• Susie im Supermarkt

    Susie im Supermarkt

    Daniel Fehr

    Claudia Burmeister

    Bohem

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Nominiert für den Vielfalterpreis 2025

    Auf dem Cover sehen wir die kleine Susie, wie sie schon in den Supermarkt geht, während Mama noch das Fahrrad abschließt. 
    Samstags geht Susie immer mit Mama in den Supermarkt, dort arbeitet Mama an der Kasse. Susie fährt mit ihrem Rad über den großen Parkplatz auf die eckige Supermarktrückseite zu.
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    Mamas Chefin möchte nicht, dass Susie mitkommt, deshalb meint Susie „Also bin ich nicht hier. Wie jeden Samstag.“ So sieht man sie ganz still vor der Kasse sitzen, als Mama ihren Arbeitsplatz einnimmt. Sie zwängt sich zwischen zwei Gemüsebehälter und beobachtet die Käufer*innen. Frau Riebel kennt sie, sie kauft immer rote Tomaten. „Ich bin nicht bei den Fischen.“ So beginnt auch die nächste Seite, Herr Wrobel bedient hier. Natürlich ist Susie auch nicht beim Brot. Hier streckt sie ihre Nase hinter einer Wand hervor und sieht Herrn Herrlich, der eine kleine Rente hat. Bei den Saucen ist Susie schlecht zu finden, sie sitzt in einem Regal und Robert füllt die Waren auf. So geht es durch alle Abteilungen und am Ende ist Susie die letzte Kundin bei Mama mit ihren Einkäufen und dann geht es bei Laternenschein mit den Rädern heim. 
    Natürlich ist es ein bisschen traurig, dass Susie am Samstag den ganzen Tag im Supermarkt verbringen muss, ohne gesehen zu werden. Aber ich habe den Eindruck, dass sie das Beste daraus macht und irgendwie ist es auch etwas Besonderes dort seinen Tag zu verbringen. Auf den Bilder ist ein ganze Menge zu sehen und zu entdecken. Zuerst muss man immer nach Susie sehen, aber auch die Menschen, über die sie berichtet, muss man zuordnen.
    Ein nichtalltägliches Buch über den Alltag in einem Supermarkt, gesehen mit den Augen eines kleinen Mädchens.

    Dagmar Mägdefrau
  • Academy of Lies – Anatomie einer Verschwörung                             

    Academy of Lies – Anatomie einer Verschwörung                             

    Nina Scheweling

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Quinn Schreiber hat mit 8 Jahren ein Spenderherz bekommen. Sie weiß: So ein Herz hält vielleicht zehn Jahre, wenn man Glück hat. Doch anstatt sich davon unterkriegen zu lassen, beginnt sie, sich intensiv mit dem Tod zu beschäftigen. 
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    Nicht, weil sie ihn besiegen will, sondern weil sie ihn verstehen möchte. In einem Tagebuch sammelt sie seit Jahren Todesursachen, analysiert sie und erklärt sie sachlich.
    Jetzt schreibt sie sich an der renommierten, elitären Schreiber-Akademie ein, mitgegründet von ihrem Großvater. Auch ihr Bruder studiert dort bereits im zweiten Jahr und scheint in etwas Geheimes verwickelt zu sein. Doch das ist erstmal Nebensache, denn gleich zu Beginn wird Quinn Zeugin eines Mordes. Und zwar an niemand Geringerem als dem neuen Direktor der Akademie.
    Quinn hat einen klaren, fast sterilen und emotionslosen Blick auf alles (außer ihren Bruder). Was sie zu einer gut geeigneten Medizinstudentin macht, aber vermutlich würde sie keine gute Ärztin werden. Ihre Art fand ich total spannend, weil sie viele Fragen aufwirft: Darf man sich mit dem Tod abfinden, obwohl man noch lebt? Muss man deshalb aufhören, das Leben zu genießen? Diese Fragen stellt sich nicht nur Quinn, auch ihr Bruder bringt sie ins Spiel.
    Toll fand ich, dass Quinn sich im Laufe der Geschichte subtil weiterentwickelt, ohne sich dabei untreu zu werden. Ihr Bruder, der schon auf dem Klappentext erwähnt wird, bleibt lange eher im Hintergrund. Erst gegen Ende wird es um ihn richtig spannend. Deshalb würde ich ihn im Klappentext vielleicht gar nicht extra hervorheben.
    Die Akademie, die Verbindung, das medizinische Wissen und die dunkle Atmosphäre schaffen natürlich Spannung und die besagte Dark Academia Stimmung. Zwar empfand ich bei der Handlung zwischendurch ein Plateau, für das rasante Ende, aber wenn man in mehreren Teilen denkt, ist das vielleicht durchaus sinnvoll.
    Ein besonderer Thriller mit einer starken Idee, spannender Umsetzung und einer Hauptfigur, die so ganz anders ist als typische Ermittler*innen.

    Raphaela Brosseron

  • Der Wortschatz – A Chest Full Of Words

    Der Wortschatz – A Chest Full Of Words

    Rebecca Gugger

    Simone Röthlisberger

    NordSüd/bi libri

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Book Cover Award

    Das prämierte Bilderbuch gibt es jetzt auch zweisprachig, der deutsche und der englische Text stehen gleichwertig auf den Seiten. So kann das Buch in beiden Sprachen vorgelesen werden. Die Worte in den Illustrationen bleiben allerdings und so sehen wir dort „Quietschgelb“, während im englische Text „Shrill-yellow“ steht. So wird aus „pompös“ „Grandios“ und aus „monströs“ im Englischen „Enormous“.
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    Oskar wühlt in seiner Schatztruhe und wirft jede Menge Wörter hinter sich. Auf dem rosa Einbandpapier stehen schon viele, nicht alltägliche Wörter. Und dann marschiert Oskar mit seinem Spaten pfeifend los.
    Beim Buddeln findet er eine prächtige Holztruhe und er überlegt sich, was da alles drin sein könnte, aber erst benötigt er Werkzeug, um sie zu öffnen. Er ist dann wohl auch ein wenig enttäuscht, als er die vielen Buchstaben in der Truhe entdeckt. Da nimmt er einfach ein Bündel und wirft es hinter sich. „Quietschgelb“ hieß das Wort und der Igel, dem es auf den Kopf gefallen ist, nimmt diese Farbe an. Oskar macht einige Experimente mit anderen Worten und die Ergebnisse sind schon erstaunlich. Doch irgendwann ist die Kiste leer und Oskar steht wortlos davor. Jetzt ist es an Oskar, sie wieder zu füllen.
    Die Geschichte ist voller Fantasie und wunderschöner Worte, die man kennt oder die man hier zum ersten Mal hört. Die Bilder sind sanft in Erdfarben gehalten und punkten ganz besonders in der Verwandlung durch Worte.
    Man bekommt Lust, selbst Worte zu finden, die man Oskar in die Kiste packen würde, und sich dann zu überlegen, wer sich durch die Worte wie verändern würde. Das weckt das Spiel mit der Sprache und die Fantasie.
    Der Verlag bi libri bietet das Buch auch in anderen Sprachen an.

    Dagmar Mägdefrau
  • Neue Heimat 0101 – Band 2

    Neue Heimat 0101 – Band 2

    Frauke Angel

    Stephanie Brittnacker

    Tulipan

    Neue Heimat

    Verlagsempfehlung ab 11 Jahre

    Die Geschichte der Gang „Neue Heimat“, deren fünf Mitglieder in einer Hochhaussiedlung wohnen, geht nahtlos weiter. Das Cover ähnelt dem des ersten Bandes, nur diesmal sehen wir die Fünf in einem Zelt. 
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    Firuz, der meist mit „Türke“ angesprochen wird, obwohl er keiner ist und auch kein Türkisch versteht, hütet nach wie vor Hunde. Sein Traum ist eine Reise durch die Welt, denn er ist bisher nie in Urlaub gefahren. Weil Ferien sind und seine Mutter zur Busfahrerin umschult, muss er sich um seinen kleinen Bruder Omar kümmern. Aber dann beginnt für den zwölfjährigen Jungen ein Alptraum. Ein Bagger, der in der Siedlung Erde für Glasfaserkabel aushebt, verletzt eine Wasserleitung und Firuz bangt um seine Geldverstecke. Natürlich haben Enna, Vivi und die Zwillingen JJ einen Plan, wie sie ihrem Freund helfen können.
    Enna, die immer wieder aufgrund ihres Ticks Schimpfworte ausstößt, hat eine tolle Idee und überzeugt die Freunde, dass sie so das Gesparte retten können.
    Es ist einfach stark, wie die unterschiedlichen Jugendlichen so lebhaft geschildert werden können. Alle sind auf ihre Art liebenswert und hätten bessere Chancen im Leben verdient. Gerade darum ist es so schön, zu erleben, wie sie, dank ihrer Freundschaft und der daraus resultierenden Unterstützung, so viel leisten können. Enna ist dabei ein wenig des Gewissen der Gang, aber auch von den anderen gibt es immer wieder sehr gute Einwände und alle sind in ihrem „Fachgebiet“ wahre Meister*innen. Es geht um Identität, um Rassismus und Faschismus und natürlich um Freundschaft. Das Buch kann man in einem Rutsch lesen und am Ende wird es dann so richtig spannend. Ich freue mich schon auf den 3. Band.

    Dagmar Mägdefrau

  • Eine magische Umarmung      

    Eine magische Umarmung      

    Fifi Kuo

    Deutsch von Diana Steinbrede

    Von Hacht

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir die kleine Drachenfamilie, die sich liebevoll, mit einem Lächeln auf den Lippen, umarmt. 
    Doch der kleine Hellgrüne in der Mitte ist wütend, das zeigt seine Körperhaltung und sein brummiger Mund genau.
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    Obwohl er den Grund für seine Wut nicht benennen kann, wird sie immer schlimmer und der kleine Drachen wird ganz rot. Dann fängt er auch noch an, zu brennen. Feuerspeiend sehen wir ihn ganz furchtbar wüten und auf der Doppelseite steht nur ein Wort „verbrannt.“ Danach erfahren wir, was er alles verbrannt hat, lauter Lieblingsdinge seiner Familie und zum Schluss steht er vor dem Spiegel „Ich habe mich sogar selbst verbrannt!“ Für viele Kinder sicher eine beängstigende Situation. Die nächste Seite ist grau-schwarz, denn der kleine Wüterich „fühlt sich ganz schrecklich“, doch dann nähert sich etwas in Rosa. Die Mama umarmt ihn und er wird „ruhig und friedlich.“ So sehen wir am Ende das Bild vom Cover und der kleine hellgrüne Drache ist „wieder ich selbst.“
    Das, was in diesem Bilderbuch beschrieben wird, werden die meisten Kinder und Eltern kennen. Die Wut ist riesig und führt zur Zerstörung und manchmal fügt das Kind sich selbst Schmerzen zu, wie gut tut dann eine Umarmung. Ich muss ja zugeben, dass wir Erwachsenen oft vor lauter Ärger dazu nicht in der Lage sind, deshalb gefällt mir das Buch so gut, weil es nicht nur den Kindern zeigt, wie sie mit der Wut umgehen können, sondern auch uns einen Tipp gibt, wie wir eine solchen Situation bewältigen können.
    Der Text ist sehr kurz und die Bilder sind einfach gezeichnet, trotzdem kommen die Gefühle sehr verständlich rüber.

    Dagmar Mägdefrau

  • Kopfüber durch die Nacht

    Kopfüber durch die Nacht

    Rüdiger Bertram

    Katja Gehrmann

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Liebe-Buchtipp August 2025

    Diesen niedlichen keinen Jungen im karierten Schlafanzug mit dem weißen Hasen im Arm möchte ich sofort auf oder in den Arm nehmen.
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    Da liegt Henry in seinem Bett, die Bettdecke bis zur Nasenspitze hochgezogen und schaut zu Decke, denn dort tummeln sich die Monster, die ihm Angst machen. Henrys Eltern sind ausgegangen, der Babysitter schläft und Henry geht zu viel durch den Kopf, so dass er nicht schlafen kann. Da fällt ihm ein, dass er vergessen hat, die Kaninchen der Nachbarn zu füttern und er will das sofort nachholen. Allerdings vergisst er die Schlüssel zu beiden Wohnungen und steht nun allein im Hausflur. Da im Haus wild gefeiert wird, geht er dort hin und eine junge Frau, die sich ihm als Özlem vorstellt, nimmt Henry mit zur Tankstelle. Weil es ihm beim Warten langweilig wird, geht Henry hinüber zur Feuerwehr, dort bietet ihm der Feuerwehrmann Mateo Hilfe an, muss dann aber zu einem Brand. 
    Und so lernt Henry in dieser Nacht einige Menschen kennen, die sich ihm immer mit Namen vorstellen und ihm Hilfe anbieten, aber leider kommt ihnen immer ihr Beruf dazwischen, so zieht Henry zum nächsten Helfer.
    Ich will zwar verraten, dass Henry, als seine Eltern heimkommen, wieder in seinem Bett liegt, werde aber nicht verraten, wie ihm das gelingt. Schließlich sollt ihr das witzige Buch ja selber lesen.
    Mit Henry lernen wir einige Menschen kennen, die in der Nacht arbeiten, und das nicht nur in Worten, sondern auch in tollen nächtlichen Illustrationen. Ein gelungenes Einschlafbuch, denn nach so einem Streifzug muss man einfach schlafen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die schlechteste Idee in der Geschichte der schlechten Ideen

    Die schlechteste Idee in der Geschichte der schlechten Ideen

    Herman van de Wijdeven

    Aus dem Niederländischen von Birgit Erdmann

    Mixtvision

    Verlagsempfehlung ab 11 Jahre

    Die besten 7 im April 2025

    Das Cover besteht nur aus dem etwas sperrigen Titel und macht vielleicht gerade deshalb neugierig. Schlechte Ideen haben wir ja alle mal, aber hier werden wir nun mit der schlechtesten konfrontiert.
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    Der elfjährige Bent lebt mit seiner Mutter zusammen und er ist schon lange Zeit der beste Freund von Juri. Doch als die Schule nach den Ferien wieder startet, setzt sich der neue Junge, Finn, neben Juri. Auch in die Pause gehen die beiden zusammen und Bent hat das Gefühl, dass die beiden über ihn reden. Er selbst verrät aber auch seinem Tischnachbarn, dass Finn eine Mädchenstimme hat. Zusammen mit Juri hat Bent während der Ferien einiges unternommen und die beiden haben so manche Mutprobe bestanden. Allerdings haben sie erkannt, dass manche Abenteuer zu gefährlich wären und deshalb lachend abgebrochen. 
    Bent befürchtet, dass Juri Finn sein peinliches Geheimnis verraten hat und fühlt sich oft überflüssig, wenn die beiden ihre Köpfe zusammenstecken. Trotzdem sind die drei immer wieder zusammen unterwegs und so spitzt sich die Lage immer mehr zu.
    Da das Buch immer wieder in der Zeit springt, wird die Spannung immer größer und meine Angst als Leserin, was sich das wohl zusammenbraut, bekommt immer mehr Nahrung. Bents Gefühl der Eifersucht wird durch das Verhalten seines Freundes Juri angestachelt und so tut Bent Dinge, die er eigentlich gar nicht tun will.
    Ein Buch, dass die Eifersucht in all ihren quälenden Facetten schildert und zeigt, wie hilflos wir ihr ausgeliefert sind.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die kleine Glitzerblume

    Die kleine Glitzerblume

    Heidi Leenen

    Alina Spiekermann

    Vermes-Verlag

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Schon auf dem Cover können wir die kleine Blume mit den bunten Blättern glitzern sehen. Ihre beiden Freunde, der Rabe und das Eichhörnchen, schauen liebevoll auf sie herab. 
    Mit einem „Plopp!“ öffnet die Blume ihre Knospe und da sie so schön glitzert, kommt gleich das Eichhörnchen gelaufen und sagt ihr „Du bist wunderschön!“ und da können wir nur zustimmen.
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    In der Mitte schaut uns ein kleines Gesicht lächelnd an und die bunten Blätter glitzern. Ein wenig Glitzer-Blütenstaub schwebt durch die Luft. Magisch! Die Blume will nicht gepflückt werden, sondern den Sommer auf der Wiese verbringen und „den Glitzerstaub verschenken.“ Als der Rabe dazu kommt, bewundert er die Blume und findet sie „einzigartig.“ Die Glitzerblume findet, dass jeder besonders ist und so werden die drei Freunde. 
    Wir erleben mit den Dreien den Sommer, aber im Herbst verändert sich die Blume und lässt ihre Freunde traurig zurück. Im Winter denken die beiden an ihre glitzernde Freundin und auf der letzten Doppelseite können wir uns auf eine bunte Blumenwiese mit vielen neuen Glitzerblumen freuen.
    „Glitzerglück“ heißt das Lied, dessen Text und Noten wir hinten im Buch finden. Mit dem QR-Code können wir es uns anhören.
    Die Einzigartigkeit von jeder und jedem von uns wird in diesem wundervollen Bilderbuch in den Vordergrund gestellt. Das stärkt das Selbstvertrauen und zusätzlich erfahren wir, wie schön Freundschaft ist.
    Die kurzen Texte sind gut verständlich und die Illustrationen zeigen niedliche, aber nicht kitschige Szenen, voller Gefühl und immer mit einem zarten Glitzer.
    Dieses zauberhafte Bilderbuch wärmt die Herzen der Lesenden und bringt sie einander näher.

    Dagmar Mägdefrau

  • Super-Dad und die explodierende Kacke – Band 1

    Super-Dad und die explodierende Kacke – Band 1

    Unkari Arttu

    Kai Vaalio

    Übersetzt von Sarah Onkels

    Mixtvision

    Super-Dad

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Ich muss ja zugeben, dass mich die Bücher mit „Kacke“ im Titel etwas abschrecken. Da ich aber das Cover so witzig fand, habe ich es dann doch lesen wollen. Auf dem Cover ist Oona mit nachdenklichem Gesicht zu sehen. 
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    Ihr Dad wirkt etwas verunsichert und dann ist da noch eine alte Frau mit riesigen Augen hinter der Brille und einem eingefallenen Mund zu sehen. Schon hier warnt sie vor dem Buch und rät vom Lesen ab. Dieses Gesicht und die abfälligen Bemerkungen über das Buch und den Super-Dad begleitet uns durch das ganze Buch und bringen uns zum Lachen.
    Da wird zunächst die Bildungsministerin, die nicht sehr gut lesen kann, buchstabierend vom Klo geschossen, denn ihre WC-Schüssel explodiert. Sofort ermittelt Super-Dad, der sich selbst für den besten und größten Ermittler hält. Eigentlich kann er alles, ganz egal um was es sich handelt, besser als alle anderen. Darauf weist er auch immer wieder hin und macht sich damit total lächerlich. Denn seine Tochter Oona ist die, die letztlich den Fall durch ihre Cleverness löst. Aber es ist auch nicht ganz einfach, so zu kombinieren, dass am Ende alles auf ungewöhnliche Weise aufgeklärt wird.
    Jedes Kapital ist farblich anders gedruckt und die comichaften Illustrationen sind so schrill wie das gesamte Buch.
    Ich gebe zu, manchmal tat mir der überhebliche Dad schon ein wenig leid in seiner Unbeholfenheit, aber natürlich macht das einen Teil des Reizes dieser Serie aus. Leser*innen ab der 3. Klasse werden sicher einen Heidenspaß an diesem Buch haben und an dem besagten Begriff werden sie sich sicher nicht stören, er wird ihnen gefallen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Buletten-Bande – Zitronensaft und Ziegenköttel – Band 2

    Buletten-Bande – Zitronensaft und Ziegenköttel – Band 2

    Valentina Brüning

    Maja Bohn

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Die Berliner Kinder leben immer noch in der Uckermark oder der Pampa, wie sie es nennen.
    Beim Renovieren des alten Bauernhofs finden Ellis, Bruno und Gustav hinter einer Tapete eine Schatzkarte. Für die drei ist es klar, dieser Schatz wartet darauf, von ihnen entdeckt zu werden, und sie machen sich sofort ans Werk.
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    Aber auch die Dorfkinder haben von der Karte erfahren und so kommt es zu einem Wettlauf der beiden Gruppen. 
    Da ich den ersten Teil gelesen habe, waren mir die teilweise verwandtschaftlichen Verhältnisse bekannt, deshalb rate ich auf jeden Fall, zuerst den ersten Band zu lesen, sonst kommen doch einige Fragen auf, die zwar die Handlung nicht beeinflussen, aber doch Fragen aufwerfen.
    Obwohl die beiden Parteien ihre Fehde nicht ganz begraben möchten, unterstützen sie sich doch bei der Suche. Und das lässt mich doch als Städterin hoffen, dass es ein Zusammen mit der Landbevölkerung geben kann und nicht nur ein Gegeneinander.
    Die Protagonist*innen sind wieder sehr lebensecht beschrieben und irgendwie sind alle liebenswert. Auch der Geißbock, den wir auf dem Cover sehen, trägt seinen Anteil zur Handlung bei und da wird es wieder richtig lustig.
    In den Gegensätzen wird sich so manche/r Leser*in wieder erkennen können, denn in fremder Umgebung stellen wir uns alle nicht so clever an,
    Ein witziges Buch über Streit und Freundschaft, in 10 Kapiteln erzählt und mit einigen schwarz-weiß Bildern ergänzt.

    Dagmar Mägdefrau
  • Die Möwe Vagabundus

    Die Möwe Vagabundus

    Jörg Bernardy

    Daria Kuvakina

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Buch des Monats Juli 2025

    Vor der grauen Kulisse des Hafens sehen wir die Möwe, die eine kleine rote Strickmütze trägt, vor ihr eine Angel, an deren Harken eine PET-Flasche hängt.
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    Ganz am Anfang des Buches sehen wir „Fotos“ von ganz vielen unterschiedlichen Möwen. Vagabundus, von dem hier erzählt wird, ist eine Lachmöwe und er „lebt zu der Zeit, als 9 Milliarden Menschen die Erde bevölkern.“ Das Bild zeigt auch ganz viele Menschen, die sich auf dem Platz knubbeln. Ich musste mir ein wenig Zeit nehmen, alle anzuschauen und habe sicher noch nicht alles entdeckt. Täglich war Vagabundus in der Luft über der Stadt unterwegs, am liebsten war er auf dem Fischmarkt, ihr könnt euch denken warum. Wer Hamburg kennt, wird sich sicher zurecht finden, denn das Luftbild zeigt viele markante Gebäude. Die nächste Seite zeigt den Fischmarkt und viele betriebsame Menschen, auch den „streng riechenden Flaschensammler Bodo und die laute Fischverkäuferin Katja. Manchmal bringen die Möwen Bodo leere Flaschen, die sie im Wasser finden. Doch dann verändert sich etwas, die Menschen kommen nicht mehr in die Stadt und die Möwen wundern sich darüber.
    Dieses Bilderbuch spricht viele aktuelle Themen auf sehr verständliche Weise an: Die Verwaisung der Innenstädte, die wir überall erleben. Die Menschen bestellen über das Internet und kommen nicht mehr auf die Märkte, wo sie sich treffen und unterhalten können. Menschen wie Bodo, die wir meiden, und die Vermüllung der Meere werden hier angesprochen. Wie schön, dass die Möwen dann doch noch alles zum Guten wenden können. Neben den gut verständlichen Texten sind es die Illustrationen, die dieses Buch so besonders machen. Ein philosophisches Bilderbuch, das auch uns Erwachsenen etwas zu erzählen hat.

    Dagmar Mägdefrau

  • Toni & Lou – Auf Schatzsuche am Meer

    Toni & Lou – Auf Schatzsuche am Meer

    Jonny Lambert

    Übersetzung Sandra Grimm

    DK

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Der Bär Toni und der Vogel Lou machen heute einen Ausflug zum Strand. Auf der ersten Seite sehen wir Toni mit Strohhut, Eimer und Schaufel. Lou flattert am Himmel und wir sehen den Vogel durch ein Loch in der Seite, obwohl er auf der nächsten Seite abgebildet ist. 
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    Am Bildrand sehen wir einige Dinge, die wir auf dem Bild suchen können. Zusätzlich kann noch die Frage „Worauf freuen sich Toni und Lou?“ anhand des Textes beantwortet werden. Da Flut ist, können die beiden keine Sandburg bauen, aber sie werden Forscher und entdecken einiges. Diesmal lautet die Frage „Warum ist Toni enttäuscht?“ Auf der nächsten Seite entdecken die Freunde eine große glitzernde Muschel. Am Ende des Buches legen die beiden ein Bild aus den Entdeckungen des Tages und auf der letzten Doppelseite sind alle Sachen noch einmal abgebildet. 
    Ein ereignisreicher Tag wird in diesem Buch beschrieben, jede Doppelseite zeigt uns eine neue Szene und auf jeder Seite können wir Gegenstände suchen und eine Frage beantworten. Wenn wir einen Urlaub an der See planen, ist es besonders schön, in diesem Buch Anregungen zu bekommen, aber auch nach der Reise hilft es, zu erinnern. Aber man kann es sicher auch in den Bergen oder zu Hause lesen und anschauen, denn es macht einfach Spaß, den Tag mit Toni und Lou zu verbringen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mein Pop-up-Buch zum Staunen – Wo kommst du her, kleiner Löwenzahn?

    Mein Pop-up-Buch zum Staunen – Wo kommst du her, kleiner Löwenzahn?

    Hannah Abbo

    Maike Biederstadt

    Sandra Grimm

    DK

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Mit einem Vierzeiler über ein Samenkorn beginnt das Buch und nach der Frage „Was geschieht dann?“ klappen wir eine Seite herunter und können dreidimensional sehen, wie das Korn in der Erde zwischen allerlei Getier liegt. 
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    Ein kurzer Satz erklärt, wie es mit dem Samenkorn weitergeht. Eine schöne blühende Wiese und mittendrin unsere Pflanze, die schon einige Blätter hat. Nach dem Aufklappen der Seite strecken sich die Blätter in die Luft. Danach können wir uns an den wunderschönen gelben Blüten erfreuen. Schmetterlinge und Bienen trinken den süßen Nektar und dann kann der Wind wieder die Schirmchen über die Wiese pusten und wir können das Buch wieder von vorne beginnen.
    Neben den Reimen gibt es Sachinformationen, aber das Faszinierendste an diesem Pop-up-Bilderbuch sind die dreidimensionalen Blumen, die aus den Seiten wachsen.
    Da das Buch aus fester Pappe gemacht ist, können auch die kleinen Fingerchen schon die Seiten umblättern, ohne etwas kaputt zu machen. Ein wundervolles Buch zum Staunen, das diese Serie sehr schön ergänzt.

    Dagmar Mägdefrau


  • Kleiner Hund, erzähl mir von dir

    Kleiner Hund, erzähl mir von dir

    Joëlle Tourlonias

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 18 Monate

    Auf dem Cover ist der süße kleine Hund schon zu sehen und auf der ersten Seite sehen wir ihn zusammen mit einem kleinen Jungen, er sitzt auch auf allen Vieren und die beiden schauen sich freundlich an. Natürlich will der Kuschelhund mit dem Jungen ins Bett und schon liegen die beiden zusammen unter der Decke. 
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    Nun soll der Hund etwas von sich erzählen, da legt er sich auf dem Rücken und beschreibt seine Körperteile und liebt es, an den Füßchen gekitzelt zu werden. Das machen wir natürlich gerne. Mittels eines Schiebers können wir die Hundepfote bewegen, so gibt er Pfötchen. Auf der nächsten Seite gibt es 1 Leine, 2 Bälle und so wird bis zu 5 Schmetterlingen gezählt. Dann müssen wir auf der Doppelseite, die das Wohnzimmer zeigt, den kleinen Hund suchen. So gibt es bis zur letzten Seite, wo es „Gute Nacht, schlaf schön!“ heißt, viel zu entdecken. 
    Ein niedliches Gute-Nacht-Buch, in dem es um einen putzigen kleinen Hund geht. Wunderschöne sanfte Bilder und manchmal kann man sogar mitmachen in diesem tollen Pappbilderbuch.

    Dagmar Mägdefrau
  • Alma – Freunde für immer und ewig – Band 1

    Alma – Freunde für immer und ewig – Band 1

    Kim-Maria Miska

    Sandy Gaiser

    Autorinnenempfehlung Vorschule und 1. Klasse

    Die siebenjährige Alma stellt uns ihre Familie und ihre Vorlieben vor. So mag sie gerne baden, Mama mag singen, Papa lesen und ihr kleiner Bruder Tim malt gerne. Jede Seite ist gleich aufgebaut und die Satzteile wiederholen sich am Ende gibt es einen Zusammenfassung „Das ist Alma mit Mama, Papa und Tim.“ Im nächsten kleinen Kapitel malt Alma gerne, am liebsten Lamas. 
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    In fünf Kapiteln lernen wir Almas Familie und ihre Freund*innen kennen. Zu Beginn jedes nächsten Themas erfahren wir, wie viele Worte und Buchstaben vorkommen werden. Die Buchstaben sind sehr groß und mit einer farblichen Silbentrennung gedruckt. Das Besondere ist aber, dass über jedem Buchstaben ein kleines Bild passend zum Buchstaben abgedruckt ist.
    So sehen wir über dem E einen Esel und über dem W einen Wal. Diese Anlautschrift wird am Ende des Buches erklärt.
    Obwohl ich keine pädagogische Ausbildung habe, kann ich mir gut vorstellen, dass Kinder mit Hilfe dieser Methode sehr gut Lesen lernen werden. Kurze, einfache, gut verständliche, sich wiederholende Sätze und ergänzende Illustrationen helfen dabei.
    Meinem Enkel, der schon am Ende des 1. Schuljahres ist, fiel das Lesen sehr leicht, er meinte aber, zum Beginn hätte er ein solches Buch gut brauchen können.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der Lehrerinnendrucker     

    Der Lehrerinnendrucker     

    Christian Seltmann

    Barbara Korthues

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Das Cover zeigt uns schon den Drucker mit der Silhouette der Lehrerin und den Eigenschaften, die sie haben sollte. Oben stehen Fritz und Carl, die Philipp, den Erfinder dieser Maschine, unterstützen.
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    Fritz und Carl gehen in die vierte Klasse und sind sehr glücklich mit ihrer Lehrerin, als die ihnen erzählt, dass sie schwanger ist und der Mutterschutz beginnt. Jetzt gibt es immer wieder nur Vertretungen, die die Schüler*innen nicht kennt und völlig falsch einschätzen. Ständig gibt es langweilige Arbeitsblätter oder zu leichte Aufgaben. Alle wünschen sich so sehr eine neue Lehrerin. Da bietet sich der Biodrucker, den Papa Philipp im Keller hat, als eine gute Lösung an. Zusammen mit ihren Mitschüler*innen machen sie eine Liste der Eigenschaften, die eine gute Lehrerin ausmachen, und schon macht sich Papa mit Hilfe von KI ans Werk. 
    Eine herrlich verrückte Geschichte, die sich der Autor, dank der wirklich existierenden Freunde Fritz und Carl, ausgedacht hat. Zum einen ist es interessant ,zu hinterfragen, was macht eine richtig gut Lehrerin aus? Wenn man eine hat, ist man zufrieden und denkt nicht darüber nach, aber wenn es dann nur Vertretungen gibt…
    Fritz macht sich auch Gedanken über die ethischen Folgen eines Retortenlebewesens und der Folgen seiner Existenz. Aber trotz dieser ernsten Gedanken ist die Geschichte einfach witzig und das Ende ganz anders als erwartet.
    Das Buch sollten alle lesen, die mit Schule zu tun haben, insbesondere die Lehrer*innen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Peggys Perioden Projekt

    Peggys Perioden Projekt

    Franziska Höllbacher

    Südpol

    Verlagsempfehlung ab 11 Jahre

    Wie spricht man über die Periode, wenn die eigene Mutter nicht mehr da ist, um einem alles zu erklären? Und sollte es eigentlich nicht ganz normal sein, dass alle etwas dazu sagen können, egal, ob sie selbst bluten oder nicht?
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    Genau diese Fragen stellen sich Leni und Peggy. Inspiriert von Lenis älterer, engagierter Nachbarin starten sie ein Schulprojekt: eine Ausstellung rund um das Thema Menstruation. Was zunächst nach einem typischen Aufklärungsprojekt klingt, entwickelt sich schnell zu etwas viel Größerem. Nicht nur in der Schule, sondern auch in ihrem eigenen Leben.
    Peggy verarbeitet noch immer das Verschwinden ihrer Mutter und merkt plötzlich, dass sie beginnt, sich zu verlieben. Leni hingegen ist trans, sie blutet also gar nicht, bleibt von den körperlichen Schmerzen verschont. Und trotzdem: So richtig wohl fühlt sie sich mit diesem „Nicht-Erleben“ auch nicht.
    Ich muss zugeben: Anfangs hatte ich Sorge, das Buch würde das Thema zu gewollt oder belehrend behandeln. Auch bei der Idee mit der Ausstellung war ich erst skeptisch. Aber die Beiträge darin haben mich echt überzeugt. Besonders die visuelle Gestaltung hat mich abgeholt: Die Illustrationen der Autorin passen perfekt zum Ton und Inhalt des Romans.
    Ein Roman mit vielen verschiedenen Perspektiven gerade zur ersten Periode, mit spannender Handlung, die es noch einmal lesenswerter macht!

    Raphaela Brosseron

    Das Buch beginnt schon echt peinlich, als Peggy sich von ihrem Stuhl erhebt, sieht die ganze Klasse den braune Fleck auf ihrem Stuhl. Ein Periodenunfall, aber das begreift die Klasse wohl nicht. Peggy ist auch nicht darauf vorbereitet und muss sich mit Klopapier behelfen. Eine ältere Künstlerin bringt die Mädchen auf die Idee, eine Ausstellung zum Thema „Periode“ zu machen. So geht @period ins Netz und es finden sich einige, die bei der Aktion gerne mitmachen. Schnell ist der Direktor der Schule überzeugt und stellt die Aula zur Verfügung.
    Als Sami Peggy um ihre Meinung fragt, als er auch ein Bild beisteuern möchte, ist Peggy sich nicht im Klaren, ob das vielleicht auch ein Date sein könnte, denn Sami gefällt ihr durchaus.
    Ihre Mitschüler zeigen viel Fantasie bei der Erstellung der Bilder, die später auch verkauft werden sollen.
    Die Seiten des Buches sind hellblau eingefärbt und neben der Druckschrift gibt es einige „handgeschriebenen“ Textzeilen, die so besonders herausgestellt werden. Dazu gibt es einige kleine Bilder am Rande und auch Bilder der Zeichnungen, die in der Ausstellung zu sehen sind. Dazwischen sehen wir die Post auf @period und kurze Gespräche über WhatsApp.
    Peggy leidet sehr darunter, dass ihre Mutter einfach gegangen ist und sie und den Vater allein gelassen hat. Die beiden nähern sich im Laufe des Buches wieder an, hilfreich ist da ein Kater, den Peggy versorgt. Dieser Kater ist schon ein besonderes Tier, denn Peggy kann ihn problemlos überall hin mitnehmen.
    Mich erstaunt, dass das Thema Periode immer noch ein Tabuthema für junge Menschen zu sein scheint. Ich befürchte fast, seit den 1960 er Jahren sind wir wieder prüder geworden.
    Gerade deshalb gefällt mir das Buch so gut, die Geschichte wird flott erzählt und die Gefühle der Erzählerin Peggy konnte ich sehr gut nachvollziehen. Die Illustrationen sind einfach, aber sehr passend.

    Dagmar Mägdefrau
  • Das längste Tier der Welt

    Das längste Tier der Welt

    Klaus Cäsar Zehrer

    Uli Krappen

    Diogenes

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Auf dem Cover sind schon einige Tiere zu sehen, da kommt mir die Giraffe, deren Kopf schon wegen ihrer Größe nicht mehr zu sehen ist, ziemlich lang vor.
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    Ein Zirkuszelt und der Hinweis, man solle auf die Ameisen achten, erstaunt mich zunächst. In der Manege sitzen ein kleiner Schimpanse und ein Mädchen an einem Tisch und sie haben ein Blatt vor sich liegen. An der Wand hängen schon einige Bilder von Tieren. Die Frage nach dem „längsten“ Tier wird gestellt. Auf der nächsten Doppelseite ist das Schimpansenkind zu sehen und es schaut uns so niedlich aus großen braunen Augen an. Dann malt es viele Tiere, die es erwähnt, auf das Blatt. Nach einigen Seiten entdecken Kind und Affe eine Erdbeerpflanze. Im Text heißt es „Eine Beere. Die Erdbeere“, auf der nächsten Seite taucht ein Eiswagen auf und nun heißt es „Ein Eis. Ein Beereneis. Das Erdbeereis.“ In wunderschönen Erdbeergondeln geht es dann vom Zirkus auf einen Berg, den Erdbeereisberg, mit der Erdbeereisbergbahn. Die Bahn endet an einem Bahnhof, dem Erdbeereisbergbahnhof. 
    Uns so setzt sich die Geschichte immer weiter fort und das Wort wird immer länger und länger. Allerdings muss man es beim Vorlesen auch immer, wie am Anfang erwähnt, durch alle Formen verlängern. Von „Ein Hund“ bis „Der Erbeereisbergbahnhofshund“.
    Da muss man schon sehr konzentriert bleiben beim Vorlesen, denn das Wort und damit das Tier wird immer länger.
    Ein witziges Buch mit einem schwierig zu lesenden Text und wunderschönen Illustrationen, die mich total begeistern.

    Dagmar Mägdefrau