• Geküsst wird nur, wer will!

    Geküsst wird nur, wer will!

    Henrike Lippa

    Katrin Dageför

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 18 Monate

    Die kleine Maus sitzt auf Papas Schoß und Mama gibt ihr liebevoll ein Küsschen so sehen wir es auf dem Cover. Doch schon auf der ersten Seite steckt das Huhn den Flügel nach dem Mäuschen aus, weil es findet, „…. du siehst ja zum Knuddeln aus!“ Das Mäuschen läuft weg und ruft „Nein, stopp! Ich halt nicht still. Knuddeln nur, wenn ich es will!“ Dieser Satz wird uns in Abwandlungen auf jeder Seite begegnen. 
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    Denn auch die Schlange will „einer Knutscher auf die Wange“. Der Elefant will ungefragt mit dem Lappen der Maus das dreckige Gesicht abputzen und der Hase legt dem Mäuschen die Pfote auf die Nase, auch er will Kuscheln. Der Hund hat schon die Lippen gespritzt und das Schwein will, dass sich die kleine Maus auf seinen Schoß setzt. Erst auf der letzten Seite ruft das Mäuschen „Ja, ich will!“ Denn da liegt es mit Papa und Mama im Bett. 
    Es ist so wichtig, den Kinder schon früh klarzumachen, dass sie das Verhalten von übergriffigen Freunden und Verwandten vehement ablehnen dürfen und sollen. Kein „Stell dich nicht so an.“ Sondern ein Unterstützen des klaren Neinsagen Dürfens.
    Mit klaren aussagekräftigen Illustrationen, in denen die Figuren zwar Tiere darstellen, die aber durch die Kleidung vermenschlicht wurden und deshalb für die Kinder auch Personen abbilden, wird hier die Thematik sehr schön erklärt. Die kleinen Reime mit der Wiederholung lesen sich hervorragend und kommen bei den Kleinen sehr gut an.

    Dagmar Mägdefrau

  • So leicht kommen wir nicht davon    

    So leicht kommen wir nicht davon    

    Dorit Linke

    Arena

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    Im August 1989 ist die gute Schwimmerin Hanna mit ihrem Freund Andreas über die Ostsee geflohen. Leider kam nur Hanna völlig ausgelaugt auf Fehrmann an und könnte bei ihrer Tante Brigitte in Bremen einziehen. Als die Grenze unerwartet geöffnet wird, kehrt sie zusammen mit der Tante nach Rostock zurück. Dort wird ihr vorgeworfen einfach gegangen zu sein und ein wenig wird sie auch als „Westdeutsche“ für die Probleme, die die Wende mit sich bringt, verantwortlich gemacht. 
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    In Hamburg trifft sie auf den ausgebürgerten Jensi, doch das erste Treffen gestaltet sich schwierig. Weil auch er Hanna für den Tod des gemeinsamen Freundes verantwortlich macht. Beide leiden unter dem Verlust und Hanna redet im Text immer wieder mit Andreas, der so vieles mit ihr erlebt hat. Dadurch wurde mir immer klarer, wie schrecklich das Leben in der DDR besonders für den unangepassten Jugendlichen gewesen sein musste. Hanna fühlt sich in Rostock nicht mehr zu Hause und nachdem sie die Angriffe auf die Ausländer in Lichtenhagen erlebte, kann sie die ehemalige Landsleute nicht mehr verstehen. Als sie den Opa und Jensi nach Schottland begleitet, kann sie dort finden, was sie gesucht hat. 
    Die Geschichte wird ein wenig sprunghaft erzählt, trotzdem konnte ich sehr gut verfolgen, wie Hanna die 1990er Jahre erlebt hat. Da sind die Vorwürfe und die Trauer über den Tod von Andreas, das neue Leben in Bremen und Berlin, die Ablehnung und Kälte der Mutter, das Verstehen der Tante und das Kennenlernen ihrer Freundin Susan.
    Ich habe das Buch mit viel Neugier gelesen und vieles erfahren, was mit vorher nicht so klar war. Dorrit Linke hat vieles, dass inzwischen verklärt gesehen wir, geradegerückt. Ich kann allen, die die Zeit nicht erlebt haben, dieses Buch ans Herz legen, aber auch für Menschen, wie mich, die alles von Weitem aus dem Weste erlebt haben, erfahren hier viel Interessantes. Unbedingt auch das Nachwort lesen und die Erklärungen zu vielen Begriffen. Sicher lohnt es sich auch die Playlist anzuhören, denn auch Musik ist Zeitgeschichte.
    Ein sehr ehrliches Buch mit einer klaren politischen Aussage.

    Dagmar Mägdefrau
  • Stock & Stein – Eine Tasche voller Herbst 

    Stock & Stein – Eine Tasche voller Herbst 

    Anne-Kathrin Behl

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Was Kinder so alles in ihren Taschen herumtragen, ist erstaunlich. Nachdem wir im ersten Teil die Abenteuer von Stock und Stein miterleben durften, weil sie zum Glück nicht mit in die Waschmaschine mussten, erleben wir nun mit ihnen den Herbst. Schon auf dem Cover sehen wir die Kastanie, die als erstes zu ihnen in die Tasche wandert. 
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    Die Kastanien, die noch in ihrer stacheleigen Schale am Baum hängen, sind ganz aufgeregt, weil sie bald herabfallen und sie überlegen, was sie alles werden könnten. Nur die Kastanie, die in der Tasche landet, ängstigt sich davor schrumpelig zu werden. Dann würde sie im Müll landen. Aber Stein setzt sich die stachelige Schale auf und wird so zum Igel. Es finden noch eine Eichel, Zapfen, Ahornnasen und Bucheckernhüllen den Weg in die Tasche. 
    Auf der letzten Seite sehen wir fantasievolle Basteleien mit den Waldfrüchten, denn am Ende bleiben Stock und Stein allein zurück und sie haben wieder ihre Ruhe.
    Es wird sehr ideenreich erzählt, was da in dieser Jackentasche geschieht, voller Fantasie nutzen die zeitweiligen Bewohner die Naturmaterialien, um sich zu verändern. Sicher werden die Kinder im Wald nach den Teilen suchen und ausprobieren, was sie im Buch gesehen haben. Neben den kurzen Textteilen und den Comicblasen gibt es wieder sehr schöne Illustrationen vom Tascheninhalt. Sicher wird das Buch genauso begeistert gelesen, wie der erste Teil.

    Dagmar Mägdefrau

  • Bella Karamella – Ein bonbonsüßer Rettungsplan – Band 2                         

    Bella Karamella – Ein bonbonsüßer Rettungsplan – Band 2                         

    Gundi Herget

    Barbara Korthues

    Fischer-Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Die kleine Naschhexe saust mit ihrer Haarbürste über das Cover während Elfie und die M&Ms zu Fuß hinterherlaufen. 
    Elfie und ihre Mama haben von Christel und Hans die Leckerei übergeben bekommen, denn die beiden wollen endlich große Reisen machen. Zu Beginn das Buches ziehen Mutter und Tochter ein und freuen sich auf ihre neues Leben.
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    Wir lernen zusammen mit Elfie, die meist im Laden steht und dort, weil sie so gut rechnen kann, sehr gut klarkommt, die Kundschaft kennen. Aber es taucht auch ein eigenartiges Paar auf, das nicht kauft und nur schaut. In er Schule gibt es eine schlimme Überraschung, denn eine neue Lehrerin übernimmt die Klasse, Emmelie Über! Leider ist der Name Programm und alle Kinder der Klasse bekommen schlechte Noten und Einträge ins Klassenbuch. Auch die nette Direktorin kann daran nichts ändern. Dann kommt auch noch ein Brief an Hans und Christel an, den Elfie öffnen darf und so erfährt sie, dass der Pachtvertrag schon in eine paar Tagen ausläuft und sie die Leckerei schließen müssen. 
    So Spannung und Unglück ist ja kaum zu ertragen. Ich habe mit Elfie gelitten, die die Problem zunächst vor ihrer Mutter verheimlicht und versucht sie mit Hilfe ihrer beiden Freunde zu lösen. Ich glaube ich verrate nicht zu viel, wenn ich hier schreibe, dass am Ende alles gut wird und natürlich hat Bella Karamella dazu ihren Beitrag geleistet. Wie schön, wenn man eine kleine Freundin mit magischen Fähigkeiten hat, aber noch toller sind die Freunde, die Elfie ohne Magie unterstützen und das sind hier eine ganze Menge.
    Dieser zweite Band ist an Spannung kaum zu überbieten und wie sich am Ende alles klärt, da muss man auch erst draufkommen. Dazu die zauberhaften Illustrationen und die wunderschönen Bonbons spürte ich fast auf der Zunge, so gelungen sind sie.

    Dagmar Mägdefrau


  • Milla Gorilla

    Milla Gorilla

    Lotte Schweizer

    Anke Verena Klug

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Die fröhliche kleine Milla sitzt auf ihrer Schaukel in ihrem wunderschön eingerichteten Zimmer in dem Haus mit den netten Nachbarn.
    Dieses sehr gemütliche Haus und seine Bewohner werden uns zuerst vorgestellt, weiter geht es mit Milla, die ein ganz besonderes Gorilla-Mädchen ist. Ihre ständige Begleitung ist eine Kuschelbanane mit Namen Nani.
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    Das Wort „Gleich“ wird unterschiedlich benutzt und darum geht es in dem Kapitel in dem Benni und seine Mama einziehen. Sehr schön ist die Szene, in der die beiden Kinder Ninas Gelbfieber behandeln. Milla besucht dann Benni und die beiden zaubern im Sandkasten, dabei verzaubern sie den Hausmeister in einen Frosch.
    „Milla hätte man gerne zur Freundin“, dieser Aussage kann ich nur aus vollem Herzen zustimmen. Sie ist so ein liebenswertes kleines Mädchen und die Bilder in den sie sich an ihre Mama schmiegt sind herzallerliebst. Sie benimmt sich auch wie ein kleines Kita-Kind, da ist sie auch mal wütend und macht ihren Opa ebenfalls wütend. Ich denke die Kinder werden sich da gleich erkennen und vergessen, dass die Protagonisten alle Tiere sind.
    Die Leseempfehlung von drei Jahren setzt voraus, dass die Kinder schon etwas Vorleseerfahrung haben, aber sie werden die Geschichte lieben, denn sie berichtet von ihrem Alltag und dazu gibt es ganz liebevoll gezeichnet Illustrationen. Ein wundervolles Buch, das ich gerne empfehle.

    Dagmar Mägdefrau
  • Wer stahl dem Wal das Abendmahl?

    Wer stahl dem Wal das Abendmahl?

    Michael Roher

    luftschacht

    Gedichtband für Erwachsene Leser

    Vorne auf dem Buch sehen wir einen Wal und hinten auf dem Buch die „ziemlich schwere Adelheit“. 
    „Adelheit ist ziemlich schwer,
    deshalb liebt Adelheit das Meer,
    denn das Meer trägt auch
    die Schwersten, als ob sie
    leichte Grazien wären.
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    Auf jeder Seite im Buch sehen wir unterschiedliche Tuschezeichnungen und dazu ein meist kurzes Gedicht. Diese Gedichte zeigen viel Humor und Witz, da geht es um einen hungrigen Löwen, dessen Frau Vegetarierin ist und ihm Müsli anbietet. Es gibt viele Gründe, weshalb ein Mädchen nicht aufräumen kann, und wir staunen, weil Fischer Hans einer Gans nachfliegt. Wir lernen Peter kennen, der gerne Räuberhauptmann werden möchte und Siegfried, der weil er gegen Krimhild verliert und deshalb nicht mehr mitspielt.
    Die Themen sind vielfältig und meist bringen sie ein Lächeln auf unsre Lippen. Michael Roher ist da einfach ein Meister seines Fachs und er schafft es seine Reime so wunderschön zu schreiben, dass das Lesen viel Spaß macht.

    Dagmar Mägdefrau
  • Bookmän – Alles Konfetti – Band 1

    Bookmän – Alles Konfetti – Band 1

    Rüdiger Bertram

    Dominik Rupp

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Nominiert für den Deutschen Kinderbuchpreis 2024

    Matteo verbringt seine Freizeit in der Bücherei, hier kann er in Ruhe stöbern und sich seine Lieblingsbücher aussuchen. Herr Steinschweiger, der Leiter der Bibliothek, war früher Spieler in einem Bundesligaverein und sein Wortschatz ist der eines Fußballers. So erschallt sein Ruf „Zickezacke! Zickezacke! Buch, Buch, Buch“ laut durch den Raum. 
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    Dann entdeckt Matteo ganz oben im Regal ein rot leuchtendes Buch und er macht sich an den Aufstieg, um es sich anzuschauen. Dank seiner Fantasie stellt er sich vor, den Mount Everest zu besteigen. Doch erst mit der Hilfe von Kim schafft es Matteo, das Buch in die Hand zu bekommen. Zu seinem Erstaunen steht aber kein Text in den Buch, lediglich in der Mitte befindet sich eine Silberfolie und als Matteo auf diese schaut, verwandelt er sich in Bookmän, einem Superhelden, der sogar fliegen kann.
    Eine magische Verwandlung, die Matteo zunächst etwas überfordert, aber Kim, die in einer Mädchenmannschaft Fußball spielt, bringt Matteo so weit, seine möglichen Fähigkeiten zu erforschen. Ein Abenteuerbuch, in dem ein eher ruhiger Junge zum Superhelden wird, der einem Superschurken das Handwerk legen muss. Zusammen mit Kim stellt er sich den Herausforderungen und dabei gibt es auch eine Menge zu schmunzeln.
    Neben den größer gedruckten Buchstaben gibt es viele gezeichnete Illustrationen, die das Lesen sicher noch einfacher machen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Zu Fuß

    Zu Fuß

    Michael Roher

    luftschacht

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    DIE BESTEN 7, Juni 2026 (deutschlandfunk)

    ORF Kids Bestenliste April 2026 Platz 1

    Kröte im April 2026 (STUBE)

    In Grün mit gelber Schrift ist das Cover gestaltet und das Buch ist in diesen Farben gehalten. Es geht um den etwas beleibteren Herrn Mandelmus, der selbst seinen Dackel Julius nie zu Fuß Gassi führt. Denn „Herr Mandelmus geht nie zu Fuß.“ Doch dann schaut er aus dem Fenster auf die Menschen, die zu Fuß unterwegs sind. 
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    Da ruft er „Ich tu´s, ich gehe heute mal zu Fuß.“  So erlebt Herr Mandelmus einen sehr bewegten Tag und ich bin einfach fasziniert auf was sich alles sein Name reimt. 
    Wir begleiten Herrn Mandelmus in den Zoo, zu den Gnus, sehen Wasserratten mit Tattoos, erleben einen Regenguss und fragen uns am Ende, „Geht er morgen wieder?“
    Die Illustrationen sind trotz der farblichen Einschränkung sehr bunt, der gereimte Text wiederholt immer wieder „Herr Mandelmus geht heut zu Fuß“ und diese Wiederholungen sind für Kinder ein großer Spaß. Ein fröhliches Buch mit wundervollen und immer wieder überraschenden Reimen. Es macht einen Riesenspaß Herrn Mandelmus durch den Tag zu begleiten.

    Dagmar Mägdefrau

  • Abenteuer Akademie – Der Schatz von Saba – Band 2

    Abenteuer Akademie – Der Schatz von Saba – Band 2

    Thilo

    Daniel Lieske

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre


    Auf dem Cover sehen wir die vier Kinder, die im Buch noch einmal mit all ihren ungewöhnlichen Eigenschaften vorgestellt werden. So hat Belle ein fotografisches Gedächtnis, Connot ist ein talentierter Meisterdieb, Oliver ein Forscher und Erfinder und Oni hat magische Fähigkeiten und sie kann mit Tieren sprechen.
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    Diesmal machen sich die vier mit ihrem Lehrer auf den Weg nach Äthiopien, der Heimat von Oni, hier hin sollen sie eine Figur der Königin von Saba zurückbringen. Sie finden diese Figur in einem Kasten, der nur mit einem Code zu öffnen ist, denn schwarze Magie macht sie zu einer Gefahr. 
    Es gilt viele spannende und gefährliche Abenteuer in der äthiopischen Landschaft zu bestehen und wir müssen zusammen mit den Abenteurern einige Escape-Rätsel lösen, die nicht immer so ganz einfach sind. Allerdings klärt das Folgekapitel sie meist auf. Das Papier, auf das der Text in großen Buchstaben gedruckt ist, ist ganz leicht beige eingefärbt, dadurch wirkt alles ein wenig gealtert.
    Die Spannung reißt im Laufe der Geschichte nicht ab, immer wieder tauchen neue Gefahren auf, die gemeistert werden müssen. Aber es gibt durchaus auch humorvolle Szenen, besonders, wenn die KI sich sehr menschlich verhält. Die Bilder sind passend zum Stil das Buches gezeichnet und oft beinhalten sie die Rätsel, die zu lösen sind.

    Dagmar Mägdefrau

  • Rory Shy, der schüchterne Detektiv – Der geheimnisvolle Fall der Braut – Band 8

    Rory Shy, der schüchterne Detektiv – Der geheimnisvolle Fall der Braut – Band 8

    Oliver Schlick

    ueberreuter

    Leseempfehlung ab 10 Jahre

    Auf Rory Shy, den schüchternen Detektiv, und seine smarte Assistentin, die dreizehnjährige Matilda, wartet erneut ein spannender Fall. Während eines Sektempfangs am Vorabend einer Hochzeit im Wasserschloss Mück stürzt die Braut von einem Balkon in den Wassergraben. Sie überlebt den Sturz, kann sich jedoch an die Ereignisse des Abends nicht mehr erinnern. Für den Bräutigam Rafael Danzer steht fest, dass es kein Unfall gewesen sein kann. Er bittet Rory Shy, Nachforschungen anzustellen
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    Da das Nostalgie-Hotel Wasserschloss Mück exklusiv für die Hochzeitsgesellschaft reserviert ist, konzentrieren sich Rory und Matilda ganz auf die geladenen Gäste. Bei ihren Nachforschungen kommen nach und nach einige Geheimnisse ans Licht.

    Bereits zum achten Mal ermitteln Rory Shy und Matilda gemeinsam. Und wie in den vorherigen Fällen, ergänzen sich die beiden hervorragend – Rory Shy mit seiner besonderen Kombinationsgabe und Matilda, die zupackende und hartnäckige „Frau fürs Grobe“. Dem achten Fall ist ein Kapitel vorangestellt, in dem Matilda beschreibt, was für sie einen guten Krimi ausmacht: Ein Fall, bei dem die Spannung über einen längeren Zeitraum gehalten wird und die Auflösung weniger vorhersehbar ist. Ansprüche, die der „Geheimnisvolle Fall der Braut“ voll und ganz erfüllen. Ich habe das Buch in kurzer Zeit verschlungen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie der Fall ausgeht.

    Wer die bisherigen Abenteuer von Rory Shy kennt und mag, wird auch an diesem Band seine Freude haben. Aber auch Leserinnen und Leser, die Rory Shy bislang noch nicht kennen, können problemlos mit diesem Fall einsteigen und sich auf einen spannenden Detektivroman mit viel Humor freuen!

    Beate Böhm
  • Ada jagt ein Phantom

    Ada jagt ein Phantom

    Bernadette Konzett

    Horst Krieg

    Bibliothek der Provinz

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    Ada ist zusammen mit ihrer Mutter zu einem Seminar auf einem Schloss gefahren und hat ihren Freund Zabiullah mitgenommen, denn es wird auch ein Workshop für Kinder angeboten. Da soll ein Buch erstellt werden, beginnend mit dem Schöpfen des Papiers bis zum Buch. So lernt Ada die Geschwister Johanna, Leo und Rose kennen. Sie leben zusammen mit ihrer Mutter Barbara in dem Schloss. Als eines Nachts die Bibliothek mit wertvollen Erstausgaben abbrennt, machen sich die Kinder als Detektivklub „Dunkle Augen“ auf die Suche nach dem Verursachen.
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    Schnell haben sie einen Verdacht, dem sie nachgehen. Doch dann bekommt Barbara einen anonymen Brief, der sie beschuldigt nicht genügend auf ihre Kinder zu achten. Da diese Drohung Barbara sehr verunsichert, werden die Ermittlungen der Kinder immer dringender.
    Neben den cleveren Ideen, die Ada immer wieder hat und für die Zabiullah sie sehr bewundert, muss Ada mit ihrer Eifersucht kämpfen, denn Zabiullah verbringt immer mehr Zeit mit dem im Rollstuhl sitzenden Leo. Mir gefiel es sehr gut, diese Gefühle, gegen die Ada ankämpft, aus ihrer Sicht genauestens beschrieben zu bekommen. Auch ihre Sicht auf ihren und den Vater der Schlosskinderfand ich sehr interessant.
    Die Spannung ging trotz der vielen Windungen nicht verloren und am Ende hat mich dann die Lösung doch etwas überrascht.
    Am Rande war auch die Hautfarbe Zabiullahs und die Behinderung von Leo ein Thema.
    Ich habe das Buch sehr gut lesen können und die kleinen feinen Zeichnungen haben noch zusätzlich zum Verständnis beigetragen. Ich bin sehr gespannt, was Ada noch für Abenteuer zu bestehen hat.

    Dagmar Mägdefrau

  • Pizza Piet –Zweimal Quatsch mit Soße- Band 2     

    Pizza Piet –Zweimal Quatsch mit Soße- Band 2     

    Carrie Sellon

    Sarah Horne

    Aus dem Englischen von Susane Seidita

    WooWBooks

    Leseempfehlung ab 9 Jahre

    Nachdem Piet mit seinem Dad in den Sommerferien mit dem Pizza-Van durchs Land gefahren ist und ganz normale Pizza verkauft hat, kehren die beiden nach Accringham zurück. Dort warnt sie die Erfinderin der magischen Tränke, gut auf die wertvollen Fläschchen aufzupassen, bis sie kommt, um sie abzuholen. Doch schon bald werden die Tränke gestohlen. 
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    Gemeinsam machen sich Piet, Anna und Archie und dem Hund Nutzlos auf die Spur der Diebe, um die magischen Tränke zurückzuholen. Ob ihnen das gelingen wird?
    Nachdem wir den ersten Band innerhalb kürzester Zeit gelesen hatten, war auch dieser Teil ruckzuck verschlungen. Die Geschichte macht wieder jede Menge Spaß und ließ sich kaum aus der Hand legen, weil es immer wieder spannende Momente gibt. Die Handlung ist stimmig und knüpft nahtlos an den ersten Band an. Auch die Illustrationen sind wieder perfekt in die Geschichte integriert.
    Wie schon im ersten Teil ist die Sprache perfekt für Leseanfänger geeignet, die sich zum ersten Mal an etwas längere Bücher heranwagen. Der dritte Band wird bei uns bestimmt auch nicht lange auf dem SuB liegen – wir freuen uns schon sehr darauf!

    Katrin Hemmerich

  • Missing Page – Tödliche Worte

    Missing Page – Tödliche Worte

    Katie Kento

    one

    Verlagsempfehlung junge Erwachsene

    Die 17-jährige Toni hat es in den begehrten Schriftsteller-Workshop eines Bestsellerautors geschafft. Dieser findet in einem abgelegenen Herrenhaus statt. Dort erfahren die Teilnehmerinnen, dass der Autor am Ende des Workshops eine Person auswählen wird, die sein schriftstellerisches Erbe antreten soll. Doch schon bald nimmt alles eine unerwartete Wendung: Während eines Sturms wird eine Leiche gefunden. Die Teilnehmerinnen beginnen auf eigene Faust zu ermitteln, wobei nach und nach zahlreiche Geheimnisse ans Licht kommen.
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    Die Umschlag-Gestaltung und der Farbschnitt sind wunderschön. Der Schreibstil ist sehr angenehm und lässt sich flüssig lesen. Durch die vielen Wendungen bleibt die Spannung durchgehend erhalten und die Geschichte überrascht immer wieder. Für meinen Geschmack gab es jedoch etwas zu viele Handlungsstränge, die parallel erzählt wurden. Auch die häufigen Perspektiv- und Szenenwechsel haben es mir schwer gemacht, vollständig in die Geschichte einzutauchen. Die Auflösung am Ende ist dafür umso fesselnder und macht deutlich, warum die verschiedenen Erzählstränge notwendig waren.

    Katrin Hemmerich
  • Emil Einstein – Eine pitschnasse Wette – Band 2

    Emil Einstein – Eine pitschnasse Wette – Band 2

    Suza Kolb

    Anja Grote

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Emil Einstein ist ein toller Erfinder, wir sehen ihn auf dem Cover bei einem Versuch mit Wasser und einer offenen Flamme. 
    Seine wohl spektakulärste Erfindung ist die TÜM – die Tier-Übersetzer-Maschine – mit deren Hilfe er mit seinen tierischen Freunden Kauzi, dem Waldkauz, Bertha, der Haselmaus und Leonardo, dem Kater der Nachbarin, sprechen kann.
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    Nachdem Max seine Tiere versorgt hat, saust er in seinem Erfindermobil zur Schule. Seine Freundin Mira hat einen neuen Fußball, den ihr die Zwillingen Max und Moritz abnehmen. Diese Nervbrüder verlangen von Max, dass er „Wasser den Berg hinauffließen lässt“, erst dann wollen sie den Ball wieder zurückgeben. 
    Nachdem Max sich in einige Bücher vertieft hat, stößt er auf ein Experiment von Archimedes, der mittels einer Schnecke das Wasser nach oben befördert. So ein Teil gibt es an den meisten Wasserspielplätzen. Nach einem Versuch mit Papier, findet Emil die richtige Lösung und so bekommt Mira ihren Ball zurück.
    Dass die Rückgabe des Balles von dem Erfindungsgeist eines Freundes abhängt, finde ich etwas eigenartig. Für mich hätten diese Brüder eine Strafe verdient, aber hier ist die einzige Konsequenz, dass sie am Ende nicht auch noch mit Fußball spielen dürfen.
    Die Illustrationen gefallen mir sehr gut, die kleinen Rätsel finde ich etwas einfallslos. Aufgrund der großen Schrift und der vielen bunten Bilder lässt sich das Buch sicher sehr gut lesen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Räuber Haumichblau

    Räuber Haumichblau

    Stefan Schwinn

    Daniela Heirich

    BVK

    Verlagsempfehlung ab 2. Klasse

    Neben dem Räuber Haumichblau stellen sich noch einige Tiere vor, die wir auf dem Cover zusammen mit Haumichblau auf einem Fahrrad sehen. 
    Haumichblau träumt davon ein echter Räuber zu werden und weil er es so allein langweilig findet, macht er sich auf und pocht an die Tür von Familie Hase und sagt seinen Spruch auf: „Ich bin der Räuber Haumichblau und raube dich jetzt aus. Drum rat ich dir, wie lieber schlau, rück seine Schätze raus!“
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    Leider wird er nicht sehr ernst genommen und Schätze hat die Hasenfamilie auch nicht. Nur einen alten löchrigen Hut, den der Räuber Haumichblau gerne als Räuberhut annimmt. Doch die kleine Häsin Lia schließt sich dem Räuber an, denn sie will etwas erleben. So kommen beide zusammen zum Fuchs Finley, doch auch diesmal führt der Reim nicht zum Erfolg.
    Am Ende gibt es um den Räuber Haumichblau eine Gruppe Tiere, die mit ihm zusammen durch den Wald ziehen. Doch statt zu rauben schützen sie die Schafe vor den Wildschweinen und erleben auf diese Weise doch noch eine spannendes Abenteuer.
    Freundschaft und gegenseitige Unterstützung sind so viel wichtiger als der Ruhm als gefürchteter Räuber. So wird aus Haumichblau ein guter hilfebereiter Freund, der bereit ist sich für andere in Gefahr zu begeben.
    Das Buch mit den schwarz-weiß Zeichnungen liest sich sehr gut, knifflige Räuberwörter sind hinten im Buch zum Üben aufgelistet und dann kann man den Text auch als Hörbuch herunterladen. Ein spannendes Erstleserbuch!

    Dagmar Mägdefrau
  • Pizza Piet – Das erste Stück Magie – Band 1            

    Pizza Piet – Das erste Stück Magie – Band 1            

    Carrie Sellon

    Sarah Horne

    Aus dem Englischen von Susane Seidita

    WooWBooks

    Leseempfehlung ab 9 Jahre

    Piet und sein Vater haben eine kleine Pizzeria in Accringham. Doch seit vor Kurzem eine von Robotern betriebene Pizzeria in der Nähe eröffnet hat, bleiben die Gäste aus und Piets Papa kann die Rechnungen kaum noch bezahlen. Als Piet gemeinsam mit seiner Freundin Anna auf dem Dachboden einen Koffer voller magischer Tränke entdeckt, haben die beiden eine Idee, wie sie die Pizzeria doch noch retten können. 
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    Die „magischen“ Pizzen verkaufen sich plötzlich hervorragend – bis das Chaos ausbricht.
    Ich habe die Geschichte gemeinsam mit meinem Sohn an vier Abenden gelesen. Wir hatten viel Spaß dabei und es fiel uns jedes Mal schwer, das Buch aus der Hand zu legen, weil die Handlung so spannend ist.
    Besonders gut gefallen hat mir, dass das Buch auch ernste Themen aufgreift. Nach einem Vorfall im Schwimmbad traut sich Piet zunächst nicht mehr, das Haus zu verlassen oder in die Schule zu gehen. Es wird einfühlsam gezeigt, wie groß Ängste sein können, aber auch, dass man sie mit der Unterstützung von Freunden Schritt für Schritt überwinden kann. Die Geschichte vermittelt jungen Leserinnen und Lesern auf schöne Weise, wie wichtig Freundschaft ist und dass man manchmal nur ein Prozent mehr Mut als Angst braucht.
    Die Geschichte ist einfach und altersgerecht geschrieben, sodass auch Neunjährige sie gut selbstständig lesen können, ohne frustriert zu werden, weil der Text zu anspruchsvoll ist. Die Illustrationen sind wunderschön gestaltet und passen jederzeit hervorragend zur Handlung.
    Insgesamt ist es ein gelungener Auftakt der Reihe. Wir haben uns direkt den zweiten Band geschnappt und sind schon gespannt, welches Abenteuer Piet als Nächstes erlebt!

    Katrin Hemmerich

  • Tür auf für Dackel und Maus – Beim Einkauf    

    Tür auf für Dackel und Maus – Beim Einkauf    

    Pe Grigo

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre


    Schon das witzige Cover zeigt die beiden Protagonisten, die sich zum Einkaufen aufmachen. „Sie brauchen Äpfel, grüne und rote.“ Als sie die gelbe Tür des Ladens entdecken, rufen beide „Bitte Tüüür aaauf!“ diesen Ruf werden wir an jeder Tür hören. Und ebenso die Aufforderung an die Kinder „Machst du die Tür auf?“ und dann wird umgeblättert. Doch diesmal landen unsere beiden beim Bäcker.
    mehr oder weniger lesen
    Hier können die Kinder die Begriffe für Brot und Gebäck lernen und außerdem müssen sie die Maus finden. Da müssen sie schon genau hinschauen. Im Hintergrund sehen wir jetzt das Haus mit der gelben Tür und auf geht es in den nächsten Laden, eine Buchhandlung. 
    Ein sehr gelungenes Pappbilderbuch mit schönen Illustrationen, die viele Dinge darstelle, die die Kinder benennen können. Die Suche nach der Maus, die in jedem Laden erfolgt, schult das Auge und die Wiederholungen können die Kinder bald mitsprechen. Da wird also eine Menge gelernt in diesem niedlichen Buch. Also auf zum Einkaufen und „Bitte Tüüür aaauf!“

    Dagmar Mägdefrau


  • Guten Morgen – Gute Nacht  

    Guten Morgen – Gute Nacht  

    Johanna Schaible

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Dieses Buch fällt nicht nur durch seine zarten Titelbilder auf, sondern auch dadurch, dass man es wenden kann. Denn einmal geht es um den Tag und einmal um die Nacht.
    „Guten Morgen“ zeigt dasselbe Motiv nur in einem anderem Licht. „Die Sonne geht auf, der Himmel wird hell“ steht auf der ersten Doppelseite, die die aufgehende Sonne über dem Wasser zeigt, nur als Silhouette, viele Vögel.
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    Auf dem Balkon stehen zwei Kinder und schauen auf die Sonne, eine Gruppe Jugendliche läuft über eine Wiese, Hektik in der Großstadt sind einige der Motive der nächsten Seiten. Auf der letzten Seite sehen wir Menschen am Meer den Sonnenuntergang bestaunen.
    „Gute Nacht“ beginnt mit dem fast weißen Mond, der über der kargen Landschaft aufgeht. „Die Nacht bricht herein“ Rinder werden zurück ins Dorf getrieben, dann spielen zwei Kinder unter dem sanften Schein einer Lampe miteinander, sie sind „zu Hause“. Andere sind unterwegs, gehen ins Café oder arbeiten an einer Großbaustelle. Viele Eindrücke folgen, bis wir bei den Nordlichtern angekommen sind, die die Eisbären beleuchten.
    Der kurze Satz auf jeder Seite ließ mich manchmal überlegen, was da wohl geschehen sein könnte, er ordnete die Bilder zu einer Geschichte. Die Illustrationen sind ruhig und so vielfältig in ihrer Darstellung. Ich glaube das Buch muss ich noch einige Male anschauen und auf mich wirken lassen. Auf jeden Fall macht es mich auf eine schöne Art ruhiger.

    Dagmar Mägdefrau