• Helfer in der Not – Spannende Hundegeschichten              

    Helfer in der Not – Spannende Hundegeschichten              

    Katia Reider

    Vernessa Himmler

    Ravensburger

    Leseempfehlung ab 6 Jahre 1. Lesestufe

    Das Cover zeigt die Bergretter mit Hund und Helikopter im Hintergrund. In der ersten Geschichte geht es in die Berge, wo eine Mutter mit ihrer kleinen Tochter vermisst wird. Hund Bruno kann sie mit seiner feinen Nase finden. Danach lernen wir die Assistenzhündin Holli kennen, die einen blinden Mann in den Supermarkt begleiten soll. 
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    Auch am Strand werden Hunde eingesetzt, so unterstützt Balu die Rettungsschwimmerin Mira bei der Rettung eines Jungens, dessen Schlauchboot unterging. Pepe ist ein Polizeihund, der einen Flüchtenden stellen kann.
    Die vier Hundegeschichten sind kurz, in großer Schrift gedruckt und mit vielen schönen großformatigen bunten Illustrationen bebildert. Eine Leseanfängerin oder ein Lesefänger kann sehr gut die spannenden kleinen Episoden lesen und einiges über die „Arbeit“ dieser Hunde erfahren.

    Dagmar Mägdefrau

  • Als Oma seltsam wurde

    Als Oma seltsam wurde

    Ulf Nilson

    Eva Erikson

    Aus dem Schwedischen von Ole Könnecke

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Das Cover zeigt Oma, die in dem Beutel und ihren Taschen ihre ganzen Ersparnisse, die sie von der Bank geholt hat, nach Hause schleppt. Vor ihr mit dem Flitzebogen geht ihr Enkel, der sie bewacht.
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    Wie es zu dieser witzigen Szene kommt, davon handelt der erste Teil des Buches. Der Enkel mit dem Federhütchen und dem Bogen ist an einem Donnerstag bei seiner Oma. Doch anders als sonst reagiert Oma nicht auf das Hupen des Bäckerwagens, sondern kann das Geräusch gar nicht einordnen. Und ihren Enkel kennt sie auch nicht und redet ihn mit John an. Ihre Bewegungen sind schwerfälliger und den Bäcker schickt sie weg, weil alles zu teuer sei. Und dann geht sie los und holt bei der Bank ihr gesamtes Geld ab. Zu Hause ist sie so erschöpft, dass sie sich ins Bett legt. Vorher hat sie einen Teil des Geldes versteckt. Der Junge soll sich um den Rest des Geldes kümmern.
    Damit ist der Sechsjährige natürlich völlig überfordert. Er macht sich so seine Gedanken und versteht nicht, warum Oma so seltsam ist. Zum Glück klärt sich am Ende alles auf und Oma ist nicht dement, sie hat nur einne Infekt, der sofort geheilt werden kann.
    Es ist schon ein besonderer Humor, mit der diese Geschichte erzählt wird. Dass Oma sich so seltsam benimmt, hat natürlich auch seine Komik. Ebenso wie die Gedanken, die der Enkel sich macht, und wenn er das ganze übrige Geld in seine Taschen stopft, musste ich schon lachen. Die Illustrationen sind, wie ich finde, sehr schwedisch und sie passen wunderbar.

    Dagmar Mägdefrau


  • Agathe – Papas Schildkröte und ich

    Agathe – Papas Schildkröte und ich

    Antje Damm

    Moritz

    Verlagsempfehlung 6 Jahre

    Ein sehr persönliches Buch hat Antje Damm da geschrieben, gezeichnet und geklebt. Es handelt von Agathe, der Schildkröte, die inzwischen wohl 80 Jahre alt sein dürfte und die ihr Vater sich gekauft hat, weil seine Mutter kein Haustier wollte. Er hat sich als Junge sehr gut um das Tier gekümmert, aber leider musste er vieles selbst herausfinden, weil es ja noch kein Internet gab, wo man alles erfragen kann. 
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    Im Sommer bekam Agathe ihr Lieblingsessen und im Winter wurde sie in einer Kiste mit Laub und Erde in den Keller gestellt. Später zog er mit seiner Frau in eine Wohnung und Agathe lebte auf dem Balkon. Im Buch gibt es einen Grundriss, damit wir uns das vorstellen können. Danach sehen wir ein Foto von Antje als Kind mit Agathe im Arm. Heute lebt Agathe im Haus der Autorin und inzwischen gibt es extra einen Kühlschrank zum Überwintern.
    Viele Kinder wünschen sich wie der Vater ein Haustier. Meine Kinder fanden die kleinen Wasserschildkröten immer so niedlich. Aber dann erfuhren wir, dass sie ziemlich groß werden und bissig sein können. Hier wurde auch sehr blauäugig eine griechische Landschildkröte angeschafft, aber zum Glück hat die Familie sich in drei Generationen sehr liebevoll um Agathe gekümmert.
    Ich finde, dieses Buch sollte man lesen, wenn man erwägt, ein so langlebiges Tier anzuschaffen. Daneben macht es natürlich viel Spaß, es zu lesen, denn es gibt neben Fotos kleine Comics, viele tolle Zeichnungen und Geschichten aus Agathes Leben. Mir hat diese Mischung sehr gut gefallen, ich habe einiges über Schildkröten erfahren und mich darüber amüsiert, dass eine Taube Freundschaft mit Agathe schloss.

    Dagmar Mägdefrau
  • Gedi, Geda, Gedichte

    Gedi, Geda, Gedichte

    Nils Mohl, Uwe-Michael Gutzschhahn

    Arne Rautenberg, Lena Raubaum, Mona Harry

    Michael Augustin, Manfred Schlüter und Henrike Wilson

    Atrium

    Leseempfehlung ab 5 Jahre

    Sowas kommt dabei raus, wenn sich Autorinnen und Autoren auf Helgoland treffen. Erstmal ein Cover mit einem schiefen Leuchtturm und dann viele Gedichte, die sich um das Meer und die kleine Hochseeinsel Helgoland drehen. 
    Und dann wird James Krüss, der große Kindergedichteschreiber, zum 100. Geburtstag geehrt.
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    Ich kann mich noch erinnern, dass er in meiner Kindheit persönlich im Fernsehen seine Gedichte zum Besten gab und ich habe es geliebt. 
    So erinnert das Gedicht „Lieselotte Hafenfähre“ von Lena Raubaum an „Henriette Bimmelbahn“. Spannend ist auch, was „Am siebzehnten Oktebruar“ laut Mona Harry geschieht. Im „Inselkonzert“ von Michael Augustin machen viele Tiere Musik. Mit Arne Rautenberg geht es ins „Helgaland“, wo alle Helga heißen. „Helgolands Trottel und Lummen“ sucht Nils Mohl in seinem Gedicht. Über tuschelnde „Miesmuscheln“ dichtet Uwe-Micheal Gutzschhan. Zum Schluss gibt es von Manfred Schlüter einen „Musenkuss“.
    Eine wunderschöne Sammlung von Lyrik, die Erinnerungen wachruft und mich lächeln ließ. Dazu fröhliche Zeichnungen von der See. So machen Reime Spaß!

    Dagmar Mägdefrau

  • Manno Monster & ich

    Manno Monster & ich

    Katja Reider

    Daniela Kohl

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Nominiert für den deutsch-französischen Jugendliteraturpreis 2026

    Auf dem Cover sind Jussi und Manno zu sehen und obwohl Manno ein Monster ist, schaut er sehr freundlich. Und genau da liegt sein Problem. Als Jussi, wie jeden Abend, sein Zimmer nach einem Monster absucht, hört er ein Knarzen und findet unter seinem Bett Manno, das niedliche blaue Monster. 
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    Von ihm erfährt er, dass Jungen wie er in Monsterkreisen als „Weichei“ eingestuft werden und eigentlich Anfängermonster auf ihn angesetzt würden. Aber Manno ist leider nicht gut im Erschrecken und deshalb taucht er heute bei Jussi auf. Nun hat Jussi mit diesem unfähigen Monster noch ein zusätzliches Problem neben seinem Vater, der mit ihm ständig für die Schule lernen will, einer pubertierenden Schwester und einem fiesen Nachbarjungen. 
    Wie und ob Jussi seine Probleme lösen wird, davon erzählt die Geschichte und ich darf verraten, er überlegt sich einen tollen Plan. Neben der sehr schön erzählten Handlung gibt es hervorragende Illustrationen und ein besonderer Gag ist, dass, wenn die Handlung im Dunkeln spielt, die Seiten ebenfalls dunkel eingefärbt sind. Dazu gibt kleine Sprechblasen, in denen uns Jussi anspricht und nach unserer Meinung fragt und Listen, die wir ausfüllen können. So können wir uns überlegen, wie wir vorgegangen wären. Schon bald gibt es einen zweiten Teil und ich bin gespannt, wie es mit Jussi und Manno weitergeht.

    Dagmar Mägdefrau
  • Eine Kuh in meinem Bett

    Eine Kuh in meinem Bett

    DanIiel Fehr

    Jorge Martin

    Aus dem Englischen von Stefanie Malleier

    Katapult Kinderbuch

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir die Kuh über eine gelbe Wand schauen. Papa steht in der Küche und spült Teller. Die kleine Tochter kann nicht schlafen, weil eine Kuh in ihrem Bett liegt. Papa geht gleich mit ihr, doch das Bett ist leer. Doch sie hat sich das nicht ausgedacht, die Kuh war wirklich da. 
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    Und nun ist sie auch wieder da und diesmal spielt sie mit der Ente Karten. Das Mädchen befürchtet, dass die Kuh, weil sie verliert, schlecht gelaunt sein wird.  Aber der Vater findet wieder nur ein leeres Bett vor. Als das Mädchen wieder in die Küche kommt, sehen wir Papa von oben, wie er ein Glas spült. Diesmal soll sogar ein Elefant im Bett sein. Natürlich ist auch der weg, als Papa kommt. 
    Große, klar strukturierte Bilder in kräftigen Farben zeigen uns die wechselnden Zimmer aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Der Text ist sehr kurzgehalten und ich meine ein leichtes Augenzwinkern darin zu spüren. Das Ende ist dann besonders witzig, aber ich will es hier nicht verraten. Ich weiß genau, dass dieses Buch genau den Humor meiner Enkel trifft.

    Dagmar Mägdefrau

  • Zwei sind eine Bande

    Zwei sind eine Bande

    Jasmin Schaudinn

    Martina Schachenhuber

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Kofi und Lille wohnen in derselben Straße und sind beste Freunde. Gemeinsam gründen sie eine Bande und erleben in ihrer Nachbarschaft viele spannende Abenteuer. Als der Gemüsehändler Dorukan den Baum vor seinem Geschäft fällen lassen möchte, kommt es zu Konflikten in der Nachbarschaft. Dabei zeigen die Kinder den Erwachsenen, wie wichtig Zusammenhalt ist und dass man Probleme am besten gemeinsam lösen kann.
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    Das Buch ist ein sehr schönes Vorlesebuch, eignet sich aber auch hervorragend für Leseanfänger. Die Sätze sind kurz und leicht verständlich, und es kommen keine komplizierten Wörter vor. Unterstützt wird die Geschichte durch sehr schöne und passende Illustrationen, die das Lesen zusätzlich bereichern.
    Besonders schön ist die Botschaft des Buches: Erwachsene sehen viele Dinge oft nur schwarz oder weiß, dabei lohnt es sich, Situationen auch einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Für viele Konflikte gibt es eine Lösung, und wenn man sich – wie die Kinderbande – zusammentut, findet man oft einfache und schöne Wege, die Probleme des Alltags zu lösen.
    Insgesamt ist es eine sehr schöne und lehrreiche Geschichte, die ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann.

    Katrin Hemmerich

  • Freddy und Flo – Freddy und Flo gruseln sich vor gar nix! –  Band 1

    Freddy und Flo – Freddy und Flo gruseln sich vor gar nix! –  Band 1

    Maria Kling

    Astrid Henn

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Freddy und Flo ziehen mit ihrem Vater und dessen neuer Freundin in eine Wohnung direkt am Friedhof. Schnell merken die beiden, dass die anderen Bewohner des Mehrfamilienhauses alles andere als „normal“ sind.  Flo muss der Familie beweisen, dass sie mit einem Werwolf, einem Vampir und einer Hexe unter einem Dach wohnen. 
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    Ich habe das Buch erst jetzt entdeckt, obwohl es schon 4,5 Jahre alt ist. Ich habe das Buch zusammen mit meinem Sohn gelesen und wir hatten viel Spaß, da es immer wieder lustige Szenen gibt. Es ist so geschrieben, dass man es gut mit einem fortgeschrittenen Erstleser lesen kann (erst ich ein Stück, dann du). Wir werden uns sicherlich bald die nächsten Bände besorgen und mit Freude lesen.

    Katrin Hemmerich
  • Sepia und der Fluch des Tintendrachen – Band 3

    Sepia und der Fluch des Tintendrachen – Band 3

    Theresa Bell

    Eva Schöffmann-Davidov

    Thienemann

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Ein dichter, dunkler Nebel legt sich über die Stadt Flohall. Er scheint alles aufzufressen und verhindert, dass selbst Kerzen oder Feuer richtig brennen können. Sepia, Niki und Sanzio begeben sich in dieses Abenteuer und versuchen, den alles verschlingenden Nebel zu bekämpfen. 
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    Der letzte Teil der Trilogie ist ein würdiger Abschluss. Ich habe mich lange darauf gefreut, diesen Teil endlich lesen zu können. Und ich wurde nicht enttäuscht. Auch wenn sich die Geschichte zwischendurch etwas zieht, ist sie wundervoll und sehr fantasievoll und zieht einen weiter in die Welt von Flo und Flohall hinein. Seit ich als Jugendliche/junge Erwachsene die Harry-Potter-Bände gelesen habe, habe ich keine Geschichte mehr so verschlungen wie diese. 
    Theresa Bell hat eine Welt geschaffen, in die man durch ihren bildhaften Schreibstil abtauchen kann. Das ist eine Reihe, die ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann.

    Katrin Hemmerich

  • Sepia und die Verschwörung von Flohall – Band 2

    Sepia und die Verschwörung von Flohall – Band 2

    Theresa Bell

    Eva Schöffmann-Davidov

    Thienemann

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Die Geschichte von Sepia, Niki und Sanzio wird im zweiten Band auf wunderbare Weise weitererzählt und knüpft nahtlos an die Ereignisse des ersten Teils an. Sanzio und Sepia stehen vor ihrer ersten Lehrlingsprüfung, was bereits für viel Spannung sorgt. Im Theaterstück wird dann die Geschichte von Flohall aufgerollt, und nach der Aufführung bricht im Theater ein Feuer aus. 
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    Die Handlung nimmt schnell Fahrt auf und endet in einem Cliffhanger, der die Spannung auf den dritten Band noch einmal deutlich steigert.
    Besonders begeistert hat mich, dass Theresa Bell den Zauber und die Faszination des ersten Bandes auch in der Fortsetzung beibehalten konnte. Die bildhafte und detailreiche Sprache zieht einen sofort wieder in diese magische Welt hinein, sodass man sich alles lebhaft vorstellen kann. Genau das macht das Lesen so besonders und sorgt dafür, dass man vollkommen in die Geschichte eintaucht.
    Auch die Handlung ist sehr stimmig aufgebaut. Alles entwickelt sich logisch weiter, ohne dabei an Spannung zu verlieren. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
    Insgesamt ist diese Fortsetzung meiner Meinung nach mehr als gelungen. Sie schafft es, die Geschichte spannend weiterzuführen und gleichzeitig die Vorfreude auf den dritten Teil der Trilogie noch weiter zu steigern. Ich bin jetzt schon sehr gespannt, wie es mit Sepia, Niki und Sanzio weitergehen wird.

    Katrin Hemmerich

  • Sepia und das Erwachen der Tintenmagie – Band 1

    Sepia und das Erwachen der Tintenmagie – Band 1

    Theresa Bell

    Eva Schöffmann-Davidov

    Thienemann

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Sepia erzählt die Geschichte eines zwölfjährigen Waisenmädchens, das von Silbersilbe in die geheimnisvolle Stadt Flohall geholt wird, um dort die Kunst des Buchdrucks zu erlernen. Schon bei ihrer Ankunft spürt Sepia, dass Bücher in dieser Stadt eine ganz besondere Bedeutung haben. 
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    Schnell lernt sie Niki und Sanzio kennen, und zwischen den drei Kindern entsteht eine tiefe, ehrliche Freundschaft. Doch während sich mysteriöse Ereignisse in Flohall häufen, deutet alles auf die Rückkehr des großen Alchimisten hin. Gemeinsam stellen sich die Kinder der Gefahr und versuchen, ihre Stadt zu retten.
    Ich habe dieses Buch nach einer langen Leseflaute eher zufällig entdeckt – und war sofort begeistert. Bereits ab der ersten Seite wird man mitten in die Geschichte hineingezogen. Die bildhafte Sprache lässt die magische Welt von Flohall lebendig werden, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Besonders berührend ist die Entwicklung der Freundschaft zwischen Sepia, Niki und Sanzio, die genauso viel Raum einnimmt wie die spannend erzählte Handlung.
    Dieses Buch ist nicht nur wunderschön geschrieben, sondern auch voller Magie, Spannung und Herz. Man taucht vollkommen in die Geschichte ein – und ist am Ende ein wenig traurig, wenn sie vorbei ist. Eine klare Leseempfehlung für alle, die fantasievolle und liebevoll erzählte Geschichten mögen.

    Katrin Hemmerich



  • Das große Buch von den sieben kleinen Hasen

    Das große Buch von den sieben kleinen Hasen

    Sabine Praml

    Christiane Hansen

    Oetinger

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Ich kenne bereits einige dieser niedlichen Hasenbüchern, weil mein Enkel sie liebt, deshalb fand ich diesen Sammelband mit sieben Bänden sehr schön. Beim ersten Band geht es um die Geburt des siebten kleinen Hasen Matti „Wenn die kleinen Hasen um Häschen Nummer sieben rasen“. 
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    Die sechs großen Geschwister freuen sich über den Zuwachs und helfen bei seiner Versorgung. Dann geht es ums Verstecken, Papa muss seine kleinen überall suchen. „Wenn sieben kleine Hasen quietschfidel ans Wasser rasen“ heißt der nächste Band. Erst wird gepackt und dann geht es mit den Rädern an den See. Grummelig sind die Hasen wegen des Regens, aber dann rasen sie durch die Pfützen. Von Schnupfennasen und anderen Krankheiten handelt der nächste Band. Danach wird es weihnachtlich, hier feiert die große Familie Weihnachten mit Oma und Opa. Am Ende geht es dann müde ins Bettchen. 
    Eine Großfamilie, die viel zusammen unternimmt und bei denen wir die große Zuneigung und Liebe zueinander spüren können. Jedes Kind ist aber auch ein Individuum und meine Enkel können die Kleinen gut unterscheiden.
    Die gereimten Texte sind sehr schön zu lesen und die Bilder strahlen eine Heiterkeit aus, dass es eine Freude ist sie anzuschauen. Wundervolle kleine Geschichten, rund um den Alltag einer Hasenfamilie in der wir uns gut wiedererkennen können.

    Dagmar Mägdefrau
  • Willkommen beim Kinderarzt                                       

    Willkommen beim Kinderarzt                                       

    Sandra Grimm

    Iris Hardt

    Tipps und Nachwort Dr. Vitor Gatinho

    Ravensburger

    Leseempfehlung ab 2 Jahre

    Das Cover zeigt einen Arzt, der ein Kind, das seinen Bären im Arm hält, untersucht. Er lächelt freundlich und auch das Kind wirkt entspannt. 
    Das Buch beginnt mit einem Vorwort des als „Kid.Doc“ bekannten Dr. Vitor Gatinho. Dann sind wir direkt in der Praxis, in der uns Pauline an der Rezeption nett begrüßt.
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    Dann geht es in ein gut gefülltes Wartezimmer. Hier warten Kinder mit unterschiedlichen Anliegen mit ihren Eltern. Kein Kind ist in Begleitung seiner Oma. In einer Sprechblase gibt der Doktor Tipps für die Eltern. Theo wird aufgerufen und zunächst gewogen und gemessen, dazu muss er seine Kleidung bis auf die Unterwäsche ausziehen. Der „Kid.Doc untersucht den Jungen dann, hört ihn ab, schaut in die Ohren und danach werden die Augen untersucht. Winkend verabschiedet sich Theo vom Kid.Doc. Danach beobachten wird was der Kid.Doc mit Nahla macht, die erkältet ist. Pablo kommt mit einer Schürfwunde und bekommt einen Verband. Danach wird geimpft und bei den Zwillingen Scharlach diagnostiziert. 
    Da der Text schon sehr lang ist, würde ich das Lesealter etwas höher ansetzen, wobei man mit jüngeren Kinder über die Bilder sprechen kann und so die Angst vor einem Besuch beim Kinderarzt verringern kann.
    Dass immer wieder vom Kid.Doc die rede ist, statt von einem Kinderarzt gefällt mir nicht so gut. Evtl. hätte man ihm auch einen Namen geben können, was ich persönlicher gefunden hätte. Es ist wichtig, die Kinder auf beängstigende Situationen vorzubereiten und dazu kann dieses Pappbilderbuch beitragen.

    Dagmar Mägdefrau
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  • Der Kopfübär streitet nie!

    Der Kopfübär streitet nie!

    Judith Weber

    Fabian & Christian Jeremies

    Loewe

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Niedlich sieht er aus, der blaue Bär auf dem Cover, aber erschaut auch etwas streitbar in die Welt mit seinem übereinandergeschlagenen Armen. 
    Vor dem hübschen Haus stapeln sich viele Möbel und mittendrin ist eine Waschmaschine zu sehen. Diesen Möbelberg bestaunen Kobi und seine Freundin Kairi vom Küchenfenster aus und sie möchten gerne dort Abenteuer erleben.
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    Papa ist aber dagegen und Mama verlangt, dass erst das Kinderzimmer aufgeräumt wird. Doch dann kann das Abenteuer beginnen. Doch während die beiden Freunde auf der einen Seite auf den Möbelberg steigen, scheint auch von der anderen Seite eine Aktivität loszugehen. Kann das ein Monster sein? Doch dann taucht Emilio auf, der behauptet, dass der Berg ihm gehöre. So baut Kobi ein Urwaldhaus, während Emilio ein Schiff baut. Beide nutzen dazu buntes Klebeband und bald gibt es Streit um die Waschmaschine.
    Kobi wäre kein Kopfübär, wenn er nicht am Ende durch einen Perspektivwechsel erkennen würde, wie der Streit aufgelöst werden kann. Wie gut, dass Kairi ihn erinnert, sich mit dem Kopf nach unten zu hängen. Auch die Eltern helfen den Kinder beim Bau ihres Hausbootes und so entsteht am Ende ein tolles Boot aus den alten Möbeln.
    Es ist immer wichtig, einen Kompromiss zu schließen und unser blauer Kopfübär ist ein Garant dafür. Die Illustrationen sind sehr liebevoll gezeichnet und so ist wieder ein wundervolles Buch entstanden, das so viel Spaß beim Lesen macht.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der Sprung   

    Der Sprung   

    Joaquin Camp

    Aus dem Italienischen von Stefanie Malleier

    Katapult Kinderbuch

    Leseempfehlung ab 5 Jahre

    Schon auf dem Cover ist das kleine Sprungbecken zu sehen, rundherum sehen wir Menschen und Tiere in Badekleidung. Eine Leiter geht am Rand so hoch, dass das Bild nicht reicht, das Ende abzubilden.
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    „Ein mutiger Held“ steht auf dem Sprungbrett, wir sehen ihn zuerst nur auf dem Brett stehend, dann das Schwimmbad und den Mann ganz klein auf dem Brett. Dann wechselt die Perspektive wieder und wir sehen aus der Sicht des Mannes seine Füße auf dem Brett. Jetzt tauchen hinter ihm andere auf, die ihn drängeln, zu springen. Er läuft an und bleibt wieder am Ende stehen, denn er macht sich Gedanken, was wohl im Wasser sein könnte. Das Bild zeigt uns Haie im Becken. „Die Zeit vergeht, doch unser tapferer Freund bewegt sich nicht.“ Inzwischen sehen wir schon Pflanzen zwischen seinen Füßen wachsen. Es wird dunkel und die Menschen hinter ihm verharren immer noch auf der Treppe, die anderen liegen schlafend um das Becken. 
    Die Bilder sehen sehr kindlich aus, wirken aber lebendig durch die wechselnden Perspektiven. Die Angst, die so ein Sprung in die Tiefe bei uns allen auslöst, wird hier sehr eindringlich und humorvoll beschrieben. Der Gag am Ende hat mir besonders gut gefallen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Ich bin der Stärkste im ganzen Land!

    Ich bin der Stärkste im ganzen Land!

    Mario Ramos

    Aus dem Französischen Markus Weber

    Moritz

    Verlagsempfehlung 2 Jahre

    Schon auf dem Cover hat der Wolf eine Haltung, die ihn als Sieger als etwas Besonderes darstellt. Nachdem er sich satt gegessen hat, macht er sich auf den Weg in den Wald, er möchte gerne die Bestätigung dafür haben, dass er der Stärkste ist. 
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    Zunächst trifft er auf einen kleinen Hasen, er spricht ihn freundlich an und der Hase bestätigt ihm, dass er der Stärkste im ganzen Land sei. Rotkäppchen begegnet ihm als nächstes und auch sie bestätigt ihm, dass er der Stärkste sei. Auch die drei kleinen Schweinchen widersprechen ihm nicht, ebenso wenig wie die sieben Zwerge. Erst ein „komischer kleiner Kröterich“ meint, seine Mama sei die Stärkste im ganzen Land.
    Da beweihräuchert sich der Wolf und sucht bei bekannten Märchenfiguren eine Bestätigung seiner Stärke. Wie schön ist es zu beobachten, wie er immer mehr angibt und erst das kleine grüne Tier widerspricht ihm (zu Recht!) In den Illustrationen erleben wir den Wolf, der mit seiner Körperhaltung ausdrückt, wie er sich fühlt.
    Ein Pappbilderbuch über einen Angeber, der erkennen muss, dass es immer auch eine Stärkere gibt. Zudem treffen wir auf Bekannte aus anderen Büchern, was ich sehr witzig finde.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ich bin feeertig!

    Ich bin feeertig!

    Arnold Hovart

    Deutsch von Tobias Scheffel

    Kunstmann

    Leseempfehlung 3 Jahre

    Diesen Ruf aus dem Bad kennen wir alle, die wir mit Kindern zu tun haben, die endlich alleine aufs Klo gehen. Und so sehen wir den Kleinen mit weit geöffnetem Mund auf dem Klo sitzen, die Rolle rosa Toilettenpapier hängt in der Halterung.
    Das erste Bild ist mit dem Cover identisch und Lewis schreit „Bin feeertig!“, aber es bleibt still.
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    Deshalb macht er sich mit der rosa Rolle auf den Weg ins Zimmer von Gretel. Wir sehen ein Gesicht mit großen Augen unter einer Decke hervorgucken, doch Lewis ist schon in der Küche, aber Großmutter sitzt im Hängeschrank und ist für den Kleinen nicht zusehen. Im Keller nimmt eine Mumie reißaus, auch sie mag den Popo nicht abputzen. Im unheimlichen Keller versteckt sich Batman, auch er will nicht helfen. 
    So fragt Lewis immer wieder, wer ihm den Popo abputzen kann, doch alle verstecken sich und so schläft er am Ende wie Dornröschen ein, um dann wieder auf der Toilette zu sitzen, als seine Mutter hereinkommt.
    Alle Bilder sind mit einem schwarzen Stift teilweise sehr düster gezeichnet, nur Lewis wird zusammen mit dem rosa Klopapier farbig dargestellt. Seine Fantasie malt ihm unheimliche Szenen aus, denn seine Mama ist wohl nicht schnell genug in der Toilette, als sein Schrei durch die Wohnung hallt.
    So wird aus einer alltäglichen Szene eine fantasiereiche und spannende Geschichte, die in ungewöhnlichen Illustrationen dargestellt wird. Mit hat das Lesen und Anschauen viel Freude gemacht.

    Dagmar Mägdefrau

  • Otto fährt los – Eine Reise nach England

    Otto fährt los – Eine Reise nach England

    Stefanie Reich

    Madlen Ottenschläger

    arsEdition

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Otto, so heißt der hell türkise Camper Van, der diesmal nach England reisen wird. Arthur, Freda und ihr Papa Martin tauchen bei Otto auf und er freut sich, dass ein neues Reise-Abenteuer beginnt.
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    Obwohl Otto etwas Angst hat, durch den Eurotunnel nach England zu fahren, landen sie bald in London. Hier begegnet ihnen Sherlock Holmes, der einen Plätzchendieb sucht. Nachdem Tante Lissy und ihr Hund Daisy zugestiegen sind, sitzen am Abend alle zusammen am Feuer und singen „We all live in a super-otto-van“. Am nächsten Morgen geht es früh nach Stonehenge, hier können sie beobachten, wie die Sonne mystisch durch die Steinsäulen scheint. Weiter geht es nach Cornwall ans Meer, dort essen sie Fish and Chips und wir werden gefragt, welche englischen Worte wir kennen. Hinten im Buch gibt es dazu eine kleine Auswahl an Worten. Nach einem Regentag führt der Weg von Otto und seinen Menschen nach Tintagel Castle, hier erfahren wir einiges über König Arthus. Vor einem netten Cottage nehmen dann alle den 5 o'clock tea und erfahren einiges über Scones. 
    Eine tolle Reise, die Otto da macht, ich bin ganz neidisch und würde auch gerne diese Tour machen. Dieses Buch verbindet das Abenteuer, mit einem Camper Van unterwegs zu sein, mit einem kindgerechten Reiseführer. Hinzu kommt noch die Fantasie, die benötigt wird, Otto sprechend und reagierend in die Reise einzubinden. So wird er zu einem fühlenden Wesen, das immer wieder spannende Ideen einbringt.
    Die schönen Illustrationen tragen dazu bei, uns die Sehenswürdigkeiten zu zeigen und an den Unternehmungen auf diese Weise teilnehmen zu können.
    Ich kann Ottos Reisen nur empfehlen, sie machen so viel Spaß und wir lernen so viel dabei.

    Dagmar Mägdefrau