• Spiel des Lügners – Schattenbrüder-Dilogie – Band 1

    Spiel des Lügners – Schattenbrüder-Dilogie – Band 1

    Jessica S. Olson

    Aus dem amerikanischen Englisch von Anja Hansen-Schmidt

    Fischer Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Lola und ihr Boss, Enzo der Dieb, versuchen seit vier Jahren, die magische Mondscherbe aufzuspüren. Diese haben Enzo und sein Bruder Nic, der Lügner, aus dem Tempel von Aethera gestohlen.
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    Mit der Mondscherbe hat der Lügner seinen Bruder mit einem Fluch belegt und nur ihre Zerstörung kann Enzo davon befreien. Die letzte Spur, die Lola und Enzo verfolgen, führt in das Casino des Lügners, den einzigen Ort in Aethera, den der Dieb nicht betreten kann. So ist Lola auf sich allein gestellt. Sie wird an dem mehrtägigen Würfelturnier des Lügners teilnehmen und die Zeit als Gast nutzen, um nach der Mondscherbe zu suchen. 

    Das Buch zieht einen bereits auf den ersten Seiten geradezu magisch in die Geschichte rein. Gleichzeitig braucht man etwas Zeit, um sich auf diese fantastische Welt, die Jessica Olson entworfen hat, einzulassen und sie in ihrer Komplexität zu verstehen. Am besten gönnt man sich gerade zu Beginn ausreichend Lesezeit am Stück. 

    Lola, die sich nichts so sehr wünscht, wie Mitglied von Enzos Bande zu werden, entdeckt im Laufe des Turniers ihre eigenen Kräfte und emanzipiert sich von ihrem Boss. Betrachtet sie noch zu Beginn des Turniers den Lügner als Feind, kann sie sich im Laufe der Zeit seinem Charm nicht entziehen und verliebt sich in den Nic, der hinter der Fassade des glatten Casinobetreibers auftaucht. – Ein typischer Fall von From-Enemies-to-Lovers. Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Lola und Nic, was uns als Leser*in vor allem Einblicke in das Gefühlschaos der Protagonisten ermöglicht. 

    Das Buch ist toll gestaltet – Cover, Pageoverlay und Farbschnitt. Ein echter Hingucker und so passend zu dieser mitreissenden Romantasy mit ihrem Setting in einer Welt voller Illusionen. Ich freue mich schon auf den zweiten Band dieser Casino-Dilogie, der hoffentlich alle meine offenen Fragen beantworten wird. 😃

    Beate Böhm

  • Stopp-Schutz-Schild – Familie Weißbescheid – Band 3

    Stopp-Schutz-Schild – Familie Weißbescheid – Band 3

    Dr. med. Konstantin Wagner

    RiWi Verlag

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Die Kinder auf dem Cover halten ihre Hände abwehrend hoch und zeigen uns damit „Stopp!“
    Auf der ersten Doppelseite sehen wir einen dörflichen Marktplatz mit vielen kleinen Menschen, die meisten gehen zur Eisdiele und so endet der Text mit der Frage „Magst du auch Eis?“
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    Auch die Familie Weißbescheid ist hier unterwegs und Lasse und Mathilda zieht es zum Brunnen. Da Lasse nicht auf die Mauer klettern kann, möchte ein Mädchen ihm helfen und greift ihm unterstützend an den Po. Da ruft Mathilda „Stopp!“ und erklärt, dass man nicht einfach einen anderen Körper berühren darf, zur Unterstützung ihrer Aussage hält sie die Hand mit der Handfläche zu dem Kind hoch. Inzwischen haben die Eltern Eis geholt und alle setzten sich auf eine Bank. Da taucht Tante Magda auf und will Lasse einen Kuss geben. Auch hier findet der „Stopp-Schutz-Schild“ Anwendung. Es folgt eine Erklärung, die der Tante einleuchtet. 
    Dieses Pappbilderbuch zeigt anschaulich und kindgerecht, dass nur wir entscheiden, was mit unseren Körpern geschieht und dass wir lernen müssen, das „Stopp-Schutz-Schild“ gegenüber anderen anzuwenden. Nur so werden unsere Kinder selbstbewusst und werden später die Worte „Stopp“ und „Nein“ anwenden. Es geht aber auch um Gefühle, darum um Hilfe zu bitten und um einen liebevollen Umgang miteinander. Klare Illustrationen unterstützen die wichtigen Aussagen.
    In jedem Buch dieser Reihe gibt es QR-Codes mit Erklärungen für die Erziehenden.

    Dagmar Mägdefrau

  • Expedition nach Genitalien – Familie Weißbescheid – Band 1

    Expedition nach Genitalien – Familie Weißbescheid – Band 1

    Dr. med. Konstantin Wagner

    RiWi Verlag

    Verlagsempfehlung ab 18 Monate

    Das Cover zeigt Lasse und Mathilda, die Kinder der Familie Weißbescheid, sie sind unbekleidet und es geht ja auch um ihre Genitalien. 
    Die kleine Familie macht einen Spaziergang durch den Wald, als die Kinder plötzlich Pipi müssen. Mama hält ihre Tochter ab, während Lasse, der noch eine Windel trägt, im Stehen pinkelt.
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    Zu Hause sehen wir Mama auf der Toilette sitzen. Den Kindern wird erklärt, wie sie sich nachher abwischen können. Danach wird Mathildas Vulva mit Wasser gereinigt. Neben Mamas Erläuterungen zeigen uns die Bilder genau, wie wir das machen müssen. Zum Thema Penis und Vulva gibt es noch erklärende Zeichnungen, die auch auf die Verschiedenheit der Körper hinweisen und hinten im Buch sehen wir die ganze Familie unbekleidet. Mir gefällt, dass Maria etwas rundlicher gezeichnet ist. 
    Dieses Pappbilderbuch erklärt schon kleinen Kinder genau unsere Körper, erklärt die Hygiene und daneben erleben wir eine Familie, die liebevoll miteinander umgeht. Empfehlenswert für eine frühe Aufklärung und das Kennenlernen unserer Genitalien.
    In jedem Buch dieser Reihe gibt es QR-Codes mit Erklärungen für die Erziehenden.


    Dagmar Mägdefrau

  • MitMenschen – Familie Weißbescheid – Band 6

    MitMenschen – Familie Weißbescheid – Band 6

    Dr. med. Konstantin Wagner

    RiWi Verlag

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahren

    Mathilda und Lasse stehen auf einem Baumstumpf und im Hintergrund sind einige Menschen zu sehen. Diesmal geht es darum, „Fremden und Bekannten sicher zu begegnen.“
    Während Mama und Mathilda Kastanien sammeln, fährt Lasse mit seinem Rad durch eine Pfütze.
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    Als er sein Rad abstellt, spricht ihn der Parkwächter an. Diesen Mann kennt Lasse zwar, doch als er mit ihm zum Radaufstellplatz gehen möchte, geht Lasse nicht mit. Erst muss er seine Mama fragen. Als Mama dazu kommt, ist ihr die Situation nicht geheuer und deshalb fasst sie Lasse zu fest an der Schulter, so das er sich später bei ihr beschwert. Die Mutter nimmt das sehr ernst und entschuldigt sich bei ihrem Sohn. Mama versucht zu erklären, dass man durchaus grüßen darf, aber trotzdem vorsichtig sein muss. Mathilda erzählt davon, wie sie der Postbotin die Türe geöffnet hat. Im zweiten Teil des Buches möchte Tante Magda unabgesprochen Lasse aus der Kita abholen. Später werden Kastanienmännchen gemacht und in einem kleinen Rollenspiel geht es um das Thema „Geheimnisse“. 
    Ganz hinten im Buch gibt es eine gemeinsame Übung, bei der es um Situationen geht. Das Thema, das in diesem Pappbilderbuch besprochen wird, ist nicht einfach zu erklären, denn man kann leider den Menschen nicht ansehen, was sie mit dem Kindern machen werden. Da heißt es sensibel damit umgehen und hier werden anhand von Beispielen einige Situationen dargestellt. In ersten Linie ist es wichtig, die Kinder zu sensibilisieren und da kann uns dieses Buch sehr gut unterstützen.
    In jedem Buch dieser Reihe gibt es QR-Codes mit Erklärungen für die Erziehenden.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ein Jahr im Muminhaus

    Ein Jahr im Muminhaus

    Inspiriert von den Werken von Tove Jansson

    Filippa Widlund

    Aus dem Englischen von Bernd Stratthaus

    annette betz

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon diese Aufmachung diese Buches ist kaum zu toppen, man öffnet die kleine grüne Schleife an der Seite des Buches und dann kann man das Buch zu einem runden dreidimensionalen Karussell auseinanderklappen. Mit dem Band wird es dann fixiert und wir können es drehen und anschauen. 
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    Zunächst wird es Frühling und Mümmla und ihre 34 Kinder kommen zu Besuch. Mumin wartet auf den Schlüpferich. Im Laufe des Frühlings wird aus den Pflanzen ein Dschungel, den wir vorne sehen, weiter hinten im Haus wird vorgelesen. Es wird Mittsommer und alle feiern und sitzen essend um den großen Tisch. Dann wird es Herbst und der Dampfkochtopf steht auf dem Herd, um Marmelade einzukochen. Die warmen Erdfarben werden kühl und der Winter kommt. Auf dem letzten Bild sehen wir einen Tannenbaum.
    Die Texte sind immer sehr kurz und beziehen sich auf die jeweilige Jahreszeit. Es werden einige Namen genannt, die Muminkenner sicher besser zuordnen können als ich. Alle Illustrationen sind sehr schön gestaltet und sie kommen dadurch, dass wir sie in mehreren Schichten sehen können, besonders gut zur Geltung. Ein zauberhaftes Buch, in dem es sehr viel zu entdecken gibt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Das Neinhorn ABC

    Das Neinhorn ABC

    Marc-Uwe Kling

    Astrid Henn

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Dieses Buch wird alle Neinhorn-Fans begeistern, denn hier treffen wir viele Bekannte wieder. Schon das Cover zeigt uns das Neinhorn mit einem ABC-Schild.
    Und dann starten wir mit dem A!
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    Der ABÄR mit seinem ständigen „Aber, aber…“ ist hier zu sehen. Natürlich ist bei B der BIBBER, dem immer kalt ist, abgebildet. „Immer lockeer bleiben“ fordert uns bei C das ChinCHILLMAL auf. Der PLAPPERgei ist bei P unterwegs und ein UNFAIkel sehen wir bei U.
    Kleine spaßige Kostproben aus diesem besonderen und sehr witzigen ABC. Keine Ahnung, ob die Kinder das Alphabet so lernen, aber sie werden Spaß haben und hin und wieder laut lachen und das ist ja auch etwas sehr schönes, oder?
    Klein, witzig und mit gewohnt tollen Bildern, auch ein hervorragendes Mitbringsel.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mit Freude helfen

    Mit Freude helfen

    Dalai Lama

    Tisha Lee

    DK Verlag Kids

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Dieses Pappbilderbuch, auf dessen Cover ein Kind mit Brille und Hund zu sehen ist, wird als „Meditation für Kinder“ beschrieben und zeigt auch das Bild des Dalai Lamas. Mittels eines QR-Codes kann es auch gehört werden. 
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    Zunächst wird das Kind aufgefordert, sich bequem hinzusetzten. Danach geht es um Liebe, um Menschen, die wir lieben und Wege, diese Liebe zu zeigen. Darum, anderen Freude zu machen. Um die Umwelt und alle anderen Lebewesen, kleine Taten, die glücklich machen und das Glück, das weitergetragen zu uns zurückkehrt. Zum Schluss können wir ein Gebet des Dalai Lamas lesen, das er selbst täglich spricht.
    Hier werden schon Kita-Kinder aufgefordert, zu meditieren, mit ganz einfachen ruhigen Sätzen wird mit ihnen über Liebe und dem liebevollen Miteinander, der Fürsorge für die Natur und der Welt als besseren Ort berichtet. Sicher können so Kinder zur Ruhe kommen und ein wenig in sich ruhen.

    Dagmar Mägdefrau


  • Schweinehundi – Schrecklich unwiderstehlich

    Schweinehundi – Schrecklich unwiderstehlich

    Juli Wind

    Meike Töpperwien

    FischerSauerländer

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Der Hund mit der spitzen Schnauze schaut uns schon eigenartig grinsend vom Cover an und sein Lieblingssatz „Verlasst euch auf mich!“ ist hier auch schon zu lesen. Der Untertitel „schrecklich unwiderstehlich“ passt leider nur zu sehr.
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    Die Familie Bauer-Mati lebt nach festen Regeln, jede Woche schreibt Mama eine Liste, die die Aufgaben der Familienmitglieder beinhaltet. Es wird gemeinsam gekocht, sonntags morgen joggen die Eltern schon vor dem Frühstück und die Kinder haben feste Termin wie Hockey spielen.
    Als die Kinder sich eines Morgens vor der Tür die Schuhe anziehen wollen, sitzt dort ein sehr dünner Hund auf der Matte. Er stellt sich als Schweinehundi vor und möchte Frühstücken. Dass Schweinehundi spricht, scheint niemanden zu verwundern und dass er zum Frühstück Schokoladenstreusel, die es nur sonntags gibt, verlangt auch nicht. Er bezeichnet Schokolade als wichtigen Energieträger und so sitzen bald alle zusammen wieder um den Frühstückstisch. Dann überredet Schweinehundi die Familie Schule und Homeoffice zu schwänzen und Minigolf zu spielen. Mama meint, es wäre „ausnahmsweise“, allerdings werden solche Aktionen bald zur Regel. Pünktlichkeit, Sauberkeit und Ordnung bleiben auf der Strecke, dafür kommt regelmäßig der Pizzabote und statt Joggen gibt es Kuchen.
    Kennen wir nicht alle so einen Schweinehundi, aber meist ist nach einiger Zeit damit Schluss. In dieser Familie eskaliert die Lage aber über Wochen immer mehr. Bis die Kinder, besonders die kleine Tochter Neneh klar erkennt, dass es so nicht weitergehen kann und Oskar sich nach dem Hockeyteam sehnt.
    Eine witzige Geschichte mit ebensolchen Bilder. Da hat die ganze Familie ihre Freude und kann sich königlich amüsieren. Ich hoffe nur, dass Schweinehundi nie bei uns klingelt und wir seinem Charm erliegen, denn er ist schrecklich unwiderstehlich.

    Dagmar Mägdefrau

  • Gäähn! – Ket &Keks

    Gäähn! – Ket &Keks

    Robert Scheffner

    annette betz

    Verlagsempfehlung ab 24 Monate

    Dieses Pappbilderbuch zeigt schon auf dem Cover ein riesiges Gesicht, das mit offenem Mund gähnt. Dieses runde Gesicht gehört zu Keks, daneben sehen wir eine Katze.
    Das Zu-Bett-Geh-Ritual wird beschreiben und Keks streckt sich, er ist müde.
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    Keks schafft es nicht, über den hohen Rand der Keksdose zu klettern. Doch Ket, die Katze hilft ihm, obwohl sie selbst sehr müde ist. Sie basteln eine Leiter und so landet Keks in der Dose, doch dort findet er es nicht gemütlich und die müde Ket hilft ihm wieder. Dann entdeckt Keks das Nachtlicht über dem Katzenkorb und er will auch so ein Licht. 
    Und nach einigen anderen Problemen, die alle kennen, die ein Kind ins Bett bringen, schlafen beide zusammen im Katzenkorb.
    Ich habe nur die Befürchtung, dass unsere Kleinen hier noch neue Ideen entdecken, wie sie das Schlafen verzögern können. Aber das Buch zeigt auf humorvolle Weise, wie es in vielen Schlafzimmer zugeht. Einfache Bilder, kurze Texte.

    Dagmar Mägdefrau


  • Ich und alle meine Ichs     

    Ich und alle meine Ichs     

    Andreas Thamm

    Melina Lebel

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Da sehen wir den kleinen Jungen forsch übers Cover laufen und im Hintergrund sehen wir seine Schatten, die er in der Vergangenheit und in der Zukunft wirft.
    Sam stellt sich uns vor und er ist fast so groß wie drei Kisten Apfelsaft, die neben ihm stehen.
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    Seine Mama misst ihn an der Wand und macht einen Strich, denn Sam hat einen Schuss gemacht. Dann zeigt sie ihm Bilder als Baby in der Badewanne, ohne Zähne und mit wenig Haaren. Wir sehen ihn krabbeln und den jetzigen Sam einen Handstand machen. Seine Mutter packt das Handy mit den Bildern weg und Sam hat nun Bilder in seinem Kopf. Da erlebt er einiges, wächst und fährt vielleicht Motorrad. Dann überlegt er sich, wie es wäre, wenn er so alt wie Papa ist und er hat da einige tolle Ideen. Da Opa es am besten findet, in Rente zu sein, hat Sam auch für diese Zeit Möglichkeiten, was er tun könnte. Wunderschön ist dann die Doppelseite, auf der Sam über seine verschränkten Arme auf die kleinen Sams schaut, die vor ihm gezeichnet sind. Es ist einfach toll, mit wieviel Optimismus er auf seine Zukunft schaut.
    Ich glaube, dass sich die Kinder hin und wieder vorstellen, wie das Leben weitergeht und hier wird die Vorstellung von wunderschönen Bildern begleitet. Wir erkennen unseren Sam in allen anderen Sams wieder und freuen uns mit ihm auf das, was kommt. Nach der Lektüre können wir zusammen weiterspinnen und uns selbst Bilder machen. Einfach herrlich!

    Dagmar Mägdefrau
  • Wie der riesige, miese Monsteralbtraum ein Kind fand, das ihn zu Ende träumt 

    Wie der riesige, miese Monsteralbtraum ein Kind fand, das ihn zu Ende träumt 

    Gundi Herget

    Mele Brink

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Da sehen wir ihn schon sitzen, den Monsteralbtraum. Er schaut mit einem Fernglas auf die Häuser und hält einen kleinen Teddy im Arm. Da sitzt er auf dem nächsten Bild auf einem Kissen und in der Denkblase steht „Ich will endlich wissen, wie ich ausgehe!“ 
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    Und genau das ist sein Problem, denn die Träumer werden immer wach, bevor der Traum zu Ende geht. 
    Es wird Abend und das Monster lauert auf einem Dach und lauscht, wie die Kinder zu Bett gehen. Wir erfahren, wie unterschiedlich die Kinder sich verhalten und sehen das Traummonster, wie es sich in die Träume drängelt. Das Bild, auf dem der Junge schlafend im Bett liegt und das Monster immer wieder aus seinem Traum wirft, ist einfach sooo schön. Meist wachen die Kinder aber auf, wenn er sich in ihre Träume stiehlt und auch da werden uns Beispiele gezeigt. Aber auch Albträume gibt es in unterschiedlichen Variationen und die werden auf der nächsten Doppelseite beschrieben und gemalt. Und dann lernen wir Julian kennen, der sich nie an seine Träume erinnert und die deshalb nicht seinen Mitschülern erzählen kann.
    Niemand will einen riesigen miesen Monsteralbtraum erleben, aber in diesem Buch sehen wir den Albtraum aus der Sicht des Monsters und vielleicht lohnt es sich ja, nicht aufzuwachen und das schöne Ende des schlimmen Traumes zu erleben.
    Neben den fantasievollen Illustrationen konnte ich hier eine ungewöhnliche Geschichte lesen und es ist einfach toll, „den riesigen, miesen Monsteralbtraum“ vorzulesen, da wird die Stimme automatisch ein wenig unheimlich.

    Dagmar Mägdefrau

  • Heute fahren wir nach Anderswo   

    Heute fahren wir nach Anderswo   

    Klaus Baumgart

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir die beiden Kinder in dem gemalten Auto losfahren. Das kleine Mädchen hat den roten Stift in der Hand.
    Klaus Baumgart wird uns als Autor vorgestellt und er sitzt zusammen mit seinem Oskar in einem gemalten Auto, denn dieser Enkel hat ihn beim Illustrieren des Buches unterstützt.
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    Und dann sehen wir den Jungen im Buch, der auch Oskar heißt, er langweilt sich. Da sieht er das Mädchen und sie hat „Elfenkreide“ dabei. Obwohl Oskar meint, „So was gibt es doch gar nicht“, schaut er ihr beim Malen zu. Und schon ist da das rote Auto zu sehen, in das die beiden einsteigen und nach Anderswo fahren. Sie fahren hoch und runter und Oskar spürt das im Magen. Es geht rein und raus, sie sind groß und klein, langsam und schnell. Aber dann taucht ein Riese auf und der hilft ihnen weiter, weil sie sich verfahren haben. Nach dem tollen erlebnisreichen Tag liegt Oskar im Bett und denkt an Morgen.
    Die real gezeichneten Kinder bewegen sich in einer von Kinderhand gemalten Welt und dieser Gegensatz fasziniert mich sehr. Die Kinder werden sich in den Zeichnungen wiederfinden und können selbst so eine Welt erfinden und zeichnen. Was kann da nicht alles entstehen? Ein Bilderbuch voller Abenteuer und über eine ganz liebevolle Freundschaft.

    Dagmar Mägdefrau



  • Stock & Stein   

    Stock & Stein   

    Anna-Kathrin Behl

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem fröhlich bunten Cover sehen wir einen kleinen runden grauen Stein und einen kleinen geraden Stock. Diese beiden sehen wir im Dunkel einer Kinder-Jackentasche wieder. Hier liegen sie zusammen mit einigen anderen Dingen, die Kinder gerne in ihren Taschen sammeln. 
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    Auf der nächsten Seite sehen wir sie bei Licht und dann kommt eine „große erwachsene Hand“ und wirft unsere beiden Freunde vor die Tür, denn die Jacke soll gewaschen werden. Der Stein hat eine Menge Fantasie und überlegt, was alles mit ihnen geschehen könnte. Das sind sehr schöne Ideen, aber auch beängstigende. Zum Glück landen sie am Ende wieder in der Tasche der Kinderjacke. Was für ein Glück.
    Kennen wir das nicht alle, da hat das Kind wieder so viel Kempel in seinen Taschen? Zum Glück wirft die Hand die beiden nicht in den Müll, sondern zurück in die Natur. Ich fand es herrlich zu lesen, was sich die beiden einfallen lassen, was alles passieren könnte. Die meisten der kurzen Texte stehen in Sprechblasen und die Zeichnungen zeigen trotz der einfachen „Gesichter“ sehr schön die Mimik und die Gefühle der beiden. Also nie Sachen aus den Kindertaschen achtlos wegwerfen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Abenteuer Akademie – Das Grimm-Geheimnis – Band 1    

    Abenteuer Akademie – Das Grimm-Geheimnis – Band 1    

    Thilo

    Daniel Lieske

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Belle, Connor, Somi und Oliver besuchen eine besondere Schule des Adventure Club of Europe (ACE). Als sie eines Abends sturmfrei haben, wird Oni von der Organisation BONE entführt, damit er bei der Lösung eines alten Rätsels helfen soll. 
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    Doch die beiden Jungen und das Mädchen zögern nicht lange: Sie machen sich selbst auf die Suche und folgen den Spuren eines Geheimnisses rund um Grimms Märchen „Rotkäppchen“, um ihre Freundin zu befreien.
    Zu Beginn fiel es mir etwas schwer, den Überblick über die verschiedenen Figuren und Organisationen zu behalten. Nach dieser kurzen Eingewöhnungsphase entwickelte sich die Geschichte jedoch zu einem spannenden Leseerlebnis. Besonders gut gefallen hat mir die gelungene Einbindung der Märchen der Gebrüder Grimm in eine moderne Abenteuergeschichte.
    Am Ende jedes Kapitels wartet zudem ein Rätsel, das auch von jüngeren Leserinnen und Lesern – etwa ab acht Jahren – gut gelöst werden kann und die Handlung auf spielerische Weise ergänzt. Die Illustrationen unterstreichen mit ihrem leicht dunklen Stil die Atmosphäre der Geschichte und passen hervorragend zum Inhalt.
    Insgesamt ist es ein spannendes und liebevoll gestaltetes Buch, das sich besonders für fortgeschrittene Erstleser eignet.

    Katrin Hemmerich

  • Pepper  

    Pepper  

    Nils Mohl

    Rotfuchs

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir Pepper mit ihrem roten Notizbuch, in dem alle Fragen stehen, die sie ihrem Vater stellen wird, sobald sie weiß, wer er ist.
    Die Frage nach ihre Vater stellt Pepper ihrer Mutter immer wieder, doch erst als sie schon 17 ist, gibt sie ihr überraschenderweise den Namen auf einem Zettel: „Kimme“.
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    Ihre Mutter ist Politikerin und die beiden wohnen sehr feudal in der HafenCity in Hamburg. Bald erfährt sie, dass ihr Vater, der in jungen Jahren als Musiker eine gewisse Berühmtheit erlangt hatte, immer noch mit seinen Bandkollegen in einer WG wohnt. Da macht sie sich auf, um dort in ein freies Zimmer zu ziehen. Ihre Mutter und ihr Freund August raten ihr ab, doch Pepper möchte ihren Vater erstmal inkognito kennen lernen. Ihr Vater ist ein eigenwilliger Typ, dass kann sie schon an seiner Kleidung erkennen, aber auch seine schroffe Art und seine weisen Kommentare bringen wenig Nähe. Als er dann Pepper unter Druck setzt, sie müsse eine riesige Einweihungsparty organisieren, ist diese völlig überfordert. Denn sie ist ein ruhiges jungen Mädchen, das wenig Freunde hat und nie auf wilde Partys geht.
    „Kann man vermissen, was man nie hatte? – Wie würde es wohl klingen, wenn du meinen Namen sprichst?“ das sind Fragen, die Pepper in ihren Notizen stehen hat. Erst ganz am Ende wird sie Antworten bekommen, aber dann ist ihr Vater schon sterbenskrank.
    Jedes Kapitel beginnt mit einer grauen Seite, auf der wir Peppers Notizen lesen oder auf der deutsche Songtexte von der Band „Kimme & Popkorn“ stehen. Uns wird die Geschichte von Pepper erzählt, die ihren Vater immer direkt anspricht, wodurch für mich eine besondere Nähe zu spüren war. Der zunächst schroffe Kimme zeigt im letzten Teil doch noch viel Gefühl und die kurze Zeit, die den beiden bleibt, gibt Pepper sehr viel. Mir gefiel es auch sehr gut, dass das Verhalten der Mutter nicht zu einem Bruch geführt hat. Ein Buch mit vielen Facetten, neben den Jungen gibt es eine Truppe alternder Menschen und dann noch drei Senioren mit viel Witz und Lebenserfahrung. Eine hervorragende Mischung und ein Jugendroman, der gelesen werden muss.

    Dagmar Mägdefrau
  • Time Travellers – Safari mit Hindernissen – Band 3

    Time Travellers – Safari mit Hindernissen – Band 3

    Stephanie Gessner

    Simona Ceccarelli

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Das dritte Abenteuer der Klasse 6G startet mit einem Sprung, und sie landen direkt vor dem Tafelberg in Südafrika. Dort erleben sie wieder jede Menge Abenteuer – ob die Verfolgung durch die Chrononauts oder der Zeitsprung in die Vergangenheit. Auch ein drittes Klassentier zieht ein.
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    Mit viel Vorfreude habe ich die dritte Geschichte der Time Travellers begonnen und wurde nicht enttäuscht. Ich habe diesen Teil, wie die vorherigen Bände, quasi verschlungen! Es werden wieder viele wichtige Themen, wie die koloniale Geschichte in Afrika, integriert, und man erhält einige Informationen zu diesem Thema. Auch die Spannung wird langsam aufgebaut und bleibt bis zum Ende erhalten. Die Illustrationen auf dem Einband, wie auch im Buch sind wunderbar und passend zur Geschichte.
    Es ist nach wie vor eine tolle Reihe für Kinder ab 10 Jahren, die sich sehr gut lesen lässt. Für jüngere Kinder ist sie auch gut zum Vorlesen geeignet. Ich hoffe, wir können noch einige weitere Abenteuer mit der 6G, Frau Krachleder, Herrn Rosenkreuz und Mayumi erleben.

    Katrin Hemmerich

  • Ninas Monster – Falsch geliefert – Band 1

    Ninas Monster – Falsch geliefert – Band 1

    Rüdiger Bertram

    Mateo Dineen

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Nina ist ein Mädchen, das, weil es sehr klein ist und weil seine Eltern nicht viel Geld haben, in der Schule gemobbt wird. Da sie aber auch sehr ängstlich ist, so traut sie sich nicht an dem bellenden Nachbarshund vorbei, wünscht sie sich ein Monster. Sie stellt sich vor, dass so ein großes Wesen sie beschützen und sie mit ihm kuscheln könnte.
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    Leider hat sie keine Ahnung, wie sie an sein solches Monster kommt. Da wird ihr ein Katalog direkt ins Gesicht geweht und dort werden einige Monster angeboten. Diese Angebote sind sehr witzig beschrieben und gezeichnet. Sofort entscheidet sich Nina für Walter, den blauen großen Zottel. Dass er wohl nicht gut in eine normale Wohnung passt, verdrängt sie zunächst. Aber die Monster kosten natürlich Geld, das Nina nicht hat, deshalb fragt sie zunächst ihre Eltern, die aber glauben, es handele sich um ein Stofftier. Die schrille Oma, die auf TikTok ihre Outfits postet, hat mehr Verständnis und auch eine Idee. Nina selbst versucht auf unterschiedlichste Art an Geld zu kommen und sie wird dabei immer mutiger.
    Eine verrückte Geschichte, die sich da Rüdiger Bertram wieder ausgedacht hat. Eine Firma, die Monster im Dschungel fängt und in viel zu engen Käfigen hält, um sie dann zu verkaufen. Und Nina, das zu Anfang ängstliche Mädchen, das für die Monster immer mutiger wird.
    Dazu die wirklich toll gestalteten Illustrationen von Mateo Dineen, dessen Bilder mich in „Monsta“ schon begeistert haben. Ich bin gespannt, was Nina mit den Monstern noch erleben wird.

    Dagmar Mägdefrau
  • Die Lese-Rakete

    Die Lese-Rakete

    Anne Rummenie

    Nora Fuchs

    Duden

    Verlagsempfehlung ab 1. Klasse

    Das Cover zeigt die Rakete, aus deren Fenstern einige Protagonisten herausschauen. Die Leser*innen werden als Astronauten und Astronautinnen angesprochen und aufgefordert, das Lese-Universum zu erobern. Zur Unterstützung wurden die Worte in unterschiedlichen Farben gedruckt.
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    Dann wird abgehoben, die Geschichten bestehen lediglich aus wenigen kurze Sätzen und einem passenden bunten Bild. Dann geht es höher, das können wir an der Rakete am Seitenrand ablesen, die immer höher steigt. Jetzt haben die Geschichten schon bis zu zehn Sätze und es gibt wörtliche Rede und Nebensätze. Bei der Entdeckung fremder Welten tauchen schon schwierige, rot gedruckte Worte auf. Und Schwerelos bedeutet schon längere Texte, in denen noch mehr schwierige Wörter auftauchen.
    Die Geschichten sind sehr unterschiedlich und decken die verschiedensten Themen ab. Sicher wird nicht jeden alles interessieren, aber das ist ja immer so bei einer Mischung. Ich denke aber, dass Erstleser sich mit diesem Buch hervorragend steigern können und den Mut bekommen, selbst zu lesen.

    Dagmar Mägdefrau