• Ein großer Affe  

    Ein großer Affe  

    Vera Gereke

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das matte Cover zeigt einen leeren Käfig, der in einer ungewöhnlichen Landschaft steht. Das Buch beginnt mit dem leeren Käfig, der im Stadtpark steht. Hier sind kleine Menschen mit und ohne Hund unterwegs. „Im Urwald lebt ein großer Affe“ ist zu lesen, aber auf dem Bild sind nur diese kleinen Menschen mit Seilen unterwegs. Dann taucht der Affe auf, er liegt gemütlich in der Landschaft. Einige Bilder weiter liegt er gefesselt am Boden und danach sitzt er im Käfig und viele kleine Menschen sind unterwegs im Park.

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    Weil ein Kind interessiert, was der Affe kann, stellt man ihm eine Staffelei hin und er malt viele Bilder nach dem gleichen Muster, es sind immer nur Gitterstäbe zu sehen. Dann gibt es eine Ausstellung im Museum.

    Der Kontrast zwischen dem riesigen gorillaähnlichen Affen und den winzigen eckigen Menschen gefällt mir sehr gut. Er wirkt gutmütig, obwohl er nachher den Käfig verlässt und wieder in den Wald geht, um dort ein Künstler zu sein. Im Gelsenkirchener Zoo kann man von einer Affendame gemalte Bilder kaufen, das kam mir sofort in den Sinn. Dieser Affe sagt mit dem Malen von Gitterstäben etwas aus, dass traurig und betroffen macht. Als sich sein Stil ändert und er den Dschungel malt, erinnert er sich und kehrt dorthin zurück. Es gibt immer nur einen Satz auf den Seiten und ich finde das Anschauen des Buch sehr beruhigend. Auf mich wirken die Farben und die weichen Linien sehr beruhigend und ich empfinde dieses Bilderbuch als ein echtes Kunstwerk.

    Dagmar Mägdefrau

  • Du nervst schimpf die Maus  

    Du nervst schimpf die Maus  

    Marcus Pfister

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir die Maus mit dem Elefanten schimpfen, denn er kann ihr nichts recht machen. Wenn wir das Buch aufschlagen, sehen wir in die Augen des Elefanten, denn über die Doppelseite ist sein Kopf abgebildet. Seine Augen wirken etwas müde, aber er hat die Ruhe weg. Das muss er auch haben, denn schon auf der ersten Seite schimpft die Maus „Du nervst!“ Zunächst ist der Elefant im Weg, doch er hat schnell eine tolle Lösung parat, denn die Maus kann zwischen seinen Beine durchlaufen.

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    Dann hockt er im Weg und die Maus hat keinen Weitblick. Da nimmt er sie auf seinen Rüssel und schon kann die Maus alles sehen.

    Die Bilder sind so zauberhaft gezeichnet, besonders der Elefant ist echt ein Kunstwerk. Beide Tiere tragen Boxershorts mit weißen Punkten, was ich sehr witzig finde. Die Wiederholung des Titels macht einfach Spaß und die Gelassenheit des Elefanten, nachahmenswert! Zum Glück nimmt die Maus ihn am Ende nochmal ganz lieb in den Arm.

    Ich denke, dass das ein echtes Vorlesebuch sein wird, die Kinder kennen dieses Nerven und sie freuen sich, wenn es eine positive Lösung gibt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die fabelhafte Geschichte von Herrn Leopold, der schweben konnte  

    Die fabelhafte Geschichte von Herrn Leopold, der schweben konnte  

    Rebecca Gugger

    Simon Röthlisberger

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Witzig sieht er aus, der Herr Leopold, mit seinen fliegenden grauen Krüsselhaaren und dem breiten Bart und er kann tatsächlich durch die Luft schweben. Schon als Baby schwebte Leopold über seinem Kinderbett und deshalb wurden ihm kleine Sandsäckchen an die Windel gebunden, er sollte ja nicht wegschweben. Selbstverständlich wurde seine wundersame Eigenschaft wissenschaftlich untersucht, allerdings ohne ein Ergebnis.

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    Natürlich hat es auch seine Vorteile, wenn ein Junge einfach so schweben kann. „Er könnte in den Wolken schwimmen“ gefiel mir besonders gut. Bei einer großen Feier kam der Gedanke auf, dass es gefährlich sie einfach so zu schweben und so wurde Leopold mit vielen Dingen beschwert, damit er am Boden blieb.

    Zum einen zeichnet das Buch die etwas skurrilen Illustrationen aus zum anderen ist es in einer wunderschönen Sprache geschrieben. Der Text ist etwas länger, aber er liest sich ganz leicht, als würde man schweben. Ein besonderes Bilderbuch zart und wortgewaltig.

    Dagmar Mägdefrau

  • Pfoten weg vom roten Knopf  

    Pfoten weg vom roten Knopf  

    Matilde Tacchini

    Aus dem Italienischen von Amelie Thoma

    Mixtvision

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Die Tiere schauen erstaunt und verwundert, vielleicht auch mit Angst auf den roten Knopf, der plötzlich im Wald aufgetaucht ist. Sie finden ihn schön, sind aber nicht sicher, ob er schön länger dort war. Zunächst machen sich Fuchs und Hase Gedanken, wobei der Hase immer nur ein „HM“ von sich gibt, was schon witzig ist.

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    Ein Bär und ein Huhn erwägen, was wohl passieren würde, wenn der Knopf gedrückt würde. Der Bär rät ängstlich ab, der Fuchs sieht das ganz anders. Das Huhn hat viel Fantasie und warnt vor Gluthitze und vor einer plötzlich eintretenden Eiszeit. Auch eine Alien-Invasion erwägt das Tier. Am Ende ziehen sich die Tiere zurück und ein kleiner Regenwurm, der auf den meisten Seiten unbeachtet am Rand zu sehen ist, drückt auf den roten Knopf und die Lösung ist einfach so witzig.

    Ein humorvolles Bilderbuch voller Fantasie und Illustrationen, die diese möglichen Szenarien so schön abbildet. Jede Figur bildet einen Charakter ab, mit dem sich die Kinder identifizieren können. Aber der Knaller ist einfach die Auflösung, wenn klar wozu der Knopf nütze ist. Alle meine Enkel lieben das Buch genauso wie ich.

    Dagmar Mägdefrau

  • Little People, BIG DREAMS – Cristiano Ronaldo

    Little People, BIG DREAMS – Cristiano Ronaldo

    Maria Isabel Sánchez Vegara

    João Fazenda

    Aus dem Englischen von Silke Kleemann

    Insel Verlag

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon als Kind mochte der auf Madeira geborene Cristiano gerne Fußball spielen und er hoffte, dass er einmal in dem Club spielen könnte, indem sein Vater als Zeugwart arbeitete. Aber nicht nur das gelang dem talentierten Jungen, der wenn er verlor auch ein paar Tränen vergoss, er spiele bald schon in größeren Clubs. 
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    Dann holte ihn Manchester nach England und weiter ging es nach Spanien zu Real Madrid. Christiano Ronaldo gewann viele Pokale sowohl mit seinen berühmten Vereinen als auch mit der portugiesischen Nationalmannschaft, wenn er auch nie Weltmeister wurde.
    Neben den kurzen Texten zum Lebens des Fußballspielers, gibt es viele schöne bunte Bilder, Trikots mit der Nummer 7 oder mit dem Pokal für den besten Spieler der Welt, den er 23-mal bekam. Kleine Fußballfans, die Ronaldo aus dem Fernsehen als berühmten Spieler kennen, erfahren hier viel über ihr Idol, über seine Siege, aber auch über seine karikativen Spenden.

    Dagmar Mägdefrau

  • Zipp Zapp Wiggedi Wagg

    Zipp Zapp Wiggedi Wagg

    Matthew Diffee

    Aus dem amerikanischen Englisch von Bettina Münch

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Schaf und Ziege stehen sich mit bösem Gesichtsausdruck gegenüber, denn sie sagen beide „Mäh“ und wollen diesen Ausruf für sich beanspruchen.
    Zunächst meldet sich die Kuh mit einem „Muh“ zu Wort, dann das Pferd und schon gibt es Streit um das „Mäh“. Der Hund meint, wenn sich die zwei nicht einigen, kann keiner von beiden das „Mäh“ nutzen.
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    Beide Tier versuchen es mit anderen Lauten, doch die werden immer sofort von den entsprechenden Tieren für sich vereinnahmt. So kommt der Ziege die Idee eine lange Reihe von Lauten beginnend mit „Zipp Zapp Wiggedi Wagg…“ für sich zu nutzen. Doch da taucht eine fliegende Untertasse auf, die sich einmischt, weil die rosa Figur mit den Glupschaugen das auch ruft. Sie bringt den Begriff „Wiffeln!“ ins Spiel, das so viel wie Teilen bedeutet. Leider kann dieser Außerirdische das so gar nicht und so kommt es, dass die Tiere, als der Außerirdische wegfliegt, sich am Ende sehr gut einigen.
    Es ist einfach witzig, wie Schaf und Ziege sich zunächst streiten, sich dann aber doch einigen. Der Frosch bringt dann noch mal einen Extragag zum Schluss. Die Kinder werden sich abrollen vor Lachen, aber auch erkennen, wie wichtig es ist, sich im Guten zu einigen und evtl. auch ein „Mäh“ zu teilen. Die Illustrationen zeigen Tier mit einer wunderschöner Mimik, besonders die lachenden Tiere auf den letzten Seiten sind einfach zum Mitlachen.
    Das Buch wird ein Renner beim Vorlesen!

    Dagmar Mägdefrau
  • Öffne dein Herz: Herzoperation

    Öffne dein Herz: Herzoperation

    Regine Iglauer-Sander

    Kinder Herzbuch Verlag

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Ein rot-pinkes Herz ist wird mit einem Band verschlossen, wenn wir es aufschlagen, können wir auf der ersten Seite ein Bild einkleben. Danach folgt eine Einweisung und danach können wir ein medizinisches Herz ausmalen. Nochmal können wir Klappen öffnen und darunter sehen wir einen Menschen und seinen Blutkreislauf, danach ist ein Herz mit seinen „Zimmern“ abgebildet.
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    Dann lernen wir die forschende Mrs. Pieks und den emotionalen Mr. Pust kennen, sie werden uns im Buch begleiten. Das Herzteam kann sich auf der nächsten Seite verewigen, danach können die Patient*innen sich dazu äußern, „was sie auf dem Herzen haben.“ Die Aufkleber finden sich viel Anwendungsmöglichkeiten. Danach werden Dinge rund um sie Operation erklärt, wie z.B. die Nakose. Es gibt Ausmahlbilder und ein Memorie, hinten im Buch kann das Kind einen eigenen Mut-Orden ausschneiden und bemalen. 
    Die ganze Familie und alle Freunde werden sich um ein Kind sorgen, dem eine Herzoperation bevorsteht. Dieses Buch kann im Vorfeld viele Fragen beantworten und fängt auch die Emotionen gut auf. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dieses Buch mit all seinen unterschiedlichen Facetten sehr gut als Begleiter im Krankenhaus geeignet ist und auch später gerne angeschaut werden wird.
    Eine hervorragende Idee, auf diese Art dem Kind die Angst zu nehmen. Sehr empfehlenswert!

    Dagmar Mägdefrau

  • Öffne dein Herz: Operation

    Öffne dein Herz: Operation

    Regine Iglauer-Sander

    Kinder Herzbuch Verlag

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon das Äußeres dieses Buches ist besonders, es gibt eine Ringbindung zum Umschlagen der Seiten, ein Herz auf dem Cover, das mit einem Bändchen verschlossen wird. Wenn wir es öffnen, können wir unser Foto dort einkleben, denn das Buch ist ein sehr persönliches. Es soll ein Kind bei einer Operation begleiten und unterstützen. 
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    Zunächst gibt es eine kleine Anleitung, denn das Buch ist sehr vielseitig. So kann gemalt, geschrieben und gerätselt werden. Es gibt ein Quartett und ein Puzzle. Aber das Wichtigste sind die Informationen rund um die anstehende Operation. Da ist zunächst die Frage, was wird operiert, später geht es dann nochmal um Knochenbrüche. Die verschiedenen Menschen, die in einem Krankenhaus arbeiten, werden vorgestellt und dieses Team kann sich auf einer Herzchenseite im Buch eintragen. Dann lernen wir Mrs. Pieks, die analysiert und forsch und den emotionalen Mr. Pust kennen, sie werden immer wieder auftauchen. Auf einer Seite können Familie und Freunde etwas hineinschreiben. Die Aufkleber können wir nach belieben anwenden. Danach folgt der Ablauf bis zur Entlassung. 
    Natürlich hat jeder Angst vor einer Operation, da ist so ein einfühlsames Buch ein wundervoller Begleiter. Schon im Vorfeld werden Fragen beantwortet und Dinge erklärt, das nimmt schon etwas die Angst. Aber in dem Buch gibt es auch viel Anregungen, wie man die Zeit vertreiben kann. Der kleine Patient oder die kleine Patientin können ihr Gefühle dem Buch anvertrauen und auf die doofen Seiten können sie auch negatives eintragen.
    Zum Schluss wird ein Mut-Orden ausgeschnitten und angemalt.
    Ich bin begeistert von der Idee ein Buch für Kinder zu gestalten, die eine Operation vor sich haben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mut-tut-gut: Urjas, der kleine Bär findet sein Glück

    Mut-tut-gut: Urjas, der kleine Bär findet sein Glück

    Regine Iglauer-Sander

    Kinder Herzbuch Verlag

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Glücklich lächelnd liegt der kleine Bär auf dem Bauch und schaut uns vom Cover aus an. Zehn Jahre hat der Bär bei der Eule Sophia eine ganze Menge gelernt und nun zieht er los um das Glück zu finden. Zum Abschied gibt Sophia Urjas ein kleines Gedicht über Mut mit auf den Weg. Es endet „Mein Herz, das hüpft, die Beine schwingen, der Mund singt und die Glieder schwingen, ich bin so, wie´s mir gefällt auf dieser wunderschönen Welt.“ 
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    So positiv eingestimmt trifft Urjas auf die Maus. Doch seiner Aufforderung ihn zu begleiten, kommt die Maus nicht nach, denn sie hat Angst. Und die spürt Urjas jetzt auch, aber der Spruch von der Eule macht ihm wieder Mut. 
    Neben der Geschichte gibt es Fragen an die Kinder, denen das Buch vorgelesen wird. So geht es zunächst um einen Ort an dem sie sich geborgen fühlen, danach um die Ängste und wer ihnen da hilft. Danach geht es um Mut und es gibt sogar eine Feld in das ein Mut-Tier gezeichnet werden kann.
    Viele Illustrationen zeigen uns die Tiere, denen Urjas begegnet und die alle unterschiedliche Probleme haben, aber Urjas wird durch den Spruch immer wieder mutig genug weiterzusuchen und am Ende wird er feststellen „Mut findet man im Herzen!“
    Beim gemeinsamen Lesen dieses Buches werden wir viel über das Kind erfahren und vielleicht können wir es so stärken, wie Sophie es mit Urjas getan hat. Der schöne Spruch, der sich im Buch mehrfach wiederholt kann da eine große Hilfe sein. Ein ganz besonderes Bilderbuch, das unseren Kindern zeigt, dass auch sie etwas Besonders sind.

    Dagmar Mägdefrau


  • Jessie und Julie

    Jessie und Julie

    Melina Lebel

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Jessie, das Mädchen mit den roten Locken und der Brille mit den großen runden Gläsern und der struppige Hund Julie mögen sich, dass können wir ganz klar auf dem Cover sehen. 
    Auf der ersten Doppelseite ist dann auch zu lesen, dass die beiden „beste Freunde“ sind.
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    Und die nächste Seite gefällt mir einfach so gut, denn Jessie liest dem völlig entspannt auf dem Rücken liegenden Hund vor. Manchmal toben sie draußen zusammen, manchmal schaut Julie brav zu wie Jessie malt. Sie haben Spaß zusammen und trösten sich. 
    Die beiden sind immer zusammen und ergänzen sich wunderbar. Die Bilder beschränken sich auf das Wesentliche, auf Jessie und Julie. Dabei kann ich die Gefühle förmlich „sehen“, denn die Illustrationen sind voller Zuneigung, die sehr gut zu spüren ist. Der Text erklärt mit wenigen Worten das Geschehen. Ein Bilderbuch, das die Kinder begeistern wird.

    Dagmar Mägdefrau
  • Otto ist noch gar nicht müde

    Otto ist noch gar nicht müde

    Friederike Dammermann

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 18 Monate

    Auf dem Cover sehen wir den pfiffigen Hund Otto, der so aussieht, als wenn er uns anlacht. Obwohl er aus voller Seele gähnen muss, behauptet Otto, er sei „noch gar nicht müde.“ Klingt dieser Satz nicht vertraut in unseren Ohren? Und schon sehen wir nur noch sein struppiges Hinterteil, weil Otto noch „kurz etwas erledigen muss“. 
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    Auf den ersten Blick ist Otto dann auch im Zimmer nicht mehr zu finden. Nur das geschulte Kinderauge sieht seinen Schwanz aus der Schublage luchsen. Hier ist also das Kind, das sich das Buch anschaut, gefragt. So geht es auch auf den nächsten Seiten weiter. Da wird die Kuscheldecke „schön hingelegt“ und geschüttelt, da wird sich wie Otto gestreckt, am Ende wird Otto noch mit Streicheleinheiten von uns verwöhnt. Und ganz zum Schluss liegt Otto mit geschlossenen Augen unter dem Bett das Kindes und sie wünschen „Schlaf auch du gut.“
    Gerade weil die Illustrationen sich fast sparsam auf den Hund konzentrieren, sind sie so wirkungsvoll. Dann werden die Kinder auch noch aufgefordert zu agieren, dass mögen sie besonders gerne und gerade Kinder, die nicht so gerne „nur“ zuhören, finden das ganz toll. Der Text ist kurz und sehr gut verständlich. Ein Pappbilderbuch, das sicher immer wieder mit Freude gelesen wird.

    Dagmar Mägdefrau

  • Geküsst wird nur, wer will!

    Geküsst wird nur, wer will!

    Henrike Lippa

    Katrin Dageför

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 18 Monate

    Die kleine Maus sitzt auf Papas Schoß und Mama gibt ihr liebevoll ein Küsschen so sehen wir es auf dem Cover. Doch schon auf der ersten Seite steckt das Huhn den Flügel nach dem Mäuschen aus, weil es findet, „…. du siehst ja zum Knuddeln aus!“ Das Mäuschen läuft weg und ruft „Nein, stopp! Ich halt nicht still. Knuddeln nur, wenn ich es will!“ Dieser Satz wird uns in Abwandlungen auf jeder Seite begegnen. 
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    Denn auch die Schlange will „einer Knutscher auf die Wange“. Der Elefant will ungefragt mit dem Lappen der Maus das dreckige Gesicht abputzen und der Hase legt dem Mäuschen die Pfote auf die Nase, auch er will Kuscheln. Der Hund hat schon die Lippen gespritzt und das Schwein will, dass sich die kleine Maus auf seinen Schoß setzt. Erst auf der letzten Seite ruft das Mäuschen „Ja, ich will!“ Denn da liegt es mit Papa und Mama im Bett. 
    Es ist so wichtig, den Kinder schon früh klarzumachen, dass sie das Verhalten von übergriffigen Freunden und Verwandten vehement ablehnen dürfen und sollen. Kein „Stell dich nicht so an.“ Sondern ein Unterstützen des klaren Neinsagen Dürfens.
    Mit klaren aussagekräftigen Illustrationen, in denen die Figuren zwar Tiere darstellen, die aber durch die Kleidung vermenschlicht wurden und deshalb für die Kinder auch Personen abbilden, wird hier die Thematik sehr schön erklärt. Die kleinen Reime mit der Wiederholung lesen sich hervorragend und kommen bei den Kleinen sehr gut an.

    Dagmar Mägdefrau

  • Stock & Stein – Eine Tasche voller Herbst 

    Stock & Stein – Eine Tasche voller Herbst 

    Anne-Kathrin Behl

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Was Kinder so alles in ihren Taschen herumtragen, ist erstaunlich. Nachdem wir im ersten Teil die Abenteuer von Stock und Stein miterleben durften, weil sie zum Glück nicht mit in die Waschmaschine mussten, erleben wir nun mit ihnen den Herbst. Schon auf dem Cover sehen wir die Kastanie, die als erstes zu ihnen in die Tasche wandert. 
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    Die Kastanien, die noch in ihrer stacheleigen Schale am Baum hängen, sind ganz aufgeregt, weil sie bald herabfallen und sie überlegen, was sie alles werden könnten. Nur die Kastanie, die in der Tasche landet, ängstigt sich davor schrumpelig zu werden. Dann würde sie im Müll landen. Aber Stein setzt sich die stachelige Schale auf und wird so zum Igel. Es finden noch eine Eichel, Zapfen, Ahornnasen und Bucheckernhüllen den Weg in die Tasche. 
    Auf der letzten Seite sehen wir fantasievolle Basteleien mit den Waldfrüchten, denn am Ende bleiben Stock und Stein allein zurück und sie haben wieder ihre Ruhe.
    Es wird sehr ideenreich erzählt, was da in dieser Jackentasche geschieht, voller Fantasie nutzen die zeitweiligen Bewohner die Naturmaterialien, um sich zu verändern. Sicher werden die Kinder im Wald nach den Teilen suchen und ausprobieren, was sie im Buch gesehen haben. Neben den kurzen Textteilen und den Comicblasen gibt es wieder sehr schöne Illustrationen vom Tascheninhalt. Sicher wird das Buch genauso begeistert gelesen, wie der erste Teil.

    Dagmar Mägdefrau

  • Milla Gorilla

    Milla Gorilla

    Lotte Schweizer

    Anke Verena Klug

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Die fröhliche kleine Milla sitzt auf ihrer Schaukel in ihrem wunderschön eingerichteten Zimmer in dem Haus mit den netten Nachbarn.
    Dieses sehr gemütliche Haus und seine Bewohner werden uns zuerst vorgestellt, weiter geht es mit Milla, die ein ganz besonderes Gorilla-Mädchen ist. Ihre ständige Begleitung ist eine Kuschelbanane mit Namen Nani.
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    Das Wort „Gleich“ wird unterschiedlich benutzt und darum geht es in dem Kapitel in dem Benni und seine Mama einziehen. Sehr schön ist die Szene, in der die beiden Kinder Ninas Gelbfieber behandeln. Milla besucht dann Benni und die beiden zaubern im Sandkasten, dabei verzaubern sie den Hausmeister in einen Frosch.
    „Milla hätte man gerne zur Freundin“, dieser Aussage kann ich nur aus vollem Herzen zustimmen. Sie ist so ein liebenswertes kleines Mädchen und die Bilder in den sie sich an ihre Mama schmiegt sind herzallerliebst. Sie benimmt sich auch wie ein kleines Kita-Kind, da ist sie auch mal wütend und macht ihren Opa ebenfalls wütend. Ich denke die Kinder werden sich da gleich erkennen und vergessen, dass die Protagonisten alle Tiere sind.
    Die Leseempfehlung von drei Jahren setzt voraus, dass die Kinder schon etwas Vorleseerfahrung haben, aber sie werden die Geschichte lieben, denn sie berichtet von ihrem Alltag und dazu gibt es ganz liebevoll gezeichnet Illustrationen. Ein wundervolles Buch, das ich gerne empfehle.

    Dagmar Mägdefrau
  • Zu Fuß

    Zu Fuß

    Michael Roher

    luftschacht

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    DIE BESTEN 7, Juni 2026 (deutschlandfunk)

    ORF Kids Bestenliste April 2026 Platz 1

    Kröte im April 2026 (STUBE)

    In Grün mit gelber Schrift ist das Cover gestaltet und das Buch ist in diesen Farben gehalten. Es geht um den etwas beleibteren Herrn Mandelmus, der selbst seinen Dackel Julius nie zu Fuß Gassi führt. Denn „Herr Mandelmus geht nie zu Fuß.“ Doch dann schaut er aus dem Fenster auf die Menschen, die zu Fuß unterwegs sind. 
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    Da ruft er „Ich tu´s, ich gehe heute mal zu Fuß.“  So erlebt Herr Mandelmus einen sehr bewegten Tag und ich bin einfach fasziniert auf was sich alles sein Name reimt. 
    Wir begleiten Herrn Mandelmus in den Zoo, zu den Gnus, sehen Wasserratten mit Tattoos, erleben einen Regenguss und fragen uns am Ende, „Geht er morgen wieder?“
    Die Illustrationen sind trotz der farblichen Einschränkung sehr bunt, der gereimte Text wiederholt immer wieder „Herr Mandelmus geht heut zu Fuß“ und diese Wiederholungen sind für Kinder ein großer Spaß. Ein fröhliches Buch mit wundervollen und immer wieder überraschenden Reimen. Es macht einen Riesenspaß Herrn Mandelmus durch den Tag zu begleiten.

    Dagmar Mägdefrau

  • Tür auf für Dackel und Maus – Beim Einkauf    

    Tür auf für Dackel und Maus – Beim Einkauf    

    Pe Grigo

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre


    Schon das witzige Cover zeigt die beiden Protagonisten, die sich zum Einkaufen aufmachen. „Sie brauchen Äpfel, grüne und rote.“ Als sie die gelbe Tür des Ladens entdecken, rufen beide „Bitte Tüüür aaauf!“ diesen Ruf werden wir an jeder Tür hören. Und ebenso die Aufforderung an die Kinder „Machst du die Tür auf?“ und dann wird umgeblättert. Doch diesmal landen unsere beiden beim Bäcker.
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    Hier können die Kinder die Begriffe für Brot und Gebäck lernen und außerdem müssen sie die Maus finden. Da müssen sie schon genau hinschauen. Im Hintergrund sehen wir jetzt das Haus mit der gelben Tür und auf geht es in den nächsten Laden, eine Buchhandlung. 
    Ein sehr gelungenes Pappbilderbuch mit schönen Illustrationen, die viele Dinge darstelle, die die Kinder benennen können. Die Suche nach der Maus, die in jedem Laden erfolgt, schult das Auge und die Wiederholungen können die Kinder bald mitsprechen. Da wird also eine Menge gelernt in diesem niedlichen Buch. Also auf zum Einkaufen und „Bitte Tüüür aaauf!“

    Dagmar Mägdefrau


  • Guten Morgen – Gute Nacht  

    Guten Morgen – Gute Nacht  

    Johanna Schaible

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Dieses Buch fällt nicht nur durch seine zarten Titelbilder auf, sondern auch dadurch, dass man es wenden kann. Denn einmal geht es um den Tag und einmal um die Nacht.
    „Guten Morgen“ zeigt dasselbe Motiv nur in einem anderem Licht. „Die Sonne geht auf, der Himmel wird hell“ steht auf der ersten Doppelseite, die die aufgehende Sonne über dem Wasser zeigt, nur als Silhouette, viele Vögel.
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    Auf dem Balkon stehen zwei Kinder und schauen auf die Sonne, eine Gruppe Jugendliche läuft über eine Wiese, Hektik in der Großstadt sind einige der Motive der nächsten Seiten. Auf der letzten Seite sehen wir Menschen am Meer den Sonnenuntergang bestaunen.
    „Gute Nacht“ beginnt mit dem fast weißen Mond, der über der kargen Landschaft aufgeht. „Die Nacht bricht herein“ Rinder werden zurück ins Dorf getrieben, dann spielen zwei Kinder unter dem sanften Schein einer Lampe miteinander, sie sind „zu Hause“. Andere sind unterwegs, gehen ins Café oder arbeiten an einer Großbaustelle. Viele Eindrücke folgen, bis wir bei den Nordlichtern angekommen sind, die die Eisbären beleuchten.
    Der kurze Satz auf jeder Seite ließ mich manchmal überlegen, was da wohl geschehen sein könnte, er ordnete die Bilder zu einer Geschichte. Die Illustrationen sind ruhig und so vielfältig in ihrer Darstellung. Ich glaube das Buch muss ich noch einige Male anschauen und auf mich wirken lassen. Auf jeden Fall macht es mich auf eine schöne Art ruhiger.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die besten Eltern der Welt

    Die besten Eltern der Welt

    Andrea Tuschka

    Tanja Stephani

    Bohem

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir die beiden Kinder, die sich Erwachsenensachen angezogen haben. Beim Aufschlagen des Buches sehen wir massenweise Süßigkeiten. Dann erfahren wir von dem Jungen, dass er heute richtig alt ist, nicht 6 sondern 60 oder 30 Jahre alt. 
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    Wenn man so alt ist, ist man ein Bestimmer und so werden er und seine Freundin Lou zu Eltern vieler Kinder, allerdings müssen sie sich zunächst mit Mama, Papa und dem kleinen Bruder Jonas begnügen. Denen wird verkündet „Ihr seid heute unsere Kinder!“  Und wenn man Bestimmer ist, muss man Regeln erstellen, die erste Regel lautet „Heute müsst ihr den ganzen Tag Fernsehen!“ Dann überlegt der Junge, der uns die Geschichte erzählt, dass es das Einfachste wäre, wenn man den Kindern statt Namen Nummern gibt, so wird Mama zu Nummer 2. Sie wäre lieber eine 3, doch Lou erklärt ihr, dass man Namen nicht aussuchen kann.  Dann sollen auch noch alle im Schlafanzug herumlaufen, Einwände werden mit Phrasen beantwortet, die die Kinder sicher von ihren Eltern übernommen haben.
    Hier wird die Welt auf den Kopf gestellt und nur die erschöpften „Kinder“, die die Süßigkeiten nicht mehr essen wollen und die auf der Couch einschlafen, obwohl sie die ganze Nacht hätten, wach sein sollen, zeigen uns wie es mit den besten Eltern der Welt läuft. Welches Kind träumt nicht von so einem Tag, Fernsehen, Süßes essen, nicht helfen müssen und wach bleiben dürfen. Hier wird dieser Wunsch grausige Wirklichkeit.
    Neben dem etwas längerem Text sind die wunderschönen bunten Bilder eine Wonne, die spitzbübische Freude der kleine Eltern und die ablehnenden Gefühle der großen Kinder, herrlich abgebildet.

    Dagmar Mägdefrau