• Da ist besetzt!

    Da ist besetzt!

    Antje Damm

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir ein Schwein im Anzug auf einer Bank sitzen an der Leine hält er einen kleinen grauen Hund und hinter der Birke schaut ein Krokodil hervor.
    Noch ist die Bank leer der kleine Park an den Hochhäusern wirkt verlassen und kahl.
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    Dann sitzt das Schwein mit dem Hund auf der Bank und über den Weg naht das Krokodil mit einem großen gelben Rucksack. Es grüßt freundlich und fragt „Ist da noch frei?“ Das Schwein schaut böse und antwortet „Da ist besetzt!“ obwohl niemand zu sehen ist. Dem Krokodil macht das nicht aus, es setzt sich auf den Boden, packt einen Rucksack aus und biete Himbeertee an. Auf die Frage, was er wohl da mache, antwortet das Krokodil „Ich träume!“
    Ja und genau von diesem Traum handelt dieses Buch und auch Herr Schröder wie sich das Schwein vorstellt, erzählt von einem seiner Träume.
    Es ist sehr schön zu erleben, wie sich die beiden durch die nette Art von Flux dem Krokodil, das sich nicht von der negativen Art abschrecken lässt, annähern und zum Schluss gemeinsam etwas unternehmen.
    In den gezeichneten Gesichtern der beiden konnte ich genau jede Regung erkennen und mir vorstellen, wie die kurzen Sätze gelesen werden wollen. Eine poetische Geschichte über den Beginn einer Freundschaft, die mit der Erfüllung eines Traums beginnt.

    Dagmar Mägdefrau
  • Vom Gespenst, das nicht allein sein wollte – Band 2      

    Vom Gespenst, das nicht allein sein wollte – Band 2      

    Gareth Ryans

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    In der Dämmerung schwebt das kleine Gespenst etwas zaghaft über eine Wiese, im Hintergrund sehen wir ein düsteres Schloss. Anstatt zu spuken, gruselte sich das Gespenst selbst am meisten.
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    So allein fühlte es sich nicht wohl und es überlegt, eine Übernachtungsparty zu feiern. Ihr erster Gast sollte die Schnecke sein, doch die war viel zu langsam und würde bis zum Abend die Strecke nicht schaffen. Auch das Eichhörnchen hatte noch mit der Suche nach seinem Futterversteck zu tun. Die Henne musste noch brüten und der Frosch konnte nicht so lange ohne Wasser auskommen. So kommt es, dass das Gespenst traurig dem Mond sein Leid klagt. Als dann ein zweites Gespenst auftaucht, das tolle Ideen hat, wird alles gut und es kommt zu einer Überraschungsparty mit vielen Gästen.
    Der Text des Buches ist schon sehr lang, da muss ein dreijähriges Kind schon Erfahrung mit Büchern haben. Die Bilder sind sehr stimmungsvoll und bilden sehr schön die Nacht ab, ohne Angst zu machen.
    Wie schön, dass auch ein Gespenst nicht gerne allein sein möchte und dass es dank der Freundschaft zum Nachbargespenst so viele Freunde findet. Das Buch hat sich schon bei meinem jüngsten Enkel zum Lieblingsbuch gemausert.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mich kriegt nichts kaputt   

    Mich kriegt nichts kaputt   

    Annette Langen

    Kristine Ortmeier

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Vasen, die wir auf dem Cover sehen, sind die Protagonistinnen in diesem Bilderbuch, die Hauptrolle spielt die kleine Vase mit der Stupsnase. Als der Laden schließt, stehen die Vasen, einige mit einem Preisschild versehen, im Regal. 
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    Eine rosa Vase mit Brille steht auf dem Boden und strickt an einem Netz. Die kleine Vase schreit „Jetzt will ich spielen, am liebsten mit Vielen!“ und möchte sich an einem Strick abseilen. Die Angstvasen haben, wie ihr Name schon sagt, Angst! Doch die kleine Vase lässt sich nicht abhalten, sie seilt sich ab. Danach erfahren wir so einiges über die Ängste der anderen Vasen, ihre größte Angst ist die vor einem Elefanten. Doch die kleine Vase ruft „Aus und vorbei mit der Angsthaberei!“ und macht einen Kopfstand. Als dann noch ein Elefant im Laden auftaucht und sie vor dem Absturz rettet, dann aber selbst Angst vor einer Ameise hat, ist irgendwie alles durcheinander. 
    Die wörtliche Rede reimt sich, während der restliche Text ohne Reime auskommt und die Bilder zeigen sehr schön die Emotionen der Vasen.
    Ich muss zugeben, dass mich die Geschichte nicht so richtig gepackt hat. Angstvasen, ein ängstlicher Elefant und eine kleine Vase mit Stupsnase, die an ihre Grenzen und darüber hinaus geht, da ist mir doch zu fantastisch. Mir ist klar, dass hier Angst das wichtigste Thema ist und dass wir erfahren, dass es ein Sicherheitsnetz gibt, das uns die Angst nehmen kann. Allerdings kann ich das nicht so recht in meinen Alltag umsetzten.
    Bei meinen Enkeln hat die Geschichte allerdings gezündet, sie haben einfach mehr Fantasie als ihre Oma.

    Dagmar Mägdefrau
  • Auf dem Bauernhof…ist so viel los!       

    Auf dem Bauernhof…ist so viel los!       

    Susanne Böse

    Natalie Merheb

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Ein großes Pappbilderbuch mit Schiebern, das kommt immer gut an bei den Kleinen. Mama Kuh sucht ihr Kälbchen und wir suchen mit und schieben die Tür der Scheune zur Seite und entdecken das Kälbchen, die rote Katze gibt uns einen Tipp. 
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    Wegen dieser Katze flüchten die Küken in den Hühnerstall, hier zählen wir sie durch. Auch das Lämmchen wird gesucht, wir finden es auf der Weide. 
    Es werden Tiere gesucht und nachdem wir den Schieber herausziehen, finden wir die Gesuchten. Dadurch lernen wir die Tierkinder und ihre Eltern kennen. Die Bilder sind bunt und zeigen die Bauernhoftiere in ihrem Lebensraum. Wegen der dicken Pappseiten können die Kinder das auch mal ganz alleine entdecken, es wird ihnen Freude machen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Elefant versteckt sich       

    Elefant versteckt sich       

    Miriam Zedelius

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Auf dem fröhlich bunten Cover sehen wir das kleine Faultier, das sich die Augen zuhält. Hinter dem Sessel schaut der Elefant hervor. Als der Fuchs fragt, was sie spielen sollen, schlägt das Mäuschen Verstecken spielen vor. Das Faultier muss suchen und schon hat sich das Mäuschen versteckt. 
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    Es ist nicht ganz einfach, das kleine Schwänzchen hinter dem Obstkorb zu finden. Jetzt ist der Fuchs dran, er legt sich unter die Bettdecke, die Giraffe hat es nicht ganz so leicht, aber auch der Elefant, der sich als letztes Tier versteckt, muss sich etwas überlegen. 
    Verstecken spielen mögen alle Kinder und in diesem Pappbilderbuch verstecken sich die Tiere sehr fantasievoll und ich musste schon genau hinschauen, um sie zu finden. Das Buch werden wir sicher noch oft vorlesen, es macht richtig Spaß zu suchen und zu finden.

    Dagmar Mägdefrau

  • Opa Bär und die Schuhe im Kühlschrank

    Opa Bär und die Schuhe im Kühlschrank

    Anne und Paul Maar

    Hannes Maar

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Wie immer geht Benny mittwochs nach der Schule zum Opa, den er sehr mag. Die beiden spielen Karten oder machen ein Süßigkeiten-Wettessen. Doch als Benny die Milch aus dem Kühlschrank nehmen will, liegen dort ein Paar Schuhe. 
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    Opa verwundert das nicht und er weiß wohl auch nicht, wo die Schuhe eigentlich hingehören. Dann sucht er in der Küchenschubladen nach Gummibärchen, die er schon aufgegessen hat. Als er Hunger bekommt, wünscht Opa „Honigkuschen“ zu essen. Benny verbessert ihn und sagt Honigkuchen. Im Laufe der Geschichte verbessert er Opa noch einige Male, was dem nicht gefällt. So kommt es, dass Benny erklärt, was Demenz ist. Opa macht aus dem Wort „die Menz“ und nennt sie wütend „Blöde und doofe Menz!“
    Schon das Titelbild lässt mich die Liebe, die die beiden verbindet, fühlen. In der Geschichte spürte ich genau, dass Benny seinem Opa nicht weh tun möchte und so verspricht er ihm, „Ich werde immer für dich da sei und mich um dich kümmern“ und die beiden umarmen sich liebevoll.
    Drei Generationen der Familie Maar haben an diesem wundervollen Bilderbuch über Demenz gearbeitet und man merkt dem Buch an, dass es mit viel Liebe und Sachkenntnis erstellt wurde.
    Die Illustrationen sind zart gehalten und bis ins Detail voller Liebe, der Text zeigt die Probleme, die Senioren mit Demenz sich und andern bereiten, aber es schwingt immer Verständnis und ein wenig Humor mit.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die kleine Fee und ihre Reise nach Hause

    Die kleine Fee und ihre Reise nach Hause

    Sarah Oschem

    Independently published

    Autorinnenempfehlung ab 5 Jahre

    Vor mir liegt eine kleine Broschüre, ein Lese- und Ausmalbuch. So finde ich jeweils auf der linken Seite einen Text und auf der rechten ein Bild, das ich ausmalen kann. Ein ungebräuchliches Format, das mir aber gut gefällt.
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    Die kleine Fee, die mit ihrer Mutter am Meer wohnt, äußert den ungewöhnlichen Wunsch „Ich möchte nach Hause.“ Während die Flügel der anderen Feen glitzern und ihre Augen strahlen und ein besonderes Kribbeln in der Luft liegt, empfindet die kleine Fee so etwas leider nicht. Da erkennt ihre Mutter, dass es Zeit wird für die Reise ihres Lebens. So macht sich die kleine Fee auf den Weg und trifft Freundinnen, die an den unterschiedlichsten Orten wohnen. Aber auch dort fühlt sich die Fee nicht zu Hause. Erst als sie erkennt, dass der Wald das Zuhause einer Waldfee ist, ist sie angekommen.
    Neben der zauberhaften kleinen Erzählung gibt es passende Bilder mit klaren Konturen zum Ausmalen. Ich weiß, dass meiner Enkelin dieses Buch sehr gut gefallen wird. Sie liebt es auszumalen und die Geschichte wird sie auch gerne hören wollen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Liv – Kein Märchen

    Liv – Kein Märchen

    Anne Sofie Allermann

    Stephanie Donsø

    Aus dem Dänischen von Viola Rosa Semper

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Die kleine Liv sitzt an ihren Opa gelehnt und es sieht so aus, als wenn beide nachdenken würden. Das Cover ist genau wie die Illustrationen im Buch in zarten Farben gezeichnet. Während Opa in der gemütlichen Küche kocht, springt Liv wie ein Springer über den gekachelten Boden. 
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    Wie ein Bauer zu springen, was der Opa vorschlägt, findet sie zu langweilig. Es gibt Livs Leibgericht - Rehrücken. In der Dämmerung gehen die beiden in den Wald und schauen auf den Himmel, weil Liv schon müde ist, nimmt Opa sie auf den Rücken. Weil Opa so stark ist wie ein Bär ist, wird er auch so dargestellt. Als Gute-Nacht-Geschichte liest Opa „Rotkäppchen“ vor. Am frühen Morgen gehen die beiden wieder in den Wald, diesmal nimmt Opa sein Gewehr mit.
    Dieses Bilderbuch ist wahrlich kein Märchen, denn der Opa schießt ein Reh und bedankt sich bei dem Tier. Liv ängstigt sich, dass sie vielleicht auch gegessen wird, doch Opa kann sie beruhigen. Am Ende isst Liv ein Käsebrot und stellt fest „Opa, wir sind die Wölfe.“
    Die Beziehung der beiden ist sehr innig, was wir sehr gut spüren können. Opa ist Jäger, aber auf mich wirkt er sehr einfühlsam, mit der Enkelin und mit der Natur. Ich glaube, dass unsere heutige Natur, die durch viele Einflüsse aus dem Gleichgewicht gebracht wurde, manchmal menschliches Eingreifen benötigt, um sie zu regulieren. Opa ist auch ehrlich gegenüber Liv und die Erkenntnis, dass wir Menschen schlimmer sind als der Wolf, bietet viel Stoff zur Diskussion. Kurze verständliche Texte und die sanften Zeichnungen ergänzen sich und zeigen an diesem Beispiel, dass Tiere für unser Essen sterben müssen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Auf zu den Dinosauriern

    Auf zu den Dinosauriern

    John Hare

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auch dieses Buch von John Hare kommt wieder ganz ohne Worte aus, lediglich am Anfang ist ein „PLOPP!“ zu lesen. Wieder steigt eine Klasse mit ihrem Lehrer - alle in weißen Anzügen und mit einer Sonnenbrille ausgestattet - in ein ungewöhnliches Fortbewegungsmittel. 
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    Eine runde, gelbe Untertasse, die aber dann vier Beine zur Fortbewegung, eine Art Kopf als Aussichtplattform und einen Schwanz als Radarschüssel ausklappt. So haben alle eine gute Aussicht auf die farbenfrohen Dinosaurier, die in der Landschaft auftauchen. Als ein Kind eine Banane aus seinem Köfferchen holt, schnappt sich ein Flugsaurier die blaue Frühstücksbox. Als das Kind sie sich zurückholen will, stürzt es zu Boden und trifft auf einige nette Dinosaurier.
    Dieses spannende Abenteuer kommt hervorragend ohne Worte aus und gerade Kinder, die nicht so gut Deutsch können, schauen sich diese Buchreihe seht gerne an. Hier werden aber auch Dino-Fans auf ihre Kosten kommen, denn sie kennen die Namen der vorkommenden Tiere genau.
    Dieser vierte Band entspricht zwar ein wenig der Geschichte, die auf dem Mond spielt, hat aber eine ganz andere, sehr fröhliche Kulisse. Ein tolles wortloses Buch, das die Kinder sich gerne auch alleine anschauen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Das war doch keine Absicht!

    Das war doch keine Absicht!

    Jörg Mühle

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Diesmal ist bei den beiden Freunden Wiesel und Bär der Winter eingezogen und die beiden müssen Schnee schippen. Mit seiner großen roten Schneeschaufel wirft der Bär den Schnee kräftig über seine Schulter und trifft das Wiesel, das mit einem Handfeger die Möbel frei fegt. 
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    Das Wiesel regt sich schrecklich auf und verlangt vom Bären eine Entschuldigung. Der sieht das natürlich nicht ein, denn es war ja keine Absicht. Das Wiesel dramatisiert die Situation sehr und meint „Um Entschuldigung bitten, ist gar nicht so schwer.“ und bietet an, dem Bären ein Beispiel zu geben. Irgendwann ist ein wilde Schneeballschlacht im Gange, die viele Entschuldigungen bringt.
    Mit einem wundervollen Humor wird hier das leidliche Thema Entschuldigen so schön beschrieben. Da reichen wenige Worte, denn die Bilder sprechen ja für sich, zeigen Emotionen und eine Mimik, die so eindrucksvoll ist.
    Ein sehr gelungenes Bilderbuch, das sicher bei den Kinder genau so viele Reaktionen hervorruft wie der erste Teil „Zwei für mich, einer für dich“.

    Dagmar Mägdefrau

  • Malte & Oßkar und der Lauf der Dinge

    Malte & Oßkar und der Lauf der Dinge

    Amia von Arensberg

    Malte Zierden

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das Cover zeigt Malte, der sich als Winzling an die Taube Oßkar schmiegt. Das Buch beginnt mit Malte, diesmal ist seine Größe die eines Jungen, und Phia, dem Mädchen aus dem Nachbarhaus. 
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    Die beiden schreiben sich kleine Briefe, die sie mittels eines Korbes von Haus zu Haus verschicken. Malte und Oßkar machen alles zusammen und so kommt es zu einem Unglücksfall, als Malte Oßkar einen „wunderkrummen Kaktus“ zeigt, stolpert er und einige Dornen bohren sich in den Flügel des Täuberichs. Sehr schön wird hier mit einer schwarzen Seite Maltes Schmerz über diese Verletzung dargestellt und dass er ganz klein wird, ist nachvollziehbar. So gelangt er im Korb in Phias Zimmer und durch eine Schublade in eine besondere Welt. Die beiden erleben unterschiedliche Jahreszeiten, verschiedene Fest und treffen auf den „unendlich großen“ Trost. 
    Hinter den Protagonisten des Buches stecken reale Erwachsene und Oßkar ist Maltes Taubenfreund. Das Buch erzählt poetisch eine zauberhafte Geschichte, die von Ängsten und Mut handelt, die zeigt, wie wichtig Freundschaft mit Menschen und Tieren ist und die uns den Trost zu Seite stellt, wenn wir ihn benötigen. Trost benötigen wir alle mal und hier wird er uns bildlich vorgestellt als riesige große Figur, die Malte immer zu helfen weiß. So umhüllt am Ende des Buches die drei „ein warmes Gefühl“ und das spüren wir Leserinnen und Leser, auch die Kinder.

    Dagmar Mägdefrau

  • Hui, Spinne – Haustierchen halten für Anfänger

    Hui, Spinne – Haustierchen halten für Anfänger

    Lena Zeise

    Klett Kinderbuchverlag

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir eines der Krabbeltierchen, die in diesem Buch vorgestellt werden. Das Buch beginnt mit der Vorstellung der Großen Winkelspinne, der wir sicher schon bei uns zu Hause begegnet sind. 
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    Unter einer großen Zeichnung des Tieres gibt es viele Informationen. Lustig ist der Punkt „Anschaffung“, denn im Titel des Buches geht es ja um die Haltung der Tiere, deshalb wird auch die Haltungsform erklärt. Auch „Profiwissen“ finde ich sehr spannend. Zusätzlich gibt es ein farbig unterlegtes Feld mit Zeichnungen und zusätzliche Informationen. Weiter geht es mit vielen Tieren, die wir sicher nicht bei uns wohnen haben möchten, z.B. dem Katzenfloh (den hatten wir mal als Haustier, schrecklich), der Kopflaus oder der Bettwanze. 
    Ich finde es sehr witzig, dass hier diese Tiere, die wir gemeinhin Ungeziefer nennen, als Haustiere bezeichnet werden und uns Tipps zum Fangen und zur Haltung gegeben werden. Die Informationen sind vielfältig und auch humorvoll geschrieben. Das spricht sicher Leser*innen an, denen manche Sachbücher zu langweilig sind.

    Dagmar Mägdefrau

  • Jetzt mal ehrlich?! – Meine Gefühle, mein Körper, meine Regeln

    Jetzt mal ehrlich?! – Meine Gefühle, mein Körper, meine Regeln

    Carsten Müller

    Steffi Bohle

    Emily Clair Völker

    EMF

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    „Ein wirksames Aufklärungsbuch für Kinder zur Prävention von sexuellem Missbrauch.“ ist  auf dem Cover zu lesen. Und ich finde, das entspricht genau dem Inhalt des Buches, das ich Eltern, Erzieher*innen und Lehrer*innen ans Herz legen möchte. 
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    Die Autoren haben gleich zwei Vorworte geschrieben, einmal für die Erwachsenden, die auch in grünen Textkästchen im Laufe des Buches Informationen erhalten, und für die Kinder, für die das Buch in erster Linie geschrieben wurde. 
    Zunächst geht es um die Einzigartigkeit eines jeden, dabei gefällt es mir sehr gut, dass die Lesenden direkt angesprochen werden. Dann kommen wir zu den unterschiedlichen Körperteilen, dazu gehören auch Abbildungen von Vulva und Penis, aber auch der Anus wird erwähnt. Sehr gut gefallen mir auch die Spielregeln, die klar besagen, was erlaubt und verboten ist. Nachdem über Gefühle gesprochen wurde, kommen wir zur Gewalt und ihren unterschiedlichsten Gesichtern. Anhand praktischer Beispiele werden Situationen beschrieben, in denen die Kinder lernen müssen, wie sie sich am besten verhalten sollen. Denn, wie der nächste Teil zeigt, Prävention ist wichtig. So wird das Verhalten eines Mann geschildert und wie er sich einem Kind nähert. Ich finde es sehr wichtig, direkt darüber zu sprechen und nicht nur Andeutungen zu machen. Dass auch im Internet Gefahren lauern und da steht ein sehr wichtiger Satz „Wissen macht dich richtig stark!“ Genau so ist es. Wenn die Kinder wissen, wo und auf was sie achten müssen, dann können sie auch handeln. Und auch dieses Handeln wird in dem Buch sehr genau beschrieben, vom „Nein!“ bis zur Nummer gegen den Kummer.
    Die Texte sind klar und gut verständlich, die Illustrationen ehrlich und klar. Ein wichtiges Buch für alle Kinder, die wir stärken wollen. Ein mutiges Buch für mutige Kinder und alle, die sie erziehen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die kleine Kackwurstfabrik

    Die kleine Kackwurstfabrik

    Maja Baseler

    Annamarie van den Brink

    Klett Kinderbuchverlag

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Dieses kleine Pappbilderbuch zeigt schon den ganz kleinen Leser*innen, was in unserem Körper passiert, wenn wir etwas essen. Schon auf dem Cover sehen wir die Banane, die in unserem Körper verarbeitet wird und am anderen Ende als braune Wurst herausfällt. 
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    Pim und Polly sind zwei kleine menschliche Wesen, die die Banane begleiten. Der Magen knurrt und sie entscheiden sich für die Banane, die zusammen mit anderen Nahrungsmittel auf dem Teller liegt. Dann geht es in den Mund, die Zähne kauen, es kommt Spuke hinzu und die Zunge sorgt dafür, dass alles in die Speiseröhre gelangt. 
    Die eckigen Formen erinnern an eine Maschine, im Dickdarm ist ein Zug unterwegs und ein Fließband transportiert den entstandenen Haufen in Richtung Ausgang.
    Es werden einige Worte benutzt, die ich hier nicht erwähnen möchte, die aber zum Thema passen.
    Das Buch ist sehr gut verständlich und erklärt in wenig Worten und passenden Illustrationen sehr genau, wie die Verdauung funktioniert.

    Dagmar Mägdefrau


  • Grimm und Möhrchen – Das zeselige Mitmachbuch für graue und bunte Tage

    Grimm und Möhrchen – Das zeselige Mitmachbuch für graue und bunte Tage

    Stephanie Schneider

    Stefanie Scharnberg

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Dieses Din-A4 Buch enthält 50 lustige Rätsel und Spiele, so steht es auf dem Cover. Unser kleiner Zesel malt einen Grimm, um ihn herum liegen viele Malutensilien.
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    Zunächst werden die Protagonisten vorgestellt, danach erfahren wir, was die  Autorin sich hat alles einfallen lassen, um die grauen Tage bunt zu machen. Wir beginnen mit einem Labyrinth, die Zutaten der Suppe werden gezählt und ein Bild ausgemalt. Dann basten wir Fingerfiguren vom Zesel und seinen Freunden und danach wird gerechnet. Witzig geht es weiter, denn da wurden zwei Tiere zusammengesetzt, so entstand ein Entguru und andere wunderliche Tiere. Weiter hinten im Buch gibt es noch zwei Postkarten, die wir verschicken können. 
    Die Aufgaben sind sehr abwechslungsreich und liebevoll gestaltet. Ein Mitmachbuch für Vorschulkinder, die gerne tüfteln, rechnen und malen. Ich weiß schon, dass meine Enkelin begeistert sein wird.

    Dagmar Mägdefrau
  • Grimm und Möhrchen – bauen sich eine Höhle -Band 2

    Grimm und Möhrchen – bauen sich eine Höhle -Band 2

    Stephanie Schneider

    Stefanie Scharnberg

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Kaum hatte ich angefangen zu lesen, ergänzen die Enkel den Text, denn beide kannten das Lied aus dem Adventsbuch vom letzten Jahr. Hinten auf dem Buch ist der QR-Code für das Lied.
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    Der kleine Zesel Möhrchen und sein Freund, der Buchhändler Grimm, haben nie Langeweile, immer fällt ihnen etwas ein. „Heut hab ich geträumt, wir hätten, schwuppdiwupp – das ganze Zimmer umgeräumt!“ und schon ziehen die beiden in den Schrank oder hinter das Sofa. Die witzigen Bilder zeigen uns, wie die beiden das machen. Dann wird gemeinsam eine Höhle gebaut, eine beliebte Tätigkeit meiner Enkel.
    Was die beiden da machen, ist allen Kindern vertraut, aber vielleicht gibt`s ja noch ein paar Anregungen. Ein tolles Pappbilderbuch, ein fröhlicher gereimter Text und schöne Bilder. Gelungen!

    Dagmar Mägdefrau

  • Grimm und Möhrchen – In die Betten, fertig, los! – Band 1

    Grimm und Möhrchen – In die Betten, fertig, los! – Band 1

    Stephanie Schneider

    Stefanie Scharnberg

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Nun hat der kleine niedliche Zesel auch den Weg ins Pappbilderbuch geschafft, die beiden erfolgreichen Ste(ph)fanies haben auch hier wieder ein wunderschönes Buch erschaffen.
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    Auf dem Cover hüpft Möhren fröhlich durchs Bett. Zunächst liegt er auf dem Bauch und schaut verträumt in die Dämmerung, in Grimms Arm gekuschelt zeigt er ihm die Sterne. „Und weil ich noch nicht schlafen will, hol ich mir sieben Sachen.“ So liegt er mit all diesen Dingen im Bett. Dann wird zusammen getanzt: „Ringelsockensamba!“ Es folgt das Matratzentrampolin, das die meisten Kinder auch lieben. 
    In zarten, poetischen Reimen wird eine schöne Gute-Nacht-Geschichte erzählt und mit den liebenswerten Zeichnungen ist hier wieder ein bezauberndes Buch entstanden. Die Enkel und ich haben sich über das Wiedersehen mit dem beliebten Zesel gefreut.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wichtel Theo zieht ein – Adventskalender

    Wichtel Theo zieht ein – Adventskalender

    Katia Simon

    Nadja Schwendemann

    kaufmann

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Vor mir liegt eine Kassette mit 24 Pappkarten, auf denen wir den Wichtel Theo durch die Adventszeit begleiten dürfen. Unter den Karten befinden sich 24 farbige, durchnummerierte kleine Briefe, deren Empfänger noch eingetragen werden kann. 
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    Am 1. Dezember zieht Theo bei der Familie ein. Nachdem er sich eingerichtet hat, befestigt er die Tür und den kleinen Briefkasten. Als Flori und Olivia, die Kinder der Familie, sich über den Einzug des Wichtels freuen, kribbelt es in Theos Körper, denn das ist ein magischer Moment für den Wichtel. Nach kleinen anfänglichen Schwierigkeiten findet Theo in der Katze Mirella eine gute Freundin, die ihn oft bei seinen Vorhaben unterstützt und die sich gut im Haushalt auskennt. Theo liebt Schokoladenpudding und den kocht er immer wieder gerne. Aber er bastelt auch gerne und kann mit Magie eine ganze Menge schaffen.
    Die Briefe sind mit „Hallo“ überschrieben und sind damit neutral gehalten. Sie beziehen sich auf die Geschichte und ergänzen diese wundervoll. Auf jeder Karte finden wir ein schönes Bild, so können wir Theo durch die Adventszeit begleiten.
    Eine zauberhafte Idee für alle, die sich nicht die Arbeit machen wollen, selbst einen Wichtel zu erfinden und Briefe zu schreiben. Natürlich kann man noch das eine oder andere selbst beisteuern und alles glaubwürdiger zu gestalten. Aber ich denke, diese kleine Box beinhaltet alles, um einen Wichtel ins Haus zu holen.

    Dagmar Mägdefrau