• Das Glück ist ein Punkt

    Das Glück ist ein Punkt

    Helga Bansch

    Jungbrunnen

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Der kleine rothaarige Junge sitzt mit seinem Buch neben dem Eisbär, der ihn neugierig anschaut.
    Der Junge, der gerade in das Haus umgezogen ist, schaut aus dem Fenster auf den Schuppen, er ist überzeugt, dass dort ein Eisbär wohnt. Der Eisbär ist ein Sammler und er zeigt dem Jungen seine Schätze. „Einmal las ich ihm aus einem Buch vor.“
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    Wir sehen auf der Doppelseite viel Dinge, die in dem Buch vorkommen. Der Eisbär zeigt uns ein Buch mit vielen bunten Punkten, das er geschrieben hat. Jeder Punkt bedeutet Glück und schöne Erlebnisse und wenn der Junge auf einen Punkt zeigt, erzählt der Eisbär von dem Erlebnis. So steht der rote Punkt dafür, Kirschen auf einem Baum zu essen. 
    Ein Buch voller Fantasie und wunderschönen Bildern. Ist es nicht herrlich, dass ein Punkt so viel erzählen kann und vielleicht können die Kleinen, denen wir das Buch vorlesen, auch ihre Buntstifte spitzen und „Geschichten schreiben“?

    Dagmar Mägdefrau
  • Bunte Gedanken für Socke Wolli

    Bunte Gedanken für Socke Wolli

    Diana Nadal Millanes

    Gabriele San Martin

    Mabuse-Verlag

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    „Ein Kinderfachbuch über positives Denken“ steht auf dem Cover und wir sehen eine Socke einen Berg hochklettern.
    Das Buch besteht aus drei Teilen und zunächst lesen wir die Geschichte der Socken, die in der Sockenschule viele Dinge lernen, die ihnen später Vorteile bringen, so stopfen sie sich selbst, fahren Karussell in Tassen, um sich an die Umdrehungen der Waschmaschine zu gewöhnen.
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    Sie laufen über Seile und springen mit einem Fallschirm aus dem Flugzeug. Denn später auf der Leine darf ihnen nicht schwindelig werden. 
    Dann sehen wir die linke Seite farbig, wie die ganzen Seiten vorher und die rechte Seite ist grau, nur eine traurige Socke ist zartblau. Diese Socke fürchtet sich vor den Aktionen, die den anderen Spaß machen. Ihre Gedanken sind trübe und voller Angst. Als das die Lehrerin merkt, versucht sie, die negativen Gedanken ins Positive zu drehen. Es steht in einer Blase „Ich fürchte, meine Löcher werden immer mehr…“ Und die Lehrerin weißt darauf hin, dass alle diese Löcher Geschichten erzählen. Es gibt viele solcher Beispiele und irgendwann ist die Socke Wolli bereit für Abenteuer.
    Als nächstes gibt es den Mitmachteil, hier wird gemalt, gebastelt und gerätselt. Zum Schluss werden die Erwachsenen angesprochen mit einem Fachteil.
    Die Autorin ist Psychologin und sie arbeitet seit viele Jahren mit Kinder. Ihre Socke Wolli steht für ängstliche Kinder, die sich nichts zutrauen und sie bietet hier praktische Tipps, wie wir unsere mutlosen Kinder aufbauen und ihnen zu Selbstvertrauen und Zuversicht verhelfen. Die Illustrationen zeigen sehr genau die Empfindungen von Wolli und der Wechsel von bunt in grau zeigt die Empfindungen sehr bildhaft.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wenn Gefühle aus der Reihe tanzen

    Wenn Gefühle aus der Reihe tanzen

    Lena Steffinger

    Beltz & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2026

    Mitten auf dem Cover tanzen zwei fröhlich, die anderen Personen wirken wütend, ängstlich, anhänglich oder müde. Am oberen Bildrand sehen wir Nervenzellen, deren Aufgabe im Buch noch beschrieben wird. 
    Dass es ohne Gefühle langweilig wäre, ist das Thema im ersten Kapitel, hier ist die Rede von Hormonen, die unsere Gefühle beeinflussen.
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    Weiter geht es mit unseren 86 Milliarden Nervenzellen in unseren Gehirnen und den Botenstoffen, die sie beeinflussen. Dann zeigen uns kleine Illustrationen, was wir so fühlen. Aber, was ist, wenn uns „alles zu viel wird“? Dann sprechen wir von einer psychischen Störung, die zu den häufigsten Krankheiten auf der Welt gehören. Die Diagnose wird erklärt, das Woher des seelischen Leidens und die Psychotherapie. Es werden praktische Beispiele einer Praxis erklärt, wie eine Therapie ablaufen kann und dass auch die Seele manchmal Medikamente benötigt. 
    Da psychische Erkrankungen so häufig vorkommen, ist es wichtig, dass wir auch darüber etwas erfahren und erkennen, dass diese Krankheiten genauso behandelt werden müssen wie körperliche Erkrankungen. Gerade, wenn unsere Seele krank wird, sollten wir keine Angst vor der Behandlung haben und genauso Bescheid wissen, wie über den Besuch beim Kinderarzt.
    Ein sehr verständliches Buch mit vielen erklärenden Illustrationen zu einem ungewöhnlichen, aber wichtigen Thema nicht nur für Kinder.

    Dagmar Mägdefrau


  • Das ist Frau Honig

    Das ist Frau Honig

    Sabine Bohlmann

    Joëlle Tourlonias

    Planet!

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Nach den Kinderbüchern von Frau Honig, wird uns hier die nette Kinderfrau in einem Bilderbuch vorgestellt. Nach dem sie auf dem Cover mit einigen ihrer Utensilien zu sehen ist, wird sie uns im Buch vorgestellt, neben ihrer Kleidung sind ihr Bienenkorb und der „Koffer mit Koffern“ zu sehen. 
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    Und schon sausen Olli und Samy mit dem „fliegenden Teppich“ ins Bad. Die traurige Zoya badet in schönen Worten und im Dunkeln gibt es Schattenspiele mit der Taschenlampe. Socken-Memory ist ein Spiel, das den Kindern einen Riesenspaß macht, und ein Sockenmonster ist sicher nicht zum Fürchten. Wenn Frau Honig vorliest, werden die Figuren aus der Geschichte lebendig. Wer die Autorin Sabine Bohlmann bei einer Lesung erlebt hat, weiß, dass sie das auch beherrscht. 
    Ein wunderschönes Bilderbuch, das durch die niedlichen Illustrationen schon kleinen Kindern eine fast klassische Bilderbuchfigur näherbringt. Das wird sicher ein Vorlesespaß!
    Meine Enkelin, die das Kinderbuch kennt, ist begeistert.

    Dagmar Mägdefrau
  • Der kleine Ritter Apfelmus  

    Der kleine Ritter Apfelmus  

    Stefan Schwinn

    Pia Eisenbarth

    360-Grad-Verlag

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Fröhlich sieht er aus, der kleine Ritter und mit seinem Schwert hat er einen Apfel aufgespießt, neben ihm sehen wir den Burgkater Freddie, der in der Geschichte ein wichtige Rolle spielt
    Zunächst werden alle, die eine Rolle in der Geschichte spielen vorgestellt und dann erfahren wir etwas vom alten Kuno, das ist die Ritterrüstung eines alten Drachenjägers.
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    Prinz Poldi von Pampelmusien wird zum Abendessen erwartet und alle müssen mithelfen, die Burg vom Schmutz zu befreien. Im nächsten Kapitel spielt Apfelmus Fußball und Kater Freddie und der Hahn spielen mit. Es taucht noch eine Maus in der Burg auf und am Ende gibt es ein Konzert.
    Es ist also eine ganze Menge los, wenn ein Prinz zu Besuch kommt und Apfelmus, der kleine Ritter, erlebt da eine ganze Menge.
    Die Großbuchstaben lassen sich leicht lesen und die vielen schönen bunten Bilder machen das Buch sowohl zu einem Vorlesebuch als auch einem Erstleserbuch.

    Dagmar Mägdefrau
  • Die Bibliothek der unendlichen Abenteuer- Das gestohlene Drachenei – Band 1

    Die Bibliothek der unendlichen Abenteuer- Das gestohlene Drachenei – Band 1

    Nicola Anker

    Marek Bláha

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Iggy, der Bücherwurm, bittet dich um Hilfe. Ihr müsst zusammen das goldene Drachenei vor Schurko und Roxy retten. Schurko, ein alter Bibliothekar, holt sich die Unterstützung von der Leseratte Roxy. Deine aktive Hilfe ist sehr wichtig, um das geschlüpfte Drachenbaby wieder zu seinen Eltern auf den Drachenberg zurückzubringen. 
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    Mein achtjähriger Sohn hat es mir abends vor dem Schlafengehen vorgelesen und hatte dabei riesigen Spaß. Besonders toll fanden wir die direkte Ansprache und die vielen Aufforderungen zum aktiven Mitmachen – zum Beispiel, wenn man dem kleinen Drachen helfen oder ihn sogar einseifen soll. Dadurch wird das Lesen zu einem richtigen Spaß.
    Ich finde es großartig, dass es solche interaktiven Bücher nicht nur für Kleinkinder gibt, sondern auch für Kinder im Erstlesealter. Die gelungene Abwechslung zwischen kürzeren und längeren Textpassagen sowie die wunderschönen Illustrationen haben meinen Sohn sehr motiviert. Normalerweise lässt er sich lieber vorlesen, als selbst zu lesen, aber dieses Buch hat ihn dazu gebracht, mit Freude erstaunlich viel am Stück selbst vorzulesen.

    Katrin Hemmerichn
  • Die Odysee

    Die Odysee

    Nicolás Schuff

    Mariana Ruiz

    Aus dem argentinischen Spanisch von Kim Laura Franzke

    Insel

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    In diesem Buch wird die berühmte Geschichte der Odyssee des Dichters Homer in einer modernen Fassung neu erzählt. Das Epos ist fast 3000 Jahre alt und stammt aus dem antiken Griechenland. Im Mittelpunkt steht Odysseus, der König von Ithaka, der nach dem Sieg im Krieg von Troja über das Meer zu seiner Frau und seinem Sohn zurückkehren möchte.
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    Doch seine Heimreise gestaltet sich lang und beschwerlich: Zahlreiche Prüfungen, auferlegt von den Göttern und ihren Nachkommen, stellen ihn immer wieder auf die Probe. Trotz aller Hindernisse übersteht Odysseus seine Irrfahrten – getragen von der Sehnsucht nach seiner Heimat und seinen Liebsten.
    Viele kennen die Geschichte zumindest in Auszügen. Auch ich bin in meiner Jugend immer wieder mit der griechischen Mythologie in Berührung gekommen, habe die Odyssee jedoch nie vollständig gelesen. Umso schöner war es, diese faszinierende Erzählung nun in moderner Sprache neu zu entdecken. Die lebendige und zugängliche Darstellung macht deutlich, wie fantasievoll und zeitlos diese Geschichte ist. Gerade jüngeren Leserinnen und Lesern wird so ein leichter Zugang zu diesem klassischen Werk ermöglicht.
    Auch die Illustrationen sind sehr gelungen und unterstützen das Eintauchen in die Welt der griechischen Mythologie auf eindrucksvolle Weise. Für alle, die sich für diese alten Geschichten interessieren, ist dieses Buch definitiv eine Empfehlung wert.

    Katrin Hemmerich
  • Copenhagen Cinnamon – Delicate – Band 1

    Copenhagen Cinnamon – Delicate – Band 1

    Stefanie Neeb

    Moon Notes Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 16 Jahre

    Jonna ist auf der Suche: nach sich selbst, nach einer Arbeit, die sie erfüllt, und nach dem Sinn ihres Lebens. Da ihr Vater mit ihren Plänen nicht einverstanden ist, sucht sie außerdem nach einer neuen Geldquelle. Was sie hingegen gerade nicht aktiv sucht, ist die Liebe. 
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    Doch als sie das gehypte „Copenhagen Cinnamon“ betritt, findet sie zwar keinen geliebten Pumpkin Spice Latte, dafür aber den sympathischen Mads. Und irgendwie ist da etwas zwischen den beiden, auch wenn beide ihr eigenes Päckchen zu tragen haben.
    Besonders gefallen hat mir, dass zu Beginn noch ein weiteres mögliches Love Interest für Mads angedeutet wird. Es wirkt oft unrealistisch, wenn all diese attraktiven und charakterlich bewundernswerten Figuren scheinbar keinerlei Kontakt zum anderen Geschlecht haben. Das wurde hier angenehm anders gelöst.
    Die Atmosphäre im Café und generell im Roman ist unglaublich gemütlich. Ich mochte beide Hauptfiguren sehr und vor allem ihre Verbindung zueinander. Es gibt durchaus Konflikte, aber sie werden nicht durch unrealistisches Schweigen künstlich aufgebläht, noch wird die Beziehung als plötzliche Lösung für alle Probleme dargestellt. Stattdessen entwickeln sich die Figuren gemeinsam weiter, Jonnas Intelligenz wird sinnvoll eingebracht und Mads’ schwierige Situation wird zusammen angegangen. Genau so stelle ich mir einen gelungenen Slow-Burn-Trope vor.
    Das Einzige, was mich etwas gestört hat, war die wiederholte, für mich etwas kitschig wirkende Rede von einem „Funkeln“, das wiederentdeckt werden soll. Vielleicht war das als Leitmotiv gedacht, aber für mich hat es nicht ganz funktioniert, zumal der Roman auch ohne dieses Stilmittel stark genug ist.
    Der unaufgeregte Schreibstil und die überzeugende Entwicklung der Beziehung sorgen dennoch für einen hohen Wiedererkennungswert. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf den zweiten Teil!

    Raphaela Brosseron
  • Jahrmarkt der Zeitreisenden – Der gestohlene Kristall – Band 1

    Jahrmarkt der Zeitreisenden – Der gestohlene Kristall – Band 1

    Lena Hach

    Beltz & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 11 Jahre

    Das Buch erzählt die Geschichte von Liv, die zwischen Zuckerwatte, Lichtern und Karussells aufwächst und mit ihrer Familie von Jahrmarkt zu Jahrmarkt durch Deutschland zieht. Eines Tages taucht immer wieder ein geheimnisvoller Junge auf, der scheinbar nicht in ihre Zeit gehört. Als dann auch noch der Kristall vom Karussell ihrer Eltern gestohlen wird, fällt Livs Verdacht schnell auf ihn. 
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    Bei der Verfolgung entdeckt sie ein verborgenes Portal im „Tunnel of Love“ – und damit beginnt eine Suche nach dem Kristall, die sich über zwei Zeitebenen erstreckt.

    Der Einstieg in die Geschichte braucht etwas Zeit. Zunächst wird Livs Alltag auf dem Jahrmarkt ausführlich aus der Ich-Perspektive geschildert, wodurch sich die eigentliche Handlung rund um die Zeitreise erst nach und nach entfaltet. Das erfordert ein wenig Geduld, hilft aber gleichzeitig dabei, in Livs Welt einzutauchen.
    Sobald die Zeitreise beginnt, entwickelt sich eine spannende und stimmige Geschichte, die besonders ein jüngeres Publikum ansprechen dürfte. Auch wenn einige Wendungen vorhersehbar bleiben, überzeugt das Buch durch seine fantasievolle Grundidee.
    Besonders hervorzuheben ist die Atmosphäre: Die Jahrmärkte in beiden Zeitebenen sind lebendig und detailreich beschrieben, sodass man sich das bunte Treiben sehr gut vorstellen kann. Insgesamt eine unterhaltsame Geschichte mit kleinen Schwächen am Anfang, die vor allem durch ihr Setting und ihre Idee punktet.

    Katrin Hemmerich
  • Wo ist mein Hut?

    Wo ist mein Hut?

    Jon Klassen

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Deutscher Jugendliteraturpreis 2013

    Astrid Lindgren Memorial Award

    Das Originalbuch ist aus dem Jahre 2011, in 2020 wurde es als Pappbilderbuch veröffentlicht. 
    Der große Bär geht von Tier zu Tier und fragt „Hast du meinen Hut gesehen?“ Die Tiere verneinen und der höfliche Bär antwortet „Schon gut. Trotzdem vielen Dank.“ Nur das Kaninchen, das einen spitzen roten Hut trägt, wird ziemlich böse und verteidigt sich „Ich stehle doch keinen Hut.“ Der Bär zieht weiter und fragt, bis ein Tier fragt, was ist denn ein Hut?

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    In der Buchmitte liegt der Bär auf dem Rücken und denkt darüber nach, wie sehr ihm sein Hut fehlt. Der Hirsch fragt noch einmal, wie genau der Hut aussieht. Als der Bär antwortet, fällt ihm ein, wo er den Hut gesehen hat. Er eilt zurück zum Kaninchen und sitzt dann da mit seinem Hut, den er über alles liebt. Am Ende sucht das Eichhörnchen nach dem Kaninchen und der Bär verteidigt sich sofort „Ich fresse doch kein Kaninchen.“

    Die Bilder sind braun auf beige mit wenig Details gezeichnet. Der Text ist kurz und mit Wiederholungen. Ein Buch zum Nachdenken. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Freunde    

    Freunde    

    Eva Kranenburg

    Fischer-Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg 2025

    Der Roman erzählt die Geschichte von Nata, Ren und Tuk, die sich in den letzten Tagen eines Krieges auf einen Aufruf hin als Kämpfer melden und dadurch zu Tarek finden. Schon bald werden die vier jedoch zu Deserteuren. Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft und der Tatsache, dass sie ursprünglich verschiedenen „Lagern“ angehören, entwickelt sich zwischen ihnen eine tiefe und berührende Freundschaft.
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    Besonders eindrucksvoll ist, dass es sich bei ihnen noch um sehr junge Menschen handelt – Teenager, wobei Tuk sogar noch jünger ist.
    Die Handlung spielt sowohl in den letzten Kriegstagen als auch in der ersten Zeit danach und zeichnet ein eindringliches Bild von Krieg und Nachkriegszeit. Die Geschichte ist äußerst bildgewaltig erzählt und wirkt erstaunlich real, obwohl sie von einem fiktiven Krieg handelt. Gerade diese Nähe zur Wirklichkeit macht den Roman so eindrucksvoll und zugleich emotional fordernd. Es zeigt wie wichtig Freundschaft und Menschlichkeit ist.
    Ich konnte das Buch deshalb oft nur in kleinen „Häppchen“ lesen, um das Gelesene nachwirken zu lassen und zu verarbeiten. Schon lange hat mich kein Buch mehr so nachhaltig beschäftigt wie dieses. Besonders erschütternd ist, wie greifbar nah die geschilderten Ereignisse in unserer heutigen Zeit erscheinen.
    Für mich ist dieses Buch ein wichtiges Werk, das unbedingt von Jugendlichen ab 14 Jahren sowie von Erwachsenen gelesen werden sollte.

    Katrin Hemmerich
  • Logbuch einer Himmelsstürmerin

    Logbuch einer Himmelsstürmerin

    Frauke Angel

    Lilly L’Arronge

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Mini ist eine liebevolle und witzige Geschichte über ein achtjähriges Mädchen, das trotz seiner winzigen Größe große Träume hat. Mini möchte unbedingt Erfinderin werden und gemeinsam mit ihrer besten Freundin Silla eines Tages den Nobelpreis gewinnen. 
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    Während viele andere Mädchen in der Schule davon träumen, Topmodel zu werden, und auch Silla sich diesem Wunsch kurzzeitig anschließt, bleibt Mini ihrem Traum treu. Mit viel Einfallsreichtum sucht sie nach Lösungen für die Herausforderungen, die ihre geringe Größe im Alltag mit sich bringt, und hofft dabei, dass Silla bald wieder an ihre gemeinsame Mission glaubt.
    Besonders gut gefallen hat mir die Gestaltung des Buches in Form eines Logbuchs. Die witzige Comic-Schrift und die liebevollen Zeichnungen machen die Geschichte noch lebendiger und passen perfekt zum Erzählstil. Themen wie Minis Kleinwüchsigkeit und die Bedeutung von Freundschaft werden sehr einfühlsam und zugleich mit viel Humor behandelt.
    Das Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen, weil es wichtige Themen auf eine leichte und unterhaltsame Weise vermittelt. Gerade Minis Gedanken und ihre kleinen Alltagsprobleme werden mit viel Witz erzählt. Das Lesen hat großen Spaß gemacht. Gerade für Leseanfänger ist das Buch hervorragend geeignet und bietet einen gelungenen Einstieg in die Welt der Bücher.

    Katrin Hemmerich
  • Gespensterzentrale – Das Rätsel der Zeitreise – Band 1

    Gespensterzentrale – Das Rätsel der Zeitreise – Band 1

    Wiebke Nieland

    Anne-Dore Krohn

    Barbara Jung

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Das Buch erzählt die spannende Geschichte von Yunis, der mit seinen Eltern nach Berlin in eine große und wunderschöne Altbauwohnung zieht. Obwohl das neue Zuhause beeindruckend ist, fällt ihm der Umzug schwer, denn er vermisst seine Freunde, die nun viele hundert Kilometer entfernt wohnen. 
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    Doch schon bald wird sein Alltag von geheimnisvollen Ereignissen durcheinandergebracht: In der Wohnung spukt es! Dort begegnet er dem Geist Lotte, die ihn um Hilfe bittet. Gemeinsam begeben sie sich auf eine außergewöhnliche Reise in die Vergangenheit – in das Jahr 1897 –, um das Rätsel um Lottes Tod zu lösen.
    Die Geschichte ist sehr schön und spannend erzählt. Besonders die bildhafte Sprache macht es leicht, sich die alte Wohnung und das gesamte Haus lebhaft vorzustellen. Auch die liebevoll gestalteten Illustrationen tragen dazu bei, dass man noch tiefer in die Handlung eintauchen kann.
    Neben der spannenden Geistergeschichte erfährt man auch viel über das Leben im vergangenen Jahrhundert und darüber, wie Familien und ihre Angestellten damals gelebt haben.
    Insgesamt ist es ein wunderbares Buch, besonders für fortgeschrittene Leseanfänger, die sich an längere Geschichten heranwagen möchten. Die Geschichte endet so, dass man sich auf eine Fortsetzung freuen kann.

    Katrin Hemmerich
  • Inseltage mit Rosa

    Inseltage mit Rosa

    Mareike Krügel

    Anja Schilling

    Beltz & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2026, Nominiert für den deutsch-französischen Jugendliteraturpreis 2026

    Empfehlungsliste The White Ravens 2025 (Internationale Jugendbibliothek)

    Liebe-Buchtipp des Monats November 2025, Die besten 7 Bücher für junge Leser (Deutschlandfunk), August 2025

    Auf dem Cover sehen wir Lila mit ihrer Freundin Rosa auf einem Stein am Meer. Die beiden sind Freundinnen. Aber eigentlich ist Rosa nicht mehr da...
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    Im Sommer fährt Lila mit ihrer Oma, die etwas wunderlich ist und die sie nicht richtig gut kennt, auf eine kleine Schäreninsel. Eigentlich wollen sie nur zwei Tage bleiben, doch dann macht ihnen das Wetter einen Strich durch die Planung und sie müssen länger bleiben. Oma, die Lila Mu nennt, erzählt den ganzen Tag und sie spricht von ihrer Freundin Thula, mit der sie ihr Leben geteilt hat und die jetzt im Heim wohnt. Da fällt es fast gar nicht auf, das Lila nicht spricht. Doch die gemeinsamen einsamen Tage auf der kleinen Insel bringt die beiden näher.
    Lila, die ohne ihre Freundin Rosa nicht klarkommt, und Mu, die ihre Freundin ebenfalls schmerzlich vermisst, sind so unterschiedlich. Aber gemeinsame Projekte wie das Bauen einer Skulptur aus Strandgut und die herrlichen Gedichte, die Mu sich einfallen lässt, heben die Stimmung der beiden.
    Ein einfühlsames Buch über Verlust und Trauer und ihre ungewöhnliche Aufarbeitung. Und über zwei starke Persönlichkeiten, die auch mal eine Woche Zweisamkeit mit vielen Wetterproblemen und viel Haferflocken überstehen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Kommissar Pfote ermittelt – Schnüffler mit Schnauze – Band 1

    Kommissar Pfote ermittelt – Schnüffler mit Schnauze – Band 1

    Katja Reider

    Dirk Hennig

    Loewe

    Leseempfehlung ab 7 Jahre

    Wie wir schon auf dem Cover sehen können, ermitteln diesmal die Hunde alleine, allen voran Pepper. Wie gewohnt werden zunächst alle vorgestellt, das sind Pepper, der die Geschichte erzählt, Lulu, Harras und Charlie. Alle sind Polizeihunde, allerdings ist Charlie schon im Ruhestand, er ist auch schlecht zu Fuß, dafür aber ein guter Planer.
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    „Schnüffler mit Schnauze“ so heißt die Detektei und Charlie ist ganz klar der Boss, wenn seine Pfeife ertönt, dann wissen alle sofort, dass es einen Fall gibt.
    So ist Charlie aufgefallen, dass Herr Jasper mit seiner kleinen Hündin Rosie nur noch ganz kurz Gassi geht und Rosie immer an der kurzen Leine führt. So machen sich die Hunde am nächsten Tag auf, um zunächst Yumo, den Hund der Tierärztin, zu befragen.
    Neben den Texten, in denen uns Pepper berichtet, was geschieht, gibt es immer auch Äußerungen, die nicht direkt in Sprechblasen, aber immer personenbezogen gedruckt sind. Neben den Gesprächen der Hunde gibt es auch immer wieder witzige Bemerkungen z.B. der Katze.
    Pepper-Fans werden begeistert sein, dass ihr Held jetzt alleine, ohne seinen Polizisten, ermitteln darf. Denn oft war er es ja, der zur Lösung des Falls beigetragen hat. Hier gibt es dann zum Ende aber das Problem, wie der menschliche Täter gestellt werden kann, doch auch da sind die Hunde, besonders Charlie, sehr erfindungsreich.
    Das Buch kann ich wohl als Comic bezeichnen, auch wenn die Bilder meist eine Doppelseite einnehmen und es zusätzliche Texte zur Situation gibt. Eine spannende Geschichte und so tolle Illustrationen, da macht das Vor- und Selberlesen Spaß.

    Dagmar Mägdefrau
  • Ninjageschichten       

    Ninjageschichten       

    Michael Petrowitz

    Pascal Nöldner

    Ravensburger

    Leseempfehlung ab 7 Jahre 2. Lesestufe

    Vor dem Drachen sind zwei Kinder zu sehen, eines trägt eine rote Ninjamaske. In den drei Geschichten ist von unterschiedlichen Ninjas zu lesen.
    Zunächst geht es um Anton. Sein Problem ist es, dass er immer übersehen wird, doch für seine Ausbildung zum Ninja, ist das nur von Vorteil. So schafft er es, zwei Räuber, die in ein Museum einbrechen, zu stellen.
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    Drei Kinder gehen in das Internat, wo sie zu Ninjas ausgebildet werden. Der Lehrer stellt ihnen eine schwierige Aufgabe, sie sollen einem Drachen einen Stein entwenden, als Preis winkt der goldene Gürtel. Doch keiner kann die Aufgabe alleine lösen. Von zwei Kunoichis, so werden weibliche Ninjas genannt, ist im letzten Kapitel die Rede. Hier erfährt Niklas, dass Ferien ganz ohne Zocken auch spannend sein können.
    Jedes Kapitel, das mit seinen großen Buchstaben und den bunten Bildern gut zu lesen ist, endet mit einer Frage. Am Ende gibt es noch ein kleines Quiz, so weißt du gleich, ob du alles auch verstanden hast. Ninjas sind ja ein spannendes Thema und hier macht es Spaß, zu erfahren, wie unterschiedlich solche Erlebnisse sein können.
    Was mir nicht gefiel, dass die Kinderninjas Wurfsterne benutzen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Aufregung im Freizeitpark

    Aufregung im Freizeitpark

    Anja Kiel

    Valeska Scholz

    Ravensburger

    Leseempfehlung ab 6 Jahre 1. Lesestufe

    Auf dem Cover sehen wir die drei Kinder, die wir in den Freizeitpark begleiten, mit der Achterbahn fahren. Hinten jubelt Paul, während Nuri und Elias sich sichtlich unwohl fühlen.
    Die Klasse 2 a macht, nachdem die Kinder die Karten gewonnen haben, einen Ausflug in den Freizeitpark.
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    Paul nimmt seinen Mund immer sehr voll und möchte mit allen Fahrgeschäften fahren. Erst geht es in die Achterbahn, danach kommt die Geisterbahn dran und obwohl sie inzwischen ihre Klasse verloren haben, muss Paul noch auf die Wildwasserbahn. Nuri und Elisas zögern zwar immer wieder, steigen aber dann doch immer ein. Als sie endlich vom Riesenrad aus ihre Klasse entdecken und zu ihr finden, ist ihre Lehrerin ziemlich böse auf sie. Paul versucht sich herauszureden, aber Nuri gesteht, wie es war. 
    So ein Besuch im Freizeitpark ist immer eine spannende Sache und nicht alle wollen mutige überall mitfahren. Da ist etwas Rücksichtnahme schon angebracht, aber Paul interessieren die Ängste der anderen nicht. Bis er selbst in eine Situation gerät, in der er sich fürchtet.
    Die vier Abschnitte sind in großen Buchstaben gedruckt und der Text ist nicht sehr lang. Dazu kommen die vielen schönen bunten Bilder, die die Geschichte zusätzlich erzählen. Ein schönes Erstleser*innen-Buch über Ängste und Freud*innen, die uns unterstützen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Helfer in der Not – Spannende Hundegeschichten              

    Helfer in der Not – Spannende Hundegeschichten              

    Katia Reider

    Vernessa Himmler

    Ravensburger

    Leseempfehlung ab 6 Jahre 1. Lesestufe

    Das Cover zeigt die Bergretter mit Hund und Helikopter im Hintergrund. In der ersten Geschichte geht es in die Berge, wo eine Mutter mit ihrer kleinen Tochter vermisst wird. Hund Bruno kann sie mit seiner feinen Nase finden. Danach lernen wir die Assistenzhündin Holli kennen, die einen blinden Mann in den Supermarkt begleiten soll. 
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    Auch am Strand werden Hunde eingesetzt, so unterstützt Balu die Rettungsschwimmerin Mira bei der Rettung eines Jungens, dessen Schlauchboot unterging. Pepe ist ein Polizeihund, der einen Flüchtenden stellen kann.
    Die vier Hundegeschichten sind kurz, in großer Schrift gedruckt und mit vielen schönen großformatigen bunten Illustrationen bebildert. Eine Leseanfängerin oder ein Lesefänger kann sehr gut die spannenden kleinen Episoden lesen und einiges über die „Arbeit“ dieser Hunde erfahren.

    Dagmar Mägdefrau