• Der kleine Igel und die große Kuscheldecke

    Der kleine Igel und die große Kuscheldecke

    M Christina Butler

    Tina Macnaughton

    Brunnen

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Ober rechts auf dem Cover steht "Fühlt doch mal" und das ist das tolle an den Igel-Büchern, man kann die schöne Decke fühlen. Samtig weich fühlt sie sich an.
    Und der Igel hat eine ganz große Decke für seine Freunde genäht, die alle bei ihm übernachten wollen. Das wird ein toller Abend.
    Leider trägt der Wind die Decke fort und die Tiere bleiben traurig zurück.
    
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    Aber schnell kommen sie auf die Idee einen neue Decke zu nähen. Leider reicht der Stoff nicht aus und so holen alle Tiere ihre Stoffreste.
    Und mit jedem Stoff ist eine Geschichte verbunden, die in den vorherigen Büchern erzählt wurde. Das Bild aus der Vergangenheit ist , wie in alten Filmen in sepia gezeichnet. Am Ende könne die Freund unter der neuen Decke ihre Gute-Nacht-Geschichte lesen.
    
    Mit den niedliche Bilder und dem rotem Samt zum Fühlen ein schönes Einschlafbuch. Alle Probleme werden schnell gelöst und die Freundschaft siegt.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Das Schicksal ist ein mieser Verräter

    Das Schicksal ist ein mieser Verräter

    John Green

    Carl Hanser Verlag

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    „Selbsthilfegruppe“, oh je, wo ist die selbstbewusste, oft kaltschnäuzige und mitunter auch nicht gerade liebenswerte 16-jährige Hazel Grace da nur auf Drängen der Mutter hinein geraten!?
    Junge Menschen, die so wie sie alle mit schweren körperlichen Erkrankungen, die bei dem einem oder der anderen sogar bis zum Tode führen, werden hier geleitet von einem jungen Mann, der ihnen helfen soll, auch depressive Stimmungen zu überwinden.
    Hazel will auf Grund ihrer Krebserkrankung von niemandem bemitleidet werden, auch nicht von GUS, der gehandicapt durch eine Beinprothese ebenfalls an den Gruppen-Sitzungen teilnimmt.

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    Kitschige Liebes-Geschichte mit traurigem Ende also schon vorher bestimmt?

    Weit gefehlt! Die Beiden springen auf direktem Weg in eine spannungsgeladene Beziehung und haben miteinander trotz Einschränkungen durch ihre Erkrankungen turbulente Erlebnisse, die sich zum Teil auch um den Bereich Literatur ranken. Nach dem Lesen eines unvollendeten Romans setzen sie sich mit aller Kraft ein Ziel: direkte Kontaktaufnahme mit dem Autor in Amsterdam auf dem europäischen Kontinent.

    Die Sprache der Ich-Erzählung macht es insbesondere Jugendlichen sehr leicht, das Buch nicht so schnell aus der Hand zu legen, aber auch Erwachsene werden im Verlauf des Romans schnell nicht nur die Hauptpersonen zu mögen und voller Spannung gemeinsam mit ihnen durch die lebendigen Seiten reisen.

    „Ich ging ans Telefon und sagte: „Schlechte Nachrichten“, und er sagte:

    „Scheiße. Was denn?“ „Ich kann nicht nach Amsterdam. Einer meiner Ärzte hält es für keine gute Idee.“ Er schwieg einen Moment „Mann“, sagte er dann. „Ich hätte einfach selbst zahlen sollen. Hätte dich direkt von dem Skelett nach Amsterdam verschleppen sollen.“ „Dann wäre ich wahrscheinlich in Amsterdam an Sauerstoffunterversorgung gestorben, und meine Leiche wäre im Frachtraum nach Hause geflogen“, sagte ich. (S. 111)

    Das Buch wurde 2014 verfilmt

    Annette Heine

  • Und das nennt ihr Mut

    Und das nennt ihr Mut

    Inge Meyer-Dietrich (Autorin)

    Susanne Haberer (Illustratorin)

    Ravensburger Buchverlag

    Altersempfehlung ab 12 Jahren

    Wie in etlichen Jugendbüchern für die Altersstufe ab 12 Jahren geht es auch hier um eine Jungenbande. Der Herrscher dieser „Gang“: Mike geht in die gleiche Klasse wie die Hauptperson dieser spannenden Geschichte: Andy, dessen Ziel es ist, in Mikes Bande aufgenommen zu werden. Dies wird ihm jedoch erst durch Diebstahl als Mutprobe möglich gemacht.
    Trotz Erfüllung dieser gefährlichen Aufgabe macht die Bande ihn vor der gesamten Klasse lächerlich, und er fühlt sich dementsprechend isoliert.

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    Drohbriefe, die jeder lesen kann, wandern über die Tische hinüber zu ihm herüber – er hat sich noch nie so extrem unwohl und bedroht gefühlt! Nach dem Vorstellen eines neuen Mitschülers Henner macht sich die Bande auch über ihn sofort lustig: „Henner – Penner!“

    Für Andy gibt es nur noch ein Ziel: er will aus der Gang austreten! Bisher hat er sich leider weder seinem sehr verständnisvollen Klassenlehrer noch seinen Eltern anvertraut – er öffnet sich jedoch dem neuen Schüler gegenüber.

    Fast zum Ende der Geschichte gibt es noch einmal einen Höhepunkt dadurch, dass an die elterliche Hauswand groß „Hier wohnt ein Dieb“ geschrieben wird!

    Die zwischendurch eingestreuten kleinen grau-schwarz-weißen Fotocollagen nehmen nichts von der Farbigkeit dieser spannenden Geschichte, die mit pädagogischem Hintergrund absolut empfehlenswert ist und die jungen LeserInnen von der ersten Seite an fesseln wird!

    Annette Heine

  • Wie man unsterblich wird – Jede Minute zählt

    Wie man unsterblich wird – Jede Minute zählt

    Sally Nicholls

    Übersetzung: Birgitt Kollmann

    Carl Hanser Verlag

    Altersempfehlung von 7 – 11 Jahren

    Ausgezeichnet mit dem Luchs des Jahres 2008 und nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2009, Kategorie Preis der Jugendlichen

    Fragen über Fragen, die sich der 11-jährige an Leukämie erkrankte Sam stellt. Darunter sind Fragen wie folgende: „Warum lässt Gott Kinder krank werden?“ Er weiß bereits während des Schreibens, dass ihm niemand eine Antwort darauf geben kann. Auch sein Wissen über die Krankheit ist so schonungslos realistisch, dass er in seiner Einführung bereits schreibt „Wenn du das hier liest, bin ich vermutlich tot.“

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    Diese Äußerung steht am Ende einer einführenden Liste. Sams tagebuchartige Erzählung teilt das Buch in abwechslungsreiche Kapitel ein; eine Erleichterung für junge LeserInnen!

    Trotz des begrenzten Lebens von Sam wird Mut vermittelt durch die ungewöhnliche Haus-Lehrerin, die Sam und seinen krebserkrankten und auf den Rollstuhl angewiesenen Freund Felix unterrichtet.

    Sie schafft es durch eine Reihe von ihr in Auftrag gegebenen Listen, derer beider Leben zu verändern. Durch die Frage nach von ihnen erwünschten und bevorzugten Erlebnissen setzt sie ihnen neue Ziele – wenn auch nur kurzzeitig aufgrund ihres absolut begrenzten Lebens.

    Im Mittelpunkt steht weiterhin Sam, denn der hilflosere Felix ist derjenige, der ihn zu Aktivitäten drängt und ihn dabei unterstützt. Wünsche unterschiedlichster Art tauchen auf:

    ein Mädchen küssen, ein berühmter Forscher werden, in einem Zeppelin fahren …

    Familie und Freundschaft bedeuten in diesem Buch absolute Hilfe, Rückhalt und Wärme! Eine ungewöhnliche Konfrontation mit unheilbarem Leid und trotzdem gespickt mit Komik zum Schmunzeln – Jugendliche, sowie Eltern und Lehrer werden sicherlich so wie ich in den bewegenden Bann gezogen werden!

    Dieses Erstlingswerk der jungen 25-jährigen Autorin hat bereits mehrere Literaturpreise gewonnen und ist in 18 Sprachen übersetzt.

    Annette Heine

  • Alles von Zackarina und dem Sandwolf

    Alles von Zackarina und dem Sandwolf

    Åsa Lind

    Illustrator: Philip Waechter

    Übersetzung: Jutta Leukel

    Verlagsgruppe Beltz

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahren

    In der deutschen Übersetzung von Jutta Leukel sind in Åsa Linds „Alles von Zackarina und dem Sandwolf“ drei Bücher mit je 15 Geschichten zusammengefasst. Philip Waechter hat die sparsamen, heiteren Bleistift-Illustrationen beigetragen.
    Obwohl der Sandwolf ein großes und gefährlich aussehendes Tier mit spitzen Zähnen und scharfen Krallen ist, fürchtet sich das Mädchen Zackarina nicht vor ihm, denn er jagt nur Mondschein. Er weiß alles, weil er so alt ist, und er beschützt Zackarina und gibt ihr weisen Rat.

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    Jede einzelne Geschichte macht dem Leser Lust auf das Buch, das Erwachsenen wie Kindern den Spiegel vorhält, ohne den Zeigefinger zu erheben. Ab und zu beantwortet es auch philosophische Fragen.

    In „Die unendliche Wurst“ ist es die Unendlichkeit des Universums, die Zackarina Kopfschmerzen bereitet, so lange hat sie schon darüber nachgedacht. Der Sandwolf behauptet dagegen, es gäbe eigentlich nichts, was zu Ende geht. Nicht einmal das Bonbon, das Zackarina gerade heruntergeschluckt hat. Es habe sich nur in etwas anderes verwandelt, sagt der Sandwolf. Als Zackarina versteht, dass nicht nur alle Dinge, sondern auch sie selbst Teil des Universums ist, rennt sie erleichtert und hungrig nach Hause. Beim Abendessen versucht sie ihrem Vater die neue Erkenntnis am Beispiel der Wurst zu vermitteln, die sie gerade aufgegessen hat.

    In der Geschichte „Zackarina und der Tod“ sieht das Mädchen nach einem Sturm einen seltsamen Schwan auf dem Meer. Der Sandwolf sagt, dies sei der Tod. Beschützt vom Sandwolf, wagt Zackarina eine Begegnung mit dem Tod, der sich am Strand in einen alten Mann verwandelt hat. „Du bist doch wohl nicht gekommen, um Zackarina zu holen?“ fragt der Sandwolf. „Nein, ich soll einen Hund holen, der Tikko heißt“, sagt der Tod und verschwindet. Zackarina ist erleichtert und traurig zugleich, denn sie kannte den Hund. Auf die Frage, wohin der Tod Tikko bringen werde, weiß auch der Sandwolf keine Antwort, denn das war und bleibt ein Geheimnis.

    „Allein zu Haus“ ängstigt sich Zackarina doch ein wenig vor den Geräuschen im leeren Haus, die ihr zum ersten Mal unheimlich sind. So rennt sie zum Strand, zum Sandwolf, der aus den Geräuschen des Kühlschranks, des tropfenden Wasserhahns und der knarrenden Treppe ein Lied macht. Aus einer alten Blechdose wird eine mit Sand gefüllte Rasselbüchse. Singend und sandrasselnd hat Zackarina dann keine Angst mehr, im leeren Haus zu warten.

    Obwohl die Geschichten von Åsa Lind auch zum Selberlesen gut geeignet sind, denke ich sie mir vor allem als Vorlesegeschichten, die in kindgemäßer Sprache auch ernste Themen behandeln. Vom Kindergartenalter bis über das Alter von 10 Jahren werden Kinder ihre Freude daran haben.

    Marie Rose Joos

  • Nicht drücken

    Nicht drücken

    Gernot Gricksch

    Oetinger Taschenbuch

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahren

    Spannung, Abenteuer und geheimnisvollem Geschehen für Kinder ab 9 Jahren:
    im Zentrum der Geschichte stehen Siri, ihre Freundin Svetlana und Ole. Drei mysteriöse Frauen, Drillinge, die in Kimonos auftreten und jeweils so schnell verschwinden wie sie aufgetaucht sind, sorgen dafür, dass sich die Umwelt der Kinder auf seltsame Weise verändert.
    Geheimnisvolle Pakete werden an Siri und Ole geliefert, Tiere, Eltern, Lehrer und Kinder nehmen gegensätzliche Verhaltensweisen an: eine Katze bellt, Jungen spielen mit typischem Mädchenspielzeug, eine Lehrerin verschwindet, andere Lehrer gestalten ihren Unterricht erstaunlich anders …

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    Rollenklischees werden hier stark in Frage gestellt durch diese skurrilen Veränderungen!
    Die drei Kinder sind immer wieder überrascht, aber zunächst total ratlos und überfordert. Sie halten Sitzungen, beratschlagen und werden immer mutiger. Nach und nach gibt es jedoch immer wieder neue Hinweise zum richtigen Reagieren durch die „Kimonofrauen“. Die Geschichte erreicht ihren Höhepunkt bei einem vom Trio organisierten Fußballspiel, ein für sie zwingender Auftrag der Frauen. Durch Mut und Entscheidungskraft schaffen es die Kinder, den unheimlichen Bann zu brechen, der sich durch das Buch zieht, so dass ihre Welt zum Ende hin wieder in ihren gewohnten Bahnen verläuft!

    Ein empfehlenswertes Kinderbuch durchzogen von Spannung, Phantasie, Spaß und Freundschaft, das die wörtliche Rede sicherlich die des lesenden Kindes treffen wird!

    Annette Heine

  • Ich bin Polleke

    Ich bin Polleke

    Guus Kuijer

    Übersetzung a. d. Niederländischen Sylke Hachmeister

    Oetinger Verlag

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Das Buch ist das fünfte in einer Serie. Alice Hoogstad hat kleine Zeichnungen dazu beigetragen. Wie auf Zettelchen geschrieben, tauchen im Text immer wieder Gedichte von Polleke auf. Sie dichtet besonders gern auf einem Klappstuhl, den sie in der Nähe von Opas Grab aufstellt.
    Es passiert eine Menge in dem Buch: Die 12jährige muss mit den Sprüchen der Leute zurechtkommen, die sie über den Tod Opas hinwegtrösten sollen.
    Sie lernt, befremdliche Traditionen anderer Kulturen zu respektieren – dass z.B. ihre Freundin Consuelo Getränke und Essen an Opas Grab bringt.

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    Sie ist allerdings nicht immer vom Sinn der Traditionen überzeugt, wenn z.B. die Mädchen ganz selbstverständlich für die Brüder Consuelos das Zimmer wischen sollen. Zuerst ist Polleke irritiert, dann findet sie die Idee aber doch rührend, als Consuelo Kartoffeln auf Opas Grab pflanzt, was Oma dann als Wunder bezeichnet.

    Nach den Ferien kommt Pollekes Freund Mimun aus Marokko zurück und schenkt ihr ein Kopftuch, das zu tragen sie einige Überwindung kostet. Daneben gibt es die üblichen Probleme einer Patchwork-Familie. Aber eigentlich klappt alles ganz gut: Polleke liebt ihre Mama und ihren Papa und kommt mit dem Mann ihrer Mutter ganz gut zurecht.

    Was Polleke nicht versteht, ist, dass alle Leute etwas glauben. Sie glaubt nicht, dass es einen Himmel gibt und sie glaubt natürlich auch nicht an Allah. Nur Oma meint, dass Polleke sehr gut beten kann (manchmal soll sie das Tischgebet sprechen), auch wenn sie nicht gläubig und der Pastor gar nicht mit ihren Gebeten einverstanden ist.

    Das Buch ist wohl in erster Linie für über 10jährige Leser und Leserinnen gedacht. Da die Hauptperson ein Mädchen ist, könnte man es auch als erfrischend untypisches Mädchenbuch bezeichnen.

    Marie Rose Joos

  • Die Gärten von Dorr

    Die Gärten von Dorr

    Paul Biegel

    Urachhaus Verlag

    Altersempfehlung ab 8 Jahre

    Meine sehr spontane Reaktion in Worte gefasst:

    „Ich sitze in der morgendlichen Märzsonne auf dem Balkon und beginne in dem Buch zu lesen, dass ich vorhin aus dem Briefkasten gezogen habe: „Die Gärten von Dorr“ von Paul Biegel. Ich tauche lesen lesend hinab in eine Zauberwelt, ich fühle die Angst der Prinzessin „verlier mich nicht“ und ich spüre das Drängen in MIR, trotz der Angst weiter zu gehen, um meinen Liebsten „Komm zurück“ zu finden.

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    Das Frühlingsgezwitscher der Meisen tönt mir aus dem verwunschenen Wald entgegen – und kommt doch aus dem Garten vor meinem Balkon.

    Magische Worte, magische Bilder, Verse, Lieder und Zauberwesen ziehen mich in ihren Bann. Ich möchte bis zur letzten Seite weiterlesen, doch dann wäre der Zauber vorbei.

    Um den Zauber zu verlängern, unterbreche ich das Lesen – gehe jetzt erst einmal einkaufen. Aber danach freue ich mich schon auf die nächste Zauberstunde!“

    Gisela Kühn

  • Igel Igor mag das nicht

    Igel Igor mag das nicht

    Andrea Reitmeyer

    Jumbo

    Altersangabe ab 3 Jahre

    Welches Kind möchte nicht gerne nur die „leckeren“ Sachen essen?
    Igor der kleine Igel zieht das durch. Ihm schmecken nur und ausschließlich Erdbeeren. So kommt es, dass er im Herbst nichts mehr essen mag, weil es keine Erdbeeren mehr gibt. So hat er auch keinen Winterspeck und kann vor Hunger nicht schlafen.
    Erst das Eichhörnchen kann ihn eines Besseren belehren.

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    So schlafen die beiden gemütlich aneinander gekuschelt in den Winter.
    Auch hier sind die Informationen zum Igel in den Klappen des Einbandes zu finden. Vom Stil ähnelt das Buch „Trau dich, Ida“.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der kleine Igel und die rote Schmusedecke

    Der kleine Igel und die rote Schmusedecke

    M Christina Butler

    Tina Macnaughton

    Brunnen

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Heute passt der kleine Igel auf seinen Cousin Piko auf. Der bringt seine Schmusedecke mit. Diese Decke kann man wie einen weichen Filz fühlen.  Zunächst sind die Freunde nicht begeistert, dass der kleine Piko mit Schmusedecke sie zum Spielen begleiten soll.

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    Aber dann macht es doch Spaß mit ihm zu spielen und als er am Ende noch eine Maus mit Hilfe der roten Decke rettet, sitzen alle zufrieden auf der Glockenblumenwiese.

    Niedliche Bilder von Tieren, schöne Landschaften und einfache Texte und natürlich muss man immer wieder über die Decke streicheln.

     Dagmar Mägdefrau

  • Genau wie du

    Genau wie du

    Guido an Genechten

    J.P. Bachem Verlag

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Große Bilder über beide Seiten und immer der Vergleich „Sie spielen besonders gern, genau wie du“. Kleine Bilderbuchleser lernen die Tiere kennen und sich mit ihnen vergleichen. Ich denke, dass das ein Gefühl der Sicherheit vermittelt.

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    Für ganz Kleine sicher ein schönes Buch mit tollen Bildern und wenig Text. Aber auch Aufforderungen zum Mitmachen (Singen) oder durch die Frage „Kannst du auch Schwimmen?“  kommt man leicht ins Gespräch.

    Dagmar Mägdefrau

  • So ist der Winter

    So ist der Winter

    Görel Kistina Näslund

    Kristina Digman

    Bohem

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    „Dann weiß man, dass Winter ist. Denn das Weiße ist Schnee und Schnee gibt es nur im Winter“ Und dann erfahren wir, was alles noch wichtig ist im Winter. Da wird Schlitten gefahren, werden Schneemänner gebaut und es wird Schnee ins Haus getragen.

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    Am Ende verschwindet das Weiß und es wird Frühling. Die beiden Kinder, die uns im Buch begegnen, haben große Köpfe zu kleinen Körpern, auch sonst sind die Größenverhältnisse manchmal aufgehoben. Ein Buch für den ersten Schneewinter.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wenn Mama verreist

    Wenn Mama verreist

    Mariana Ruiz Johnson

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    So ändern sich die Zeiten, auch im Bilderbuch. Mama verreist und der kleine Elefant, der die Geschichte (ungewohnt) in der Ich-Form erzählt, bleibt mit Papa zu Hause. Es wird erzählt, wie die beiden Mama zum Flughafen bringen und später mit ihr skypen.

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    Zu Hause ist mit Papa alles anders, überall liegt Spielzeug herum und es riecht nach Kakao und Pfannkuchen. Trotzdem sind alle glücklich, wenn Mama wieder zurück ist.

    Wie ich finde, ein sehr modernes Bilderbuch. Die Zeichnungen sind einfach und in Pastelltönen gehalten. Ich finde die Tiere sehr statisch, auch in der Mimik, das spricht mich nicht so sehr an.

    Dagmar Mägdefrau

  • Henriettes Heim für schüchterne und ängstliche Katzen

    Henriettes Heim für schüchterne und ängstliche Katzen

    Alicia Potter

    Ulli und Herbert Günther (Übers.)

    Birgitta Sif (Illustration)

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Da zu unserem Haushalt seit Jahren eine Katze, Kater Leon, gehört, wollte das Buch von mir gelesen werden. Henriette sammelt alle ängstlichen Katzen in ihren Haus und versorgt sie. Sie versucht sie durch Schulungen von ihren Ängsten zu befreien. Ein besonders ängstlicher Vertreter ist Krümel. Er versteckt sich immer wieder vor Angst.

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    Aber als Henriette ihre Hilfe braucht, werden die Katzen mutig, allen voran Krümel.

    Trotz vieler dunkler Bilder ist das Buch eher fröhlich, da die Figuren in Richtung Karikatur gezeichnet sind. Katzenbesitzern macht es sicher Spaß und Kinder lernen, dass man auch mal mutig sein muss, vor allem mit dem Rückhalt der Freunde.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ich bin der Stärkste im ganzen Land

    Ich bin der Stärkste im ganzen Land

    Mario Ramos

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Diesmal ist ein Wolf die Hauptfigur in diesem broschierten Bilderbuch aus der Reihe Minimax (6,50 €). Und er geht angeberisch und um Lob heischend durch den Wald. Nach einem Kompliment an das angesprochene Tier, wird ihm auch brav bestätigt, dass er der Stärkste im ganzen Land ist. Bis er an ein kleines, krötenartiges, grünes Wesen gerät.

    Da soll doch die Mama stärker sein als der Wolf. Ob der Wolf etwa umdenken muss?

    Mir gefiel diese Buch, weil  es immer Spaß macht, wenn so ein Angeber mal klein bei- geben muss. Der Text ist kurz und klar. Die Bilder stellen hauptsächlich den Wald und die Miene des Wolfes da. Auch sie sind klar und einfach, sagen aber alles aus.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der WechStabenVerbuchsler

    Der WechStabenVerbuchsler

    Mathias Jeschke

    Karsten Teich

    Lübbe Boje-Verlag

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Ich weiß nicht, ob  ich das Buch ohne viel Stammeln vorlesen kann?? „Mein Name ist Mackerbenn“ sagt Herr Beckermann, „Gaten Tug“.

    Herr Beckermann ist in einer Drehtür „verunglückt“ und seitdem vertauscht er die Buchstaben. Allerdings ohne ein für mich klar erkennbares Schema.

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    Das macht die Sache für mich sehr schwierig. Die zuhörenden Kinder werden sich sicher amüsieren über die entstandenen Wörter und Nina und ihre Mama gefällt die Aussprache von Herrn Beckermann sowieso. Sicher macht es Spaß, selber Wörter zu verdrehen und besondere Wortschöpfungen zu erfinden. Damit bringt das Buch viele fröhliche Anregungen.

    Die Bilder sind etwas in Richtung Karikatur, wie die überzeichneten lange Körper. Vieles findet auf dem Kopf statt. Lustig, fast albern angelegt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der goldene Käfig oder Die wahre Geschichte der Blutprinzessin

    Der goldene Käfig oder Die wahre Geschichte der Blutprinzessin

    Aus dem Italienischen von Ulrike Schimming

    Bohem Press

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Nominiert für den Jugendliteraturpreis 2016 in der Kategorie Bilderbücher

    Als erstes haben mich die wunderschönen Bilder angezogen. Wie das Gefieder leuchtet, da muss man einfach zugreifen. Das Märchen erinnert etwas an „Die Nachtigall“ von Hans Christian Andersen. Auch hier muss ein Käfig mit einem besonderen Vogel gefüllt werden. Die Prinzessin schickt ihre Diener in alle Welt, ihn zu suchen. Erfolglosigkeit wird mit Köpfen des Dieners bestraft.

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    Trotzdem, wie in Märchen üblich, versuchen es immer neue Abenteurer. Und immer endet es mit:

    „Zack, Kopf ab“

    Und das ist mir einfach zu brutal. Da wird keine Untat bestraft, sondern Unmögliches gefordert und dann die Macht missbraucht. Ich kann dieses Märchen, trotz der schönen Bilder nicht vorlesen. Ich denke dieses Buch ist als Denkanstoß etwas für Jugendliche oder Erwachsene.

    Dagmar Mägdefrau

  • Du gehörst dazu – Das große Buch der Familien

    Du gehörst dazu – Das große Buch der Familien

    Mary Hoffman (Text)

    Ros Asquith (Illustration)

    FISCHER Sauerländer

    Was macht eigentlich eine Familie aus? Dieser Frage nähern sich Mary Hoffman und Ros Asquith in diesem Buch. Nicht unbedingt müssen zu einer Familie zwei Eltern gehören, nicht jede Familie ist gleich groß oder hat die gleichen Lebensgewohnheiten.

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    „Du gehörst dazu“ zeigt eine ganze Reihe von unterschiedlichen Familienentwürfen nebeneinander auf, ohne sie zu bewerten. Auf diese Weise eröffnet das Buch unterschiedliche Sichtweisen, gleichzeitig fordert es die Kinder immer wieder auf, auch ihre eigene Familie zu reflektieren und in Beziehung zu den geschilderten Familien zu setzen.

    Alle Seiten sind farbig illustriert und einige der Illustrationen erinnern an Wimmelbücher und laden dazu ein, länger auf einer Seite zu verweilen und alle Details zu betrachten. Durch sein großes Format eignet sich das Buch auch dazu, es mit mehreren Kindern gleichzeitig zu betrachten und die Kinder die Texte zu den Bildern selber entdecken und erfinden zu lassen.

    Ein schönes Buch, das davon Abschied nimmt, das Familienbild in eine Norm zu pressen und zu kategorisieren. Statt dessen eröffnet das Buch eine Vielfalt von unterschiedlichen Modellen und regt zum Nachdenken und zum toleranten Umgang miteinander an.

    Sabine Malischewski