• Du und ich und unser Wir  

    Du und ich und unser Wir  

    Daniela Kunkel

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Die Mutter hat das Kind auf dem Arm und die beiden haben richtig viel Spaß miteinander, da kann auch das Wir im Hintergrund nur freundlich lächeln.
    Winkend begrüßen uns die Drei in der Tür, dazu ist noch eine gestreifte Katze gekommen. Der Vierzeiler erzählt uns, dass alle in der Gartenstraße 4 wohnen. Und dann gibt es noch die kleine Vertiefung mit dem Soundknopf, erst läutete es und dann werden wir mit einem „Hallo“ begrüßt.
    mehr oder weniger lesen
    Auf der nächsten Seite geht es in den Garten, ein Schmetterling sitzt auf der Nase des Wirs. Vogelzwitschern und das Summen der Insekten hören wir neben einem fröhlichen Kinderjauchzen. Nach einem kleinen Fahrradunfall trösten des Wir und die Mama den Kleinen. 
    Aud diese Weise können sich schon ganz kleine Kinder mit dem Wir vertraut machen, dass sie dann durch den Kindergarten bis in die Schule in den unterschiedlichsten Büchern begleitet.
    Was ich hier zum ersten Mal sehe, ist das Aufladen des Sounds durch einen USB-Anschluss, das erspart das lästige Batterien wechseln. Die Illustrationen sind klar und es gibt eine Menge zu entdecken, neben den kleinen Reimen können wir noch die winzigen Hörspiele anhören und gerade damit locken wir die Kinder zum Vorlesen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Gehen Tiere auch aufs Klo?

    Gehen Tiere auch aufs Klo?

    Maike Harel

    Nadine Resch

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover sehen schon eine Menge Tiere und wir sind gespannt, ob sie wohl alle aufs Klo gehen. 
    Der kleine Junge sitzt auf dem geschlossenen Toilettendeckel und eine Fliege brummt um seinen Kopf. Auf der anderen Seite ist sie große abgebildet und sie moderiert die Tour durch die Tierwelt.
    mehr oder weniger lesen
    Zunächst treffen wir eine Kuh, die einen Fladen auf die Wiese macht, auf der anderen Seite gibt es die Riesenköttell eines Ziegenbocks. Mit Lätzchen und Besteck steht unsere Fliege vor dem Pferdeapfel. „Köttel, Fladen oder Mist, jedes Tier macht, weil es frisst.“ Ist eine sich wiederholender Text. Nach der Katzte, die brav in die Kiste geht, tritt jeden Moment ein Turnschuh in einen Hundehaufen, das amüsiert meinen Enkel sehr. So treffen noch auf einige Tiere und ihre Hinterlassenschaft, bis wir wieder auf den Jungen treffen, der nun auch das Klo benutzt. 
    Die Illustrationen sind sehr schön und zeigen die Tiere sehr realistisch, die gereimten Texte sind an manchen Stellen etwas holperig, aber sie erklären sehr gut, wie sich die Tiere entleeren und wie die Produkte aussehen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Auch große Geschwister sind noch klein

    Auch große Geschwister sind noch klein

    Molly Mead

    Antonia Woodward

    Übersetzt von Kathrin Köller

    Zuckersüß

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Das Cover mit dem Geschwisterpaar, das fröhlich Hand in Hand los geht, gefällt mir sehr gut, es macht mich neugierig auf die Geschichte.
    Die erste Doppelseite zeigt die jungen Eltern liebevoll mit ihrem keinen Baby spielen. Sie begleiten ihre kleine Tochter und sie lernt viel, doch dann gibt es ein neues Baby und „auf einmal war ich das große kleine Kind.“
    mehr oder weniger lesen
    So ein Bild, wo das große Geschwisterkind das Baby im Arm hält, hat sicher jede Familie, in der es eine solche Konstellation gibt. Das Mädchen kümmert sich sehr lieb um sein Geschwisterchen und meint, dass es selbst jetzt groß ist und alles allein schaffen muss. Aber dann erkennt sie, dass sie sich auch noch klein fühlt und sie auch noch vieles lernen muss. „…dass ich nicht mehr groß sein will.“ Gesteht sie sich traurig ein. Da nimmt sie ihre Mama in den Arm und verspricht ihr „du passt immer hier neben mich.“
    Von großen Geschwistern, gerade von sie selbst noch so klein sind, wird manchmal zu viel erwartet und auch ihre eigenen Anforderungen sind zu hoch. Da ist es gut, wenn die Erwachsenen auf sie Acht geben und sie unterstützen und auch mal, wie Kleine behandeln. Sie brauchen gerade jetzt viel Liebe, denn auch wenn sie die kleinen Geschwisterkinder lieben, dürfen sie nicht vernachlässigt werden. Kurze klare Text und sehr schön Illustrationen machen dieses Buch zu einem wertvollen Geschwisterbuch.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mama sagt, ich wäre ein Eisbär

    Mama sagt, ich wäre ein Eisbär

    Johanna Hennig

    Mabuse-Verlag

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    „Ein Kinderfachbuch über künstliche Befruchtung“ ist der Untertitel des Buches und wir sehen auf dem Cover ein Kind in Eisbärenkostüm in die Arme seiner Mutter laufen.
    Das Vorwort wendet sich erst an die Kinder und dann an die Erwachsenen, denen geraten wird, das Buch zunächst, ohne das Kind zu lesen.
    mehr oder weniger lesen
    Die meisten Kinder stellen irgendwann die Frage, wie sie in den Bauch der Mutter gekommen sind. Hier erzählt die Mama vom Kinderwunschzentrum, „einer Art Zauberwerkstatt“ wo Papa und ihr geholfen wurde. Hier wurden Ei und Samen zusammengebracht und unter de Mikroskob beobachtet, wie daraus der kleine „Eisbär“ wie Mama das Kind immer nennt, entstand. Da Mamas Körper noch Zeit brauchte, wurde das neue Leben zunächst in einen Winterschlaf versetzt, dann erst wurde es in den Bauch übertragen. Dort wusste es gleich „Hier bleibe ich“. Danach wird von der Schwangerschaft und dem Kind berichtet. Der Text ist kurz und gut verständlich, die Illustrationen sind weich und liebevoll gezeichnet. 
    Der Mitmachteil für Kinder bietet Anregungen für Gesprächsimpulse, unterstützt durch kreative Ideen und Ausmalbilder. Zuletzt gibt es einen Fachteil für Erwachsene.
    Ich finde es richtig, dass man Kinder die Wahrheit erzählt und diese Buch hilft Eltern, deren Kinder durch eine künstliche Befruchtung entstanden sind, das kindgerecht zu erklären. Die Literatur ist voll von Geschichten, in denen Menschen nach der Suche nach ihren Wurzeln sind. Ich bin überzeugt, dass es besser ist gleich genau zu erzählen, wie ein Kind entstanden ist.

    Dagmar Mägdefrau

  • Noch mehr Spaß mit Bobo Siebenschläfer – Band 5     

    Noch mehr Spaß mit Bobo Siebenschläfer – Band 5     

    Markus Osterwalder

    Rotfuchs

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Die kleinen Bildgeschichten, die fast wie ein Comic aufgebaut sind, lassen sich hervorragend schon kleinen Kindern vorlesen. Sie identifizieren sich mit dem kleinen Siebenschläfer, der immer zum Ende der Geschichte eingeschlafen ist. 
    Die erste und vierte Geschichte beginn mit einem Paketboten, der bei Mama ein Paket abgibt. Zunächst wird Bobo selbst zum Paketboten und bringt seiner Mama bunte Kartons.
    mehr oder weniger lesen
    Die zweite Lieferung ist in einem sehr großen Karton gekommen und Bobo spielt zusammen mit seinem Affen Trixie mit dem Karton. Es geht mit den Freunden auf Wasserspielplatz und in den Wald Blaubeeren pflücken. Mit Mama und Papa auf eine Blumenwiese und mit den Freunden reist Bobo nach Mexiko. Zum Schluss vergräbt Bobo einen Piratenschatz, den sein großer Cousin Lukas finden muss.
    Mit dem Paketboten sind die Geschichten schon sehr aktuell, Mama nutzt auch ein Smartphone zum Fotografieren. Allerdings trägt sie wieder ihr langes rotes Kleid.
    Die kleinen Erzählungen zeigen, dass Bobo mit seiner Fantasie tolle Spiele entwickeln kann und eine Menge Spaß mit den alltäglichen Sachen haben kann.

    Dagmar Mägdefrau
  • Das Glück ist ein Punkt

    Das Glück ist ein Punkt

    Helga Bansch

    Jungbrunnen

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Der kleine rothaarige Junge sitzt mit seinem Buch neben dem Eisbär, der ihn neugierig anschaut.
    Der Junge, der gerade in das Haus umgezogen ist, schaut aus dem Fenster auf den Schuppen, er ist überzeugt, dass dort ein Eisbär wohnt. Der Eisbär ist ein Sammler und er zeigt dem Jungen seine Schätze. „Einmal las ich ihm aus einem Buch vor.“
    mehr oder weniger lesen
    und wir sehen auf der Doppelseite viel Dinge, die in dem Buch vorkommen. Der Eisbär zeigt uns ein Buch mit vielen bunten Punkten, das er geschrieben hat. Jeder Punkt bedeutet Glück und schöne Erlebnisse und wenn der Junge auf einen Punkt zeigt, erzählt der Eisbär von dem Erlebnis. So steht der rote Punkt dafür Kirschen auf einem Baum zu essen. 
    Ein Buch voller Fantasie und wunderschönen Bildern. Ist es nicht herrlich, dass ein Punkt so viele erzählen kann und vielleicht können die Kleinen, denen wir das Buch vorlesen auch ihre Buntstifte spitzen und „Geschichten schreiben“?

    Dagmar Mägdefrau
  • Bunte Gedanken für Socke Wolli

    Bunte Gedanken für Socke Wolli

    Diana Nadal Millanes

    Gabriele San Martin

    Mabuse-Verlag

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    „Ein Kinderfachbuch über positives Denken“ steht auf dem Cover und wir sehen eine Socke einen Berg hochklettern.
    Das Buch besteht aus drei Teilen und zunächst lesen wir die Geschichte die Geschichte der Socken, die in der Sockenschule viele Dinge lernen, die ihnen später Vorteile bringen, so stopfen sie sich selbst, fahren Karussell in Tassen, um sich an die Umdrehungen der Waschmaschine zu gewöhnen.
    mehr oder weniger lesen
    Sie laufen über Seile und springen mit einem Fallschirm aus dem Flugzeug. Denn später auf der Leine darf ihnen nicht schwindelig werden. 
    Dann sehen wir die linke Seite farbig, wie die ganzen Seiten vorher und die rechte Seite ist grau, nur eine traurige Socke ist zartblau. Diese Socke furchtet sich vor den Aktionen, die den andren Spaß machten. Ihre Gedanken sind trübe und voller Angst. Als das die Lehrerin merkt, versucht sie die negativen Gedanken in positive zu drehen. Es steht in einer Blase „Ich fürchte meine Löcher werden immer mehr…“ Und die Lehrerin weißt darauf hin, dass alle diese Löcher Geschichten erzählen. Es gibt viele solcher Beispiel und irgendwann ist die Socke Wolli bereit für Abenteuer.
    Als nächstes gibt es den Mitmachteil, hier wird gemalt, gebastelt und gerätselt. Zum Schluss werden die Erwachsenen angesprochen mit einem Fachteil.
    Die Autorin ist Psychologin und sie arbeitet seit viele Jahren mit Kinder. Ihre Socke Wolli steht für ängstliche Kinder, die sich nichts zutrauen und sie bietet hier praktische Tipps, wie wir unsere mutlosen Kinder aufbauen und ihnen zu Selbstverstrauen und Zuversicht verhelfen. Die Illustrationen zeigen sehr genau die Empfindungen von Wolli und der Wechsel von bunt in grau zeigt die Empfindungen sehr bildhaft.

    Dagmar Mägdefrau

  • Eine Kuh in meinem Bett

    Eine Kuh in meinem Bett

    DanIiel Fehr

    Jorge Martin

    Aus dem Englischen von Stefanie Malleier

    Katapult Kinderbuch

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir die Kuh über eine gelbe Wand schauen. Papa steht in der Küche und spült Teller. Die kleine Tochter kann nicht schlafen, weil eine Kuh in ihrem Bett liegt. Papa geht gleich mit ihr, doch das Bett ist leer. Doch sie hat sich das nicht ausgedacht, die Kuh war wirklich da. 
    mehr oder weniger lesen
    Und nun ist sie auch wieder da und diesmal spielt sie mit der Ente Karten. Das Mädchen befürchtet, dass die Kuh, weil sie verliert, schlecht gelaunt sein wird.  Aber der Vater findet wieder nur ein leeres Bett vor. Als das Mädchen wieder in die Küche kommt, sehen wir Papa von oben, wie er ein Glas spült. Diesmal soll sogar ein Elefant im Bett sein. Natürlich ist auch der weg, als Papa kommt. 
    Große, klar strukturierte Bilder in kräftigen Farben zeigen uns die wechselnden Zimmer aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Der Text ist sehr kurzgehalten und ich meine ein leichtes Augenzwinkern darin zu spüren. Das Ende ist dann besonders witzig, aber ich will es hier nicht verraten. Ich weiß genau, dass dieses Buch genau den Humor meiner Enkel trifft.

    Dagmar Mägdefrau

  • Das große Buch von den sieben kleinen Hasen

    Das große Buch von den sieben kleinen Hasen

    Sabine Praml

    Christiane Hansen

    Oetinger

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Ich kenne bereits einige dieser niedlichen Hasenbüchern, weil mein Enkel sie liebt, deshalb fand ich diesen Sammelband mit sieben Bänden sehr schön. Beim ersten Band geht es um die Geburt des siebten kleinen Hasen Matti „Wenn die kleinen Hasen um Häschen Nummer sieben rasen“. 
    mehr oder weniger lesen
    Die sechs großen Geschwister freuen sich über den Zuwachs und helfen bei seiner Versorgung. Dann geht es ums Verstecken, Papa muss seine kleinen überall suchen. „Wenn sieben kleine Hasen quietschfidel ans Wasser rasen“ heißt der nächste Band. Erst wird gepackt und dann geht es mit den Rädern an den See. Grummelig sind die Hasen wegen des Regens, aber dann rasen sie durch die Pfützen. Von Schnupfennasen und anderen Krankheiten handelt der nächste Band. Danach wird es weihnachtlich, hier feiert die große Familie Weihnachten mit Oma und Opa. Am Ende geht es dann müde ins Bettchen. 
    Eine Großfamilie, die viel zusammen unternimmt und bei denen wir die große Zuneigung und Liebe zueinander spüren können. Jedes Kind ist aber auch ein Individuum und meine Enkel können die Kleinen gut unterscheiden.
    Die gereimten Texte sind sehr schön zu lesen und die Bilder strahlen eine Heiterkeit aus, dass es eine Freude ist sie anzuschauen. Wundervolle kleine Geschichten, rund um den Alltag einer Hasenfamilie in der wir uns gut wiedererkennen können.

    Dagmar Mägdefrau
  • Willkommen beim Kinderarzt                                       

    Willkommen beim Kinderarzt                                       

    Sandra Grimm

    Iris Hardt

    Tipps und Nachwort Dr. Vitor Gatinho

    Ravensburger

    Leseempfehlung ab 2 Jahre

    Das Cover zeigt einen Arzt, der ein Kind, das seinen Bären im Arm hält, untersucht. Er lächelt freundlich und auch das Kind wirkt entspannt. 
    Das Buch beginnt mit einem Vorwort des als „Kid.Doc“ bekannten Dr. Vitor Gatinho. Dann sind wir direkt in der Praxis, in der uns Pauline an der Rezeption nett begrüßt.
    mehr oder weniger lesen
    Dann geht es in ein gut gefülltes Wartezimmer. Hier warten Kinder mit unterschiedlichen Anliegen mit ihren Eltern. Kein Kind ist in Begleitung seiner Oma. In einer Sprechblase gibt der Doktor Tipps für die Eltern. Theo wird aufgerufen und zunächst gewogen und gemessen, dazu muss er seine Kleidung bis auf die Unterwäsche ausziehen. Der „Kid.Doc untersucht den Jungen dann, hört ihn ab, schaut in die Ohren und danach werden die Augen untersucht. Winkend verabschiedet sich Theo vom Kid.Doc. Danach beobachten wird was der Kid.Doc mit Nahla macht, die erkältet ist. Pablo kommt mit einer Schürfwunde und bekommt einen Verband. Danach wird geimpft und bei den Zwillingen Scharlach diagnostiziert. 
    Da der Text schon sehr lang ist, würde ich das Lesealter etwas höher ansetzen, wobei man mit jüngeren Kinder über die Bilder sprechen kann und so die Angst vor einem Besuch beim Kinderarzt verringern kann.
    Dass immer wieder vom Kid.Doc die rede ist, statt von einem Kinderarzt gefällt mir nicht so gut. Evtl. hätte man ihm auch einen Namen geben können, was ich persönlicher gefunden hätte. Es ist wichtig, die Kinder auf beängstigende Situationen vorzubereiten und dazu kann dieses Pappbilderbuch beitragen.

    Dagmar Mägdefrau
    .
  • Ich bin der Stärkste im ganzen Land!

    Ich bin der Stärkste im ganzen Land!

    Mario Ramos

    Aus dem Französischen Markus Weber

    Moritz

    Verlagsempfehlung 2 Jahre

    Schon auf dem Cover hat der Wolf eine Haltung, die ihn als Sieger als etwas Besonderes darstellt. Nachdem er sich satt gegessen hat, macht er sich auf den Weg in den Wald, er möchte gerne die Bestätigung dafür haben, dass er der Stärkste ist. 
    mehr oder weniger lesen
    Zunächst trifft er auf einen kleinen Hasen, er spricht ihn freundlich an und der Hase bestätigt ihm, dass er der Stärkste im ganzen Land sei. Rotkäppchen begegnet ihm als nächstes und auch sie bestätigt ihm, dass er der Stärkste sei. Auch die drei kleinen Schweinchen widersprechen ihm nicht, ebenso wenig wie die sieben Zwerge. Erst ein „komischer kleiner Kröterich“ meint, seine Mama sei die Stärkste im ganzen Land.
    Da beweihräuchert sich der Wolf und sucht bei bekannten Märchenfiguren eine Bestätigung seiner Stärke. Wie schön ist es zu beobachten, wie er immer mehr angibt und erst das kleine grüne Tier widerspricht ihm (zu Recht!) In den Illustrationen erleben wir den Wolf, der mit seiner Körperhaltung ausdrückt, wie er sich fühlt.
    Ein Pappbilderbuch über einen Angeber, der erkennen muss, dass es immer auch eine Stärkere gibt. Zudem treffen wir auf Bekannte aus anderen Büchern, was ich sehr witzig finde.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ich bin feeertig!

    Ich bin feeertig!

    Arnold Hovart

    Deutsch von Tobias Scheffel

    Kunstmann

    Leseempfehlung 3 Jahre

    Diesen Ruf aus dem Bad kennen wir alle, die wir mit Kindern zu tun haben, die endlich alleine aufs Klo gehen. Und so sehen wir den Kleinen mit weit geöffnetem Mund auf dem Klo sitzen, die Rolle rosa Toilettenpapier hängt in der Halterung.
    Das erste Bild ist mit dem Cover identisch und Lewis schreit „Bin feeertig!“, aber es bleibt still.
    mehr oder weniger lesen
    Deshalb macht er sich mit der rosa Rolle auf den Weg ins Zimmer von Gretel. Wir sehen ein Gesicht mit großen Augen unter einer Decke hervorgucken, doch Lewis ist schon in der Küche, aber Großmutter sitzt im Hängeschrank und ist für den Kleinen nicht zusehen. Im Keller nimmt eine Mumie reißaus, auch sie mag den Popo nicht abputzen. Im unheimlichen Keller versteckt sich Batman, auch er will nicht helfen. 
    So fragt Lewis immer wieder, wer ihm den Popo abputzen kann, doch alle verstecken sich und so schläft er am Ende wie Dornröschen ein, um dann wieder auf der Toilette zu sitzen, als seine Mutter hereinkommt.
    Alle Bilder sind mit einem schwarzen Stift teilweise sehr düster gezeichnet, nur Lewis wird zusammen mit dem rosa Klopapier farbig dargestellt. Seine Fantasie malt ihm unheimliche Szenen aus, denn seine Mama ist wohl nicht schnell genug in der Toilette, als sein Schrei durch die Wohnung hallt.
    So wird aus einer alltäglichen Szene eine fantasiereiche und spannende Geschichte, die in ungewöhnlichen Illustrationen dargestellt wird. Mit hat das Lesen und Anschauen viel Freude gemacht.

    Dagmar Mägdefrau

  • Emil und die Bärin

    Emil und die Bärin

    Leonard Erlbruch

    Kunstmann

    Leseempfehlung 3 Jahre

    Das Cover zeigt Emil, den niedlichen Hund, der ganz fröhlich auf die Bärin zugeht. 
    Zusammen mit seiner Familie fährt Emil im Kombi in den Wald. Da er sehr ängstlich ist, beschließt er, nicht auszusteigen, sondern es sich unter der Decke bequem zu machen. Doch ein interessanter Geruch lockt ihn dann doch aus dem Wagen.
    mehr oder weniger lesen
    Leider fährt seine Familie weg, ohne zu überprüfen, ob Emil im Auto ist. Emil folgt verzweifelt der Spur und muss sogar allein im Wald übernachten. Doch dann trifft er auf die Bärin Gisela, die sich schon auf ihren Winterschlaf eingestellt hat. Trotzdem verbringt sie einige Zeit mit Emil und nimmt ihn dann mit in ihre Höhle. Im Laufe des Winters bekommt sie zwei Bärenkinder, denen sie gemeinsam mit Emil alles beibringt, was sie zum Überleben brauchen. So wird aus dem kleinen ängstlichen Emil ein selbstbewusster mutiger Hund, der sich dann auf den Weg zu seiner Familie macht. 
    Die wundervollen Naturbilder von den Tieren begeistern mich und sicher auch die Kinder. Dass dieser niedliche Hund sich dann so viel traut, macht uns selbst auch etwas mutiger, selbst wenn wir keine erfahrene Bärin an unserer Seite haben.
    Da Emil am Ende wieder zwischen seinen schlafenden Menschenkindern liegt, ist das Buch auch als Gute-Nacht-Geschichte zu lesen, aber das Wichtigste ist die Freundschaft sowohl zur Bärin und ihren Kinder als auch zu Emils menschlicher Familie. Ein zauberhaftes Buch voller Wärme.

    Dagmar Mägdefrau
  • Der Regenbogenfisch – Zahlen    

    Der Regenbogenfisch – Zahlen    

    Marcus Pfillster

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Klein und quadratisch ist das Pappbilderbuch mit dem Regenbogenfisch, seine Schuppen glitzern so schön auf dem Cover.
    Grün ist die erste Doppelseite und sie zeigt eine Krabbe und die steht für die Nummer 1.
    Blau ist die nächste Seite, auf der sich zwei Wale begegnen. Drei orange Seepferdchen schweben durch das blaue Wasser und vier zart türkise Muscheln liegen auf dem Meeresgrund.
    mehr oder weniger lesen
    Fröhlich schwimmen fünf Delfine durchs grünliche Wasser. Die sechs Schnecken haben sehr schön gedrehte Häuser und so geht es weiter bis zu den zehn Fischen. Aber die letzte Seite bietet noch eine kleine Überraschung.
    Hier hilft uns der Regenbogenfisch, den wir bereits aus vielen anderen Büchern kennen ,die Zahlen bis zehn kennen zu lernen. Nebenbei treffen wir auf viele Wassertiere, deren Namen und Aussehen wir ebenfalls kennenlernen. Der Text ist minimal und die Illustrationen sind einfach gehalten und zeigen doch die Tiere ganz genau in ihrem Lebensraum.

    Dagmar Mägdefrau

  • Alle rennen, rasen, sausen!

    Alle rennen, rasen, sausen!

    Gundi Hergert

    Heike Herold

    Peter Hammer Verlag

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Ich liebe gereimte Pappbilderbücher und das tun die meisten Kinder auch. Hier gibt es ein Wettrennen der Tiere, auf dem Cover stehen alle an der Startlinie.
    „Wer am schnellsten ist, gewinnt!“
    „Alle starten, rennen, rasen. Alle Tiere? Nein! Eins…“ Diesen Text lesen wir auf jeder zweiten Seite, allerdings mit kleine Veränderungen, damit sich der Text auf der nächsten Seite reimt, wie hier am Anfang, wo der Text weitergeht mit „…fängt lieber Seifenblasen.“
    mehr oder weniger lesen
    Und wir sehen ein Nashorn, das nach den Seifenblasen greift. Von den anderen Tieren sehen wir nur einzelne Körperteile in einer Riesenwolke. Am Hot Dog Stand sehen wir den Hund, der lieber heiße Würstchen kauft. Und so verabschieden sich nach und nach die Tiere, nur die Hasen halten bis zum Schluss durch und erleben eine Überraschung.
    Wunderschöne kurze Reime mit vielen Wiederholungen, das lieben alle Kinder und ich genieße es vorzulesen. Ein Buch, das sicher ein Renner in unserer Bücherkiste wird.

    Dagmar Mägdefrau

  • Glückwunsch, Bär

    Glückwunsch, Bär

    Susanne Straßer

    Peter Hammer Verlag

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Das kleine quadratische Bilderbuch zeigt auf dem Cover den Bär, denn er feiert heute Geburtstag. Im Arm hält er einen Schwimmreifen, den schenkt ihm das Krokodil. „Oh…Danke, liebes Krokodil!“ versucht der Bär, seine Enttäuschung zu überspielen, und er findet noch, das so ein Schwimmreif in keinem Haushalt fehlen sollte. 
    mehr oder weniger lesen
    Nach dem nächsten „Ding dong!“ kommt die Gans, sie schenkt Bär einen Wecker, den kann er gut gebrauchen, wenn seiner kaputt geht. Nach und nach kommen alle seine Tierfreunde und jeder bringt ihm ein Geschenk, aber keiner erfüllt seinen Wunsch. Bis dann die Maus kommt und ein winziges Fahrrad mitbringt. Der Bär ist wirklich gut darin, nicht enttäuscht zu wirken und so bekommt er am Ende seine Überraschung.
    Die Tiere haben den Bär ganz schön gefoppt und ihm praktische Sachen mitgebracht. Und wer von uns kennt solche Geschenke nicht. Und Hut ab, der Bär hat sich seine Enttäuschung nicht anmerken lassen und wurde am Ende dafür belohnt.
    Ein witziges Buch mit vielen tollen Bilder und sich wiederholenden Texten und Szenen, was die Kinder ja ganz besonders lieben. Ein tolles Buch, nicht nur am Geburtstag.

    Dagmar Mägdefrau
  • Das Nest in meinen Zweigen

    Das Nest in meinen Zweigen

    Anna Taube

    Carmen Saldaña

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Das Pappbilderbuch begleitet einen Tulpenbaum, der zur Gattung der Magnolien gehört, in zwölf Bildern durch das Jahr.
    Es beginnt im Schnee mit kahlen Zweigen und einem Schneemann. Eine Katze, ein Eichhörnchen und einige Vögel sind zu sehen. Zwei Fragen sprechen die kleinen Zuhörenden an. Im Frühling seht ein Dreirad unter dem Baum und Krokusse schauen aus der Erde. „Wer streckt seine Schnauze aus dem Laubhaufen?“

    mehr oder weniger lesen

    Bald darauf sehen wir, dass die Knospen sich öffnen und auf der nächsten Seite voll erblühen. Die Stieglitze haben Eier im Nest, die Frage bezieht sich auf die zwei Katzen. Nach den Blüten kommen die Blätter und mit ihnen die Vögel. In der Nacht gleiten die Fledermäuse über den Himmel. Im Sommer spendet der Baum Schatten für die jungen Kätzchen. Dann färben sich die Blätter und unter dem Baum liegt eine Picknickdecke. Wenn die Blätter braun werden, machen sich die Zugvögel auf den Weg. Nach den Herbststürmen kommt so langsam wieder der Winter. Der Baum ist müde nach dem langen Jahr und er freut sich über die Freunde, die ihn begleitet haben. 

    Das Buch zeigt anschaulich und kindgerecht wie das Wetter und damit die Landschaft sich übers Jahr verändert. Es gibt so vielen zu entdecken und die kleinen Fragen weisen zusätzlich auf einiges hin. Ein wundervolles Sachbuch für die ganz Kleinen. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Dürfen Elefanten mit dem Bus zu ihren Tanten?

    Dürfen Elefanten mit dem Bus zu ihren Tanten?

    Patricia Cleveland-Peck

    David Tazzyman

    Aus dem Englischen übersetzt von Juri Johannson

    Kraus Verlag

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Das Cover zeigt uns schon, dass Elefanten nicht gut im Bus fahren können, und die erste Doppelseite zeigt uns, was noch zu sehen ist, wenn ein Elefant versucht, in einen roten Doppeldecker zu steigen. „Elefantenhintern sind groß und schwer – wo sich so einer hinsetzt, sitzt später keiner mehr.“ 
    mehr oder weniger lesen
    Es wird auch gewarnt, Affen in einen Einkaufswagen zu setzten, zumindest kaufen sie nur Obst ein. Obwohl der Tiger zeitunglesend ganz brav auf dem Poster sitzt, sollte er nicht im Zug reisen, damit er niemanden verspeisen kann. Was mit einem Seehund am Steuer eines Taxis geschieht, zeigt die nächste Seite. Der Tausendfüßler hingegen tut sich schwer mit dem Anziehen seiner Rollschuhe. So geht es noch mit einigen Tieren und ihren Fortbewegungsmitteln, die nicht für sie gemacht sind. So bleibt ihnen am Ende die Frage, wie sie denn reisen sollten und die Antwort wird euch genauso wie mich erstaunen. 
    Ich empfinde die Auswahl der „Fahrzeuge“ nicht wirklich konsequent. Wenn es ums Verreisen geht, kommt ein Einkaufswagen oder Rollschuhe nicht in Frage und auch die Lösung, mit der Achterbahn zu fahren ist kaum zielführend. Aber da das Buch sehr englisch ist, mag es sich da auch um englischen Humor handeln. Die Illustrationen zeigen jedenfalls einige witzige Details, so feilt die Kassiererin mit den rosa Lockenwicklern ihre Nägel und wer steht da am Straßenrand mit seinen Corgis? Very british!

    Dagmar Mägdefrau