen, da sein Vater auf Geschäftsreise ist. Für ihn sind das keine rosigen Aussichten - auf dem Land, kein Internet, und insgesamt nicht wirklich interessant. 
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    Aber in einer Nacht verändert sich alles. Mika muss seine Oma durch einen medizinischen Notfall in ein Krankenhaus bringen. Er schnappt sich das Auto und fährt mit seiner Oma los. Dann landen sie auf eine skurrile Weise in Immerland, einer geheimnisvollen Stadt, in der vieles möglich scheint, was in der normalen Welt nicht ist. Doch je länger Mika in Immerland bleibt, desto deutlicher zeigen sich auch dunkle Schattenseiten, und er muss Entscheidungen treffen, die nicht nur sein eigenes Schicksal formen.  
    Flix hat mit Immerland eine Welt geschaffen, die voller Fantasie ist! Die Stadt wirkt magisch und geheimnisvoll, gleichzeitig, aber auch gefährlich – genau diese Mischung macht das Buch so spannend. Mika ist eine glaubwürdige Hauptfigur, weil er nicht perfekt ist, sondern mit Zweifeln und Ängsten zu kämpfen hat. Der Schreibstil ist flüssig und die Illustrationen geben dem Buch einen besonderen Charme.
    Im letzten Drittel überschlagen sich die Ereignisse etwas, als wollte Flix noch all seine Ideen unterbringen. Trotzdem bleibt die Geschichte fesselnd und berührend.
    Die Altersempfehlung ab 12 Jahren halte ich für etwas zu niedrig, da einige düstere und komplexe Themen eher für etwas ältere Leser*innen geeignet sind.
    Ich bin gespannt auf den zweiten Teil im Herbst 2026.

    Katrin Hemmerich


  • Der Tag, an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat – Band 5

    Der Tag, an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat – Band 5

    Marc-Uwe Kling

    Astrid Henn

    Carlsen

    Leseempfehlung ab 6 Jahre

    Da sitzt die ganze Familie von Tiffany gemeinsam im Auto und fährt zur vierten Hochzeit von Tante Ilse nach Wuppertal. Die vertrauten, witzigen Zeichnungen lassen mich sofort eintauchen in diese liebenswerte irre Familie.
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    Wie schon auf dem Cover zu lesen ist, erwähnt Opa mehrfach, dass man die Bahn hätte nehmen sollen und natürlich gibt es den ersten Zwischenfall schon, kaum dass die Reise losging. Denn Max hat am Vorabend mit seinen Freunden den „Kleinen Feigling“ kennengelernt. Papa trägt, wie bei jeder Urlaubsfahr, seine ACDC-Kappe und Tiffany macht sich so ihre Gedanken, ob nicht was falsch gelaufen ist. Oma sucht ihr Handy, das sie nur bei solchen Reisen nutzt. Papa und Luisa klugscheißen um die Wette. Es ist also alles, wie ich es kenne und liebe. Und dass am Ende alles anders kommt und alle sich doch sehr mögen in dieser Familie, das erwarte ich auch irgendwie.
    Es ist wieder mal eine Geschichte voller Humor und witzigen Ideen, auch wenn mir diese K-Wörter etwas auf die Nerven gehen. Als Kind gab es bei mir keine Auto- oder Straßenbahnfahrt, die ohne solche Zwischenfälle auskam, deshalb ist mir das Thema durchaus vertraut und deshalb finde ich es gut, wenn es auch mal anderen passiert.
    Wenn man hinten aufs Cover schaut, dann ist da der Bräutigam Friedrich zu sehen und irgendwie kommt der mir bekannt vor?

    Dagmar Mägdefrau

  • Farnwacht – Die Hüter der Flusslande

    Farnwacht – Die Hüter der Flusslande

    Ellen Damerau

    Realm & Rune

    Leseempfehlung ab 10 Jahre

    Auf dem schönen Cover sind schon einige der Protagonisten des Buches zu sehen, sie wurden, genauso wie die kleinen Zeichnungen zu Beginn einiger Kapitel, von der Autorin gezeichnet. Eine Karte zeigt uns die Orte, die in der Geschichte vorkommen. Der Prolog gibt einen Auszug aus einem Reisebericht zum Besten und so lernen wir die Welt dieser sehr menschlichen Tiere kennen.

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    Wir starten in Tannenstein, einem lieblichen Ort, der sich auf das Frühjahrswende-Fest vorbereitet, deshalb sind viele Besucher angereist. Tiril, das Eichhörnchen, ist zusammen mit Jarkko aus Flussweiler angereist, um zu handeln. Marwin, die fröhliche Maus, ist mit ihnen unterwegs. Bei der Ansprache des alten Vogts Mathey gibt es einiges an Klatsch von den zuschauenden Biberdamen zu hören. Begleitet wird der Vogt von der Otternbrigade, die Ortwin anführt. Nachdem die zwei Eichhörnchen Tiril und Jarkko sich entschieden haben, über Nacht zu bleiben und mitzufeiern, werden sie von dem Ruf „Es brennt!“ geweckt. Sofort machen sie sich auf, um zu helfen. Doch am nächsten Tag kommt ihnen vieles eigenartig vor und sie machen sich so ihre Gedanken. 
    Eine Menge Tiere lernen wir in diesem fantasievollen Buch kennen. Sie alle tragen mittelalterliche Kleidung und auch ihre Waffen gehören in diese Zeit, so ist Tiril eine sehr gute Bogenschützin. Mir fiel es manchmal schwer, mir Tiere, wie den Fuchs oder den Otter, bekleidet und auf zwei Beinen gehend vorzustellen. Außerdem waren Fressfeinde nicht gefährlich. Aber als ich mich dann, von der Realität gelöst habe, war das Lesen dieses Buches sehr angenehm und spannend. Es ging um Verrat, Angriffe, Verbündete, Unterstützung und im Großen und Ganzen um Gerechtigkeit und Freundschaft. Eine junge Magierin setzt sich gegen eine erfahrene, intrigante Elster durch und kann so ihre Freunde retten.
    Ein wundervolles Buch voller Fantasie und Spannung. Detailreiche Schilderungen ließen mich in diese Welt der Flusslande eintauchen, um mit Tiril, ihren Freudinnen und Freunden zu hoffen und zu bangen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Frau Honig und die Schule der Fantasie

    Frau Honig und die Schule der Fantasie

    Sabine Bohlmann

    Joëlle Tourlonias

    Planet!

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Das Kindermädchen Frau Honig arbeitet in diesem kleinen Büchlein als Lehrerin. Da sie das Schulsystem, den Stundenplan und eigentlich alles, was mit Schule zu tun hat, infrage stellt, macht sie, was ihr und den Kinder Spaß macht.

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    Ihre Fächer heißen Spaß, Fantasie, Glück und Lebenstraining. Sie stellt auf dem Schulhof die Gestirne nach, fegt mit den Kindern die Blätter zusammen und lässt die Kinder Gedichte zum Klang des Herbstes schreiben. Dass immer wieder auch Mathematik in ihren Stunden vorkommt, fällt fast gar nicht auf. An einem Tag ist Fantasie das Lieblingsfach von Frau Honig und am nächsten ist es Glück. Es ist schön zu lesen, was den Kindern zum Thema Glück alles einfällt. Ich möchte nicht zu viel verraten, denn es ist einfach wunderschön zu lesen, was Frau Honig alles einfällt, damit die Schule Spaß macht. Für mich sollte dieses Buch Pflichtlektüre für alle Lehrer sein. Vielleicht werden sie nach einem Löffelchen Honig einiges anwenden können. Das fände ich großartig.

    Dagmar Mägdefrau

  • Muffin und Tört! – Bei den Rittern- Band 2

    Muffin und Tört! – Bei den Rittern- Band 2

    Adam Stower

    Planet!

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    In diesem zweiten Teil landen der Kater Muffin und das klebrige Kaninchen Tört durch einen Zauberunfall bei den Rittern. Auf dem Cover sehen wir die Prinzessin und den Ritter Garstig neben den Titelfiguren.
    Zunächst gibt es wieder eine Beschreibung, wie es zu diesen abenteuerlichen Reisen kommt, so kann man dieses Buch lesen, ohne den ersten Teil kennen zu müssen.
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    So geht es diesmal durch die Katzenklappe direkt in den Thronsaal, wo sich der Ritter Garstig um die Hand der Prinzessin bewirbt. Sofort ist auch Muffin als Kandidat im Rennen, doch die Prinzessin will keinen von beiden heiraten. So schlägt der hochnäsige Ritter ein Tjost vor. (Hier musset ich erst nachschauen, denn das Wort für einen ritterlichen Zweikampf kannte ich bisher nicht).
    Auch unser beiden Abenteuer wider Willen haben keine Ahnung, was das wohl bedeutet. So gibt Tört zum Besten, dass es wohl um Trampoline, Himbeer-Cupcakes und lustige Hüte ginge. Da fühlt sich Muffin im Vorteil, denn er hat eine Medaille im Trampolinspringen. Doch zwischendurch verlaufen sich die beiden und landen in einem Irrgarten, wo sie erfahren, weshalb die edle Prinzessin keinen heiraten möchte.
    Durch die vielen Bilder und die kurzen witzigen Texte macht das Lesen dieses Fast-Comics richtig Spaß. Trotz all der Verrücktheiten, die da passieren, macht die Handlung doch Sinn, trotzdem sind alle froh, wenn Muffin am Ende wieder in seinem Körbchen landet. Besonders witzig fand ich die Naivität bezüglich des Tjost, wo die Realität Muffin dann doch sehr ängstigte. Darum ist es umso lustiger, wie er den Kampf, trotz der fiesen Methoden des garstigen Ritters, gewinnt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ninjago – Aufstieg der Drachen – Abenteuer Atlas

    Ninjago – Aufstieg der Drachen – Abenteuer Atlas

    Simon Hugo

    DK

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Da meine Enkel schon einige Ninjago-Figuren besitzen und auch die Serie im Fernsehen schauen dürfen, wurde es Zeit für mich, mich mit diesem Thema zu befassen.
    Im dicken Deckel des Buches finde ich die Lego-Figur Kai, den Elementemeister, der auch das Vorwort an uns richtet.
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    Das Inhaltverzeichnis ist in Städte, Wildnis, Ozeane und andere Welten unterteilt. Dann lernen wir unsere Reiseleiter Kai, Arin und Sora kennen, zu ihren Porträts finden wir kleine Felder mit ihren Steckbriefen. Los geht es mit den Städten. Ninjago City ist eine „tolle Stadt für Überfälle“ findet UnAGami1. Ich sehe ein mehrstöckiges Gebäude. Danach geht es in die Stadtteile, mich beeindruckt da „Parks und Gärten“. Crossroads, „eine Zuflucht für alle, die kein anderes Zuhause haben“, wurde zur Festival-City. In Kapitel 2 werden Dschungel und Wälder vorgestellt, der „Tempel des Kristallkönigs“ ist beeindruckend. Sumpfgebiet, Berge und Wüsten sind hier zu finden. Auf der „Dunklen Insel“ wird der Besuch des Steinfests empfohlen. „Endlose Ozeane“ heißt es dann und zu Beginn ist ein Tempel zu sehen. Steil ist der Aufstieg zum Leuchtturm und ein Schild besagt, dass hier nur Skelette Zutritt haben. Imperium und die andere Seite des Imperiums werden im letzten Kapitel erklärt. Es geht in den Wald der Geister und ins Königreich des Irrsinns. Im Glossar konnte ich noch einige Begriffe finden und das alphabethische Register hilft bei der Suche.
    Das Buch ist reich mit vielen Fotos bestückt, daneben gibt es eine Menge kleiner Textfelder. Wie bei einem Reiseführer üblich, gibt es Tipps, wie die Rubrik „muss du sehen…“, Berühmtheiten werden vorgestellt und natürlich gibt es Bewertungen von Besuchern. Unsere drei Reiseführer haben auch immer wieder wichtige Informationen für uns. In den Bubbles „Aufgepasst“ lesen wir Warnungen, die es zu beachten gilt.
    Ja, ich würde euch raten, macht euch auf zu einer abenteuerlichen Reise und entdeckt mit dem „Abenteuer Atlas“ die Welt von Ninjago.

    Dagmar Mägdefrau

  • Gespensterjäger auf eisiger Spur – Band 1

    Gespensterjäger auf eisiger Spur – Band 1

    Cornelia Funke

    Franziska Blinde

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Dieses Buch aus dem Jahr 2009 wurde vom Verlag wieder neu aufgelegt, diesmal mit einer jungen Illustratorin und einem Vorwort der Autorin.
    Auf dem Cover ist Tom in einer kämpferischen Haltung zu sehen, hinter ihm Hedwig Kümmelsaft, die Gespensterexpertin, und dann natürlich das Gespenst.
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    Tom hat, wie viele, Angst in den Keller zu gehen, aber manchmal muss es sein. Doch da zerspringt die Glühbirne und Tom spürt die kalten Finger eines Gespenstes. Auf dem schleimigen Boden bleiben seine Schuhe kleben und nur mit Mühe kann er sich in die Wohnung retten. Natürlich macht sich seine große Schwester, die ihn sowieso gerne ärgert, über ihn lustig. Niemand glaubt Tom, dass ein Gespenst im Keller haust. Nur seine Oma weiß Rat, sie hat eine Freundin, die sich mit Gespenstern auskennt. Sie klassifiziert das Gespenst als ein „Mittelmäßig Unheimliches Gespenst“ (MUG) ein. Sie gibt Tom Tipps, wie er dem MUG begegnen soll. So erfährt er, dass das Gespenst von einem größeren und böseren Gespenst aus seinem Haus vertrieben wurde und deshalb im Keller des Mehrfamilienhauses wohnen muss. Kann Tom mit Hilfe von Hedwig Kümmelsaft dem Gespenst helfen?
    Mir gefallen die neuen Illustrationen sehr gut, die Geschichte hat spannende Momente und die Rache an der nervigen Schwester am Ende tut irgendwie gut. Der Beginn einer Reihe, die den ängstlichen Tom zum Helden werden lässt.

    Dagmar Mägdefrau
  • Schwimmbad

    Schwimmbad

    Eilika Mühlenberg

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Lesepeter Gewinner 2/2025

    Meine ältesten Enkelkinder haben gerade ihr Seepferdchen bestanden und ich als Oma bin natürlich sehr stolz. In diesem Buch geht es u.a. auch um Schwimmabzeichen. Das Cover zeigt ein richtig tolles Schwimmbad, wo oben die Leute vom Brett springen, andere schwimmen und tauchen und einige Besucher gehen unten an Bullaugen, die das Schwimmbecken zeigen, vorbei.
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    Wir starten dann an der Kasse und können schon ins Bad schauen. Papa, Tomi und Lino gehen noch angezogen an vielen Wegweisern vorbei zur Umkleidekabine und zum Duschen. Diese Seiten kommen noch ohne Text aus. Dann gibt es Sprechblasen, weil die Frage auftaucht, ob jeder schwimmen können muss. Es folgt eine Schwimmanleitung mit vielen Bildern, ein Auswahl an Bademoden und wir sehen erste Schwimmversuche von Tomi. Während die Kinder mit ihren Nudeln ins Becken springen, verhandelt Tomi mit Papa. Auf der nächsten Seite können wir uns Schwimmabzeichen anschauen. Dann geht`s ins Nichtschwimmerbecken. Danach geht es mit Tomi und Papa in einem kleinen Comic weiter. 
    Auf den nächsten Seiten sehen wir Supersicheres, wer vom Turm springt, was Nichtspringer machen, wie es früher in Schwimmbädern aussah, ein Erlebnisbad wird vorgestellt, wir schauen in den Keller und tauchen. Nach Tomis 2. Versuch geht es zum Imbiss, dann wird Pause gemacht, Kunst angeschaut, gerutscht und nach dem Wassersport geht es mit Tomi weiter.
    Schwimmen wollen alle können und Spaß im Schwimmbad haben erst recht. Aber das Schwimmen lernen ist nicht immer so ganz einfach. Hier können die Kinder sich alles anschauen, was nur irgendwie mit Schwimmen zu tun hat und sehen, wie Tomi es am Ende schafft, zu schwimmen.
    Hervorragende Illustrationen, manchmal mit echten Fotos, einfach ein Genuss. Zum einen gibt es viele Informationen, zum anderen begleiten wir Tomi beim Schwimmen lernen. Eine tolle Mischung!

    Dagmar Mägdefrau