• Sigismund lernt brüten

    Sigismund lernt brüten

    Bettina Wagner

    Bettina Tischler

    Verlag Margarete Tischler

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Kräftig krähend sehen wir Sigismund auf dem Cover, dann werden die drei Hühner vorgestellt. Doris, Rosemarie und Adelheit leiden sehr unter diesem lauten Krähen, das über den Hof schallt. Adelheit platzt der Kopf, Doris und Rosemarie sorgen sich um Küken und Eier. Und dann fordert Sigismund die Damen noch auf, ihn auf seinem Kontrollgang über den Hof zu begleiten. 
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    Stolz schreitet er voran, gefolgt von den Hühner und den Küken. Aber zu den Kühen muss die Gruppe eine Straße überqueren und als es auf dem Rückweg zu einem Unfall kommt bei dem Rosemarie verletzt wird, fordert Adelheit, dass Sigismund die Eier ausbrühten soll.
    Trotz aller Tragik eine witzige Geschichte, die zeigt, dass auch solche Machos wie dieser Hahn klein beigeben bei so viel Frauenpower. So kommt es, dass Sigismund Carearbeit leisten muss, „es wird höchste Zeit, dass auch mal ein Hahn brütet.“
    Die Illustrationen muten ein wenig naiv an, was, wie ich finde, gut zum Bauernhof passt. Der Text ist recht kurz und gut verständlich und mit einem Augenzwinkern geschrieben. Mir gefallen die emanzipierten Hennen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Ich bin Ida – Mit Herzklopfen in die erste Klasse

    Ich bin Ida – Mit Herzklopfen in die erste Klasse

    Sabine Westermaier

    Mike Luckie

    Thienemann

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre


    Eine fröhliche Ida kommt uns da auf dem Cover entgegen, sie freut sich, dass sie nun endlich Schulkind ist. In 20 Kapiteln werden wir sie durch das Schuljahr begleiten.
    Zunächst treffen wir sie in ihrer Klasse und hier ruft sie ein Junge „Dieckie!“, da richtet Ida die Spitze ihrer Schultüte auf den Jungen und sie sagt ihm ihre Meinung.
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    Danach ist sie zunächst über sich selbst erschrocken, doch ihre Lehrerin gibt ihr Recht und Ida setzt sich neben Esra, die dann ihre Freundin wird. Ein doppelseitiges Bild zeigt, wie Ida wütend auf den Jungen zugeht, es zeigt sehr gut ihre Wut und sein Erschrecken. Ida lebt mit ihren zwei Papas zusammen - Papa Till und Papa Tom. Ihre Mama wohnt in Kalifornien auf einem Berg und dort gibt es Pfaue, diese Vögel sind Idas Lieblingstiere und sie tauchen immer wieder auf, zum Schluss wird sogar eine Seifenkiste mit Pfauenfedern geschmückt. 
    Meine Enkelin kommt in diesem Jahr in die Schule, aber ich weiß nicht, ob ich ihr das Buch gebe, denn sie wird sicher nicht verstehen, dass ein Kind so weit von seiner Mama entfernt lebt. Sie weint sogar, wenn die Pinguine ihre Eltern verlassen. Obwohl es natürlich wichtig ist, auch andere Familienformen kennenzulernen und zu erleben, dass Ida sehr glücklich mit ihren Papas ist. In einigen Geschichten geht es um Abkürzungen wie LOL oder BFF, ich habe solche Begriffe noch nicht bei meinem Enkel gehört, aber vielleicht tauchen sie in anderen Schulen auf.
    Der Text beginnt immer mit dem Alter von Ida, leider ändert sich das von 6 auf 7, obwohl der Geburtstag erst in einem späteren Kapitel gefeiert wird. Ich mag solche unlogischen Sachen nicht so gerne.
    Ein Buch mit schönen Erlebnissen im ersten Schuljahr und vielen schönen bunten, teilweise großen Illustrationen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Konrad Kröterich und die Suche nach der allerleckersten Mahlzeit – Band 2    

    Konrad Kröterich und die Suche nach der allerleckersten Mahlzeit – Band 2    

    Oren Lavie

    Anke Kuhl

    Aus dem Englischen von Mathias Jeschke

    Fischer-Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Nachdem Konrad Kröterich schon nach der allerschönsten Umarmung gesucht hat, macht er sich nun auf die Suche nach der allerleckersten Mahlzeit. Auf dem Cover sehen wir ihn am Tisch sitzen und sich die Lippen (heißen die so bei einer Kröte?) leckend auf das Essen warten. Neben ihm sehen wir seinen Freund Freddie, eine Fliege.
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    Ja, das ist wirklich eine ungewöhnliche Freundschaft und Konrad tut sich nicht leicht, weil er immer wieder Appetit auf seinen Freund hat. Haferbrei, den er in den letzten Tage oft gegessen hat, verabscheut er inzwischen. So sitzt er bald mit Leidensgenossen beim wöchentlichen Treffen der Anonymen Amigophagen (AA), hier entscheidet er, dass er „eine Mahlzeit finden muss, die so köstlich ist, dass er drüber Freddie als Speise völlig vergisst.“
    Er wendet sich an seine Freunde und probiert deren Essen, muss aber feststellen, dass ihm diese Sachen auch nicht schmecken.
    Es ist wieder sehr witzig, die Suche von Konrad Kröterich zu verfolgen und die Illustrationen machen einen großen Teil des Spaß aus. Mir gefällt dieser zweite Band fast noch besser als der Erste. Und die Lösung, dass der mit Liebe gekochte Haferbrei einfach viel leckerer ist, gefällt mir ebenfalls. Ein wundervoll schräges Buch über Freundschaft, die über den Appetit siegt, und Liebe, die alles schmackhaft macht.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mama sagt, ich wäre ein Eisbär

    Mama sagt, ich wäre ein Eisbär

    Johanna Hennig

    Mabuse-Verlag

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    „Ein Kinderfachbuch über künstliche Befruchtung“ ist der Untertitel des Buches und wir sehen auf dem Cover ein Kind in Eisbärenkostüm in die Arme seiner Mutter laufen.
    Das Vorwort wendet sich erst an die Kinder und dann an die Erwachsenen, denen geraten wird, das Buch zunächst ohne das Kind zu lesen.
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    Die meisten Kinder stellen irgendwann die Frage, wie sie in den Bauch der Mutter gekommen sind. Hier erzählt die Mama vom Kinderwunschzentrum, „einer Art Zauberwerkstatt“, wo Papa und ihr geholfen wurde. Hier wurden Ei und Samen zusammengebracht und unter dem Mikroskop beobachtet, wie daraus der kleine „Eisbär“, wie Mama das Kind immer nennt, entstand. Da Mamas Körper noch Zeit brauchte, wurde das neue Leben zunächst in einen Winterschlaf versetzt, dann erst wurde es in den Bauch übertragen. Dort wusste es gleich, „Hier bleibe ich“. Danach wird von der Schwangerschaft und dem Kind berichtet. Der Text ist kurz und gut verständlich, die Illustrationen sind weich und liebevoll gezeichnet. 
    Der Mitmachteil für Kinder bietet Anregungen für Gesprächsimpulse, unterstützt durch kreative Ideen und Ausmalbilder. Zuletzt gibt es einen Fachteil für Erwachsene.
    Ich finde es richtig, dass man Kinder die Wahrheit erzählt und diese Buch hilft Eltern, deren Kinder durch eine künstliche Befruchtung entstanden sind, das kindgerecht zu erklären. Die Literatur ist voll von Geschichten, in denen Menschen nach der Suche nach ihren Wurzeln sind. Ich bin überzeugt, dass es besser ist, gleich genau zu erzählen, wie ein Kind entstanden ist.

    Dagmar Mägdefrau

  • Noch mehr Spaß mit Bobo Siebenschläfer – Band 5     

    Noch mehr Spaß mit Bobo Siebenschläfer – Band 5     

    Markus Osterwalder

    Rotfuchs

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Die kleinen Bildgeschichten, die fast wie ein Comic aufgebaut sind, lassen sich hervorragend schon kleinen Kindern vorlesen. Sie identifizieren sich mit dem kleinen Siebenschläfer, der immer zum Ende der Geschichte eingeschlafen ist. 
    Die erste und vierte Geschichte beginnt mit einem Paketboten, der bei Mama ein Paket abgibt. Zunächst wird Bobo selbst zum Paketboten und bringt seiner Mama bunte Kartons.
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    Die zweite Lieferung ist in einem sehr großen Karton gekommen und Bobo spielt zusammen mit seinem Affen Trixie mit dem Karton. Er geht mit Freunden auf den Wasserspielplatz und in den Wald, Blaubeeren pflücken. Mit Mama und Papa auf eine Blumenwiese und mit den Freunden reist Bobo nach Mexiko. Zum Schluss vergräbt Bobo einen Piratenschatz, den sein großer Cousin Lukas finden muss.
    Mit dem Paketboten sind die Geschichten schon sehr aktuell, Mama nutzt auch ein Smartphone zum Fotografieren. Allerdings trägt sie wieder ihr langes rotes Kleid.
    Die kleinen Erzählungen zeigen, dass Bobo mit seiner Fantasie tolle Spiele entwickeln kann und eine Menge Spaß mit alltäglichen Sachen haben kann.

    Dagmar Mägdefrau
  • Das Glück ist ein Punkt

    Das Glück ist ein Punkt

    Helga Bansch

    Jungbrunnen

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Der kleine rothaarige Junge sitzt mit seinem Buch neben dem Eisbär, der ihn neugierig anschaut.
    Der Junge, der gerade in das Haus umgezogen ist, schaut aus dem Fenster auf den Schuppen, er ist überzeugt, dass dort ein Eisbär wohnt. Der Eisbär ist ein Sammler und er zeigt dem Jungen seine Schätze. „Einmal las ich ihm aus einem Buch vor.“
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    Wir sehen auf der Doppelseite viel Dinge, die in dem Buch vorkommen. Der Eisbär zeigt uns ein Buch mit vielen bunten Punkten, das er geschrieben hat. Jeder Punkt bedeutet Glück und schöne Erlebnisse und wenn der Junge auf einen Punkt zeigt, erzählt der Eisbär von dem Erlebnis. So steht der rote Punkt dafür, Kirschen auf einem Baum zu essen. 
    Ein Buch voller Fantasie und wunderschönen Bildern. Ist es nicht herrlich, dass ein Punkt so viel erzählen kann und vielleicht können die Kleinen, denen wir das Buch vorlesen, auch ihre Buntstifte spitzen und „Geschichten schreiben“?

    Dagmar Mägdefrau
  • Bunte Gedanken für Socke Wolli

    Bunte Gedanken für Socke Wolli

    Diana Nadal Millanes

    Gabriele San Martin

    Mabuse-Verlag

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    „Ein Kinderfachbuch über positives Denken“ steht auf dem Cover und wir sehen eine Socke einen Berg hochklettern.
    Das Buch besteht aus drei Teilen und zunächst lesen wir die Geschichte der Socken, die in der Sockenschule viele Dinge lernen, die ihnen später Vorteile bringen, so stopfen sie sich selbst, fahren Karussell in Tassen, um sich an die Umdrehungen der Waschmaschine zu gewöhnen.
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    Sie laufen über Seile und springen mit einem Fallschirm aus dem Flugzeug. Denn später auf der Leine darf ihnen nicht schwindelig werden. 
    Dann sehen wir die linke Seite farbig, wie die ganzen Seiten vorher und die rechte Seite ist grau, nur eine traurige Socke ist zartblau. Diese Socke fürchtet sich vor den Aktionen, die den anderen Spaß machen. Ihre Gedanken sind trübe und voller Angst. Als das die Lehrerin merkt, versucht sie, die negativen Gedanken ins Positive zu drehen. Es steht in einer Blase „Ich fürchte, meine Löcher werden immer mehr…“ Und die Lehrerin weißt darauf hin, dass alle diese Löcher Geschichten erzählen. Es gibt viele solcher Beispiele und irgendwann ist die Socke Wolli bereit für Abenteuer.
    Als nächstes gibt es den Mitmachteil, hier wird gemalt, gebastelt und gerätselt. Zum Schluss werden die Erwachsenen angesprochen mit einem Fachteil.
    Die Autorin ist Psychologin und sie arbeitet seit viele Jahren mit Kinder. Ihre Socke Wolli steht für ängstliche Kinder, die sich nichts zutrauen und sie bietet hier praktische Tipps, wie wir unsere mutlosen Kinder aufbauen und ihnen zu Selbstvertrauen und Zuversicht verhelfen. Die Illustrationen zeigen sehr genau die Empfindungen von Wolli und der Wechsel von bunt in grau zeigt die Empfindungen sehr bildhaft.

    Dagmar Mägdefrau

  • Das ist Frau Honig

    Das ist Frau Honig

    Sabine Bohlmann

    Joëlle Tourlonias

    Planet!

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Nach den Kinderbüchern von Frau Honig, wird uns hier die nette Kinderfrau in einem Bilderbuch vorgestellt. Nach dem sie auf dem Cover mit einigen ihrer Utensilien zu sehen ist, wird sie uns im Buch vorgestellt, neben ihrer Kleidung sind ihr Bienenkorb und der „Koffer mit Koffern“ zu sehen. 
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    Und schon sausen Olli und Samy mit dem „fliegenden Teppich“ ins Bad. Die traurige Zoya badet in schönen Worten und im Dunkeln gibt es Schattenspiele mit der Taschenlampe. Socken-Memory ist ein Spiel, das den Kindern einen Riesenspaß macht, und ein Sockenmonster ist sicher nicht zum Fürchten. Wenn Frau Honig vorliest, werden die Figuren aus der Geschichte lebendig. Wer die Autorin Sabine Bohlmann bei einer Lesung erlebt hat, weiß, dass sie das auch beherrscht. 
    Ein wunderschönes Bilderbuch, das durch die niedlichen Illustrationen schon kleinen Kindern eine fast klassische Bilderbuchfigur näherbringt. Das wird sicher ein Vorlesespaß!
    Meine Enkelin, die das Kinderbuch kennt, ist begeistert.

    Dagmar Mägdefrau
  • Wo ist mein Hut?

    Wo ist mein Hut?

    Jon Klassen

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Deutscher Jugendliteraturpreis 2013

    Astrid Lindgren Memorial Award

    Das Originalbuch ist aus dem Jahre 2011, in 2020 wurde es als Pappbilderbuch veröffentlicht. 
    Der große Bär geht von Tier zu Tier und fragt „Hast du meinen Hut gesehen?“ Die Tiere verneinen und der höfliche Bär antwortet „Schon gut. Trotzdem vielen Dank.“ Nur das Kaninchen, das einen spitzen roten Hut trägt, wird ziemlich böse und verteidigt sich „Ich stehle doch keinen Hut.“ Der Bär zieht weiter und fragt, bis ein Tier fragt, was ist denn ein Hut?

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    In der Buchmitte liegt der Bär auf dem Rücken und denkt darüber nach, wie sehr ihm sein Hut fehlt. Der Hirsch fragt noch einmal, wie genau der Hut aussieht. Als der Bär antwortet, fällt ihm ein, wo er den Hut gesehen hat. Er eilt zurück zum Kaninchen und sitzt dann da mit seinem Hut, den er über alles liebt. Am Ende sucht das Eichhörnchen nach dem Kaninchen und der Bär verteidigt sich sofort „Ich fresse doch kein Kaninchen.“

    Die Bilder sind braun auf beige mit wenig Details gezeichnet. Der Text ist kurz und mit Wiederholungen. Ein Buch zum Nachdenken. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Gedi, Geda, Gedichte

    Gedi, Geda, Gedichte

    Nils Mohl, Uwe-Michael Gutzschhahn

    Arne Rautenberg, Lena Raubaum, Mona Harry

    Michael Augustin, Manfred Schlüter und Henrike Wilson

    Atrium

    Leseempfehlung ab 5 Jahre

    Sowas kommt dabei raus, wenn sich Autorinnen und Autoren auf Helgoland treffen. Erstmal ein Cover mit einem schiefen Leuchtturm und dann viele Gedichte, die sich um das Meer und die kleine Hochseeinsel Helgoland drehen. 
    Und dann wird James Krüss, der große Kindergedichteschreiber, zum 100. Geburtstag geehrt.
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    Ich kann mich noch erinnern, dass er in meiner Kindheit persönlich im Fernsehen seine Gedichte zum Besten gab und ich habe es geliebt. 
    So erinnert das Gedicht „Lieselotte Hafenfähre“ von Lena Raubaum an „Henriette Bimmelbahn“. Spannend ist auch, was „Am siebzehnten Oktebruar“ laut Mona Harry geschieht. Im „Inselkonzert“ von Michael Augustin machen viele Tiere Musik. Mit Arne Rautenberg geht es ins „Helgaland“, wo alle Helga heißen. „Helgolands Trottel und Lummen“ sucht Nils Mohl in seinem Gedicht. Über tuschelnde „Miesmuscheln“ dichtet Uwe-Micheal Gutzschhan. Zum Schluss gibt es von Manfred Schlüter einen „Musenkuss“.
    Eine wunderschöne Sammlung von Lyrik, die Erinnerungen wachruft und mich lächeln ließ. Dazu fröhliche Zeichnungen von der See. So machen Reime Spaß!

    Dagmar Mägdefrau

  • Eine Kuh in meinem Bett

    Eine Kuh in meinem Bett

    DanIiel Fehr

    Jorge Martin

    Aus dem Englischen von Stefanie Malleier

    Katapult Kinderbuch

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir die Kuh über eine gelbe Wand schauen. Papa steht in der Küche und spült Teller. Die kleine Tochter kann nicht schlafen, weil eine Kuh in ihrem Bett liegt. Papa geht gleich mit ihr, doch das Bett ist leer. Doch sie hat sich das nicht ausgedacht, die Kuh war wirklich da. 
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    Und nun ist sie auch wieder da und diesmal spielt sie mit der Ente Karten. Das Mädchen befürchtet, dass die Kuh, weil sie verliert, schlecht gelaunt sein wird.  Aber der Vater findet wieder nur ein leeres Bett vor. Als das Mädchen wieder in die Küche kommt, sehen wir Papa von oben, wie er ein Glas spült. Diesmal soll sogar ein Elefant im Bett sein. Natürlich ist auch der weg, als Papa kommt. 
    Große, klar strukturierte Bilder in kräftigen Farben zeigen uns die wechselnden Zimmer aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Der Text ist sehr kurzgehalten und ich meine ein leichtes Augenzwinkern darin zu spüren. Das Ende ist dann besonders witzig, aber ich will es hier nicht verraten. Ich weiß genau, dass dieses Buch genau den Humor meiner Enkel trifft.

    Dagmar Mägdefrau

  • Das große Buch von den sieben kleinen Hasen

    Das große Buch von den sieben kleinen Hasen

    Sabine Praml

    Christiane Hansen

    Oetinger

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Ich kenne bereits einige dieser niedlichen Hasenbüchern, weil mein Enkel sie liebt, deshalb fand ich diesen Sammelband mit sieben Bänden sehr schön. Beim ersten Band geht es um die Geburt des siebten kleinen Hasen Matti „Wenn die kleinen Hasen um Häschen Nummer sieben rasen“. 
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    Die sechs großen Geschwister freuen sich über den Zuwachs und helfen bei seiner Versorgung. Dann geht es ums Verstecken, Papa muss seine kleinen überall suchen. „Wenn sieben kleine Hasen quietschfidel ans Wasser rasen“ heißt der nächste Band. Erst wird gepackt und dann geht es mit den Rädern an den See. Grummelig sind die Hasen wegen des Regens, aber dann rasen sie durch die Pfützen. Von Schnupfennasen und anderen Krankheiten handelt der nächste Band. Danach wird es weihnachtlich, hier feiert die große Familie Weihnachten mit Oma und Opa. Am Ende geht es dann müde ins Bettchen. 
    Eine Großfamilie, die viel zusammen unternimmt und bei denen wir die große Zuneigung und Liebe zueinander spüren können. Jedes Kind ist aber auch ein Individuum und meine Enkel können die Kleinen gut unterscheiden.
    Die gereimten Texte sind sehr schön zu lesen und die Bilder strahlen eine Heiterkeit aus, dass es eine Freude ist sie anzuschauen. Wundervolle kleine Geschichten, rund um den Alltag einer Hasenfamilie in der wir uns gut wiedererkennen können.

    Dagmar Mägdefrau
  • Willkommen beim Kinderarzt                                       

    Willkommen beim Kinderarzt                                       

    Sandra Grimm

    Iris Hardt

    Tipps und Nachwort Dr. Vitor Gatinho

    Ravensburger

    Leseempfehlung ab 2 Jahre

    Das Cover zeigt einen Arzt, der ein Kind, das seinen Bären im Arm hält, untersucht. Er lächelt freundlich und auch das Kind wirkt entspannt. 
    Das Buch beginnt mit einem Vorwort des als „Kid.Doc“ bekannten Dr. Vitor Gatinho. Dann sind wir direkt in der Praxis, in der uns Pauline an der Rezeption nett begrüßt.
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    Dann geht es in ein gut gefülltes Wartezimmer. Hier warten Kinder mit unterschiedlichen Anliegen mit ihren Eltern. Kein Kind ist in Begleitung seiner Oma. In einer Sprechblase gibt der Doktor Tipps für die Eltern. Theo wird aufgerufen und zunächst gewogen und gemessen, dazu muss er seine Kleidung bis auf die Unterwäsche ausziehen. Der „Kid.Doc untersucht den Jungen dann, hört ihn ab, schaut in die Ohren und danach werden die Augen untersucht. Winkend verabschiedet sich Theo vom Kid.Doc. Danach beobachten wird was der Kid.Doc mit Nahla macht, die erkältet ist. Pablo kommt mit einer Schürfwunde und bekommt einen Verband. Danach wird geimpft und bei den Zwillingen Scharlach diagnostiziert. 
    Da der Text schon sehr lang ist, würde ich das Lesealter etwas höher ansetzen, wobei man mit jüngeren Kinder über die Bilder sprechen kann und so die Angst vor einem Besuch beim Kinderarzt verringern kann.
    Dass immer wieder vom Kid.Doc die rede ist, statt von einem Kinderarzt gefällt mir nicht so gut. Evtl. hätte man ihm auch einen Namen geben können, was ich persönlicher gefunden hätte. Es ist wichtig, die Kinder auf beängstigende Situationen vorzubereiten und dazu kann dieses Pappbilderbuch beitragen.

    Dagmar Mägdefrau
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  • Der Kopfübär streitet nie!

    Der Kopfübär streitet nie!

    Judith Weber

    Fabian & Christian Jeremies

    Loewe

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Niedlich sieht er aus, der blaue Bär auf dem Cover, aber erschaut auch etwas streitbar in die Welt mit seinem übereinandergeschlagenen Armen. 
    Vor dem hübschen Haus stapeln sich viele Möbel und mittendrin ist eine Waschmaschine zu sehen. Diesen Möbelberg bestaunen Kobi und seine Freundin Kairi vom Küchenfenster aus und sie möchten gerne dort Abenteuer erleben.
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    Papa ist aber dagegen und Mama verlangt, dass erst das Kinderzimmer aufgeräumt wird. Doch dann kann das Abenteuer beginnen. Doch während die beiden Freunde auf der einen Seite auf den Möbelberg steigen, scheint auch von der anderen Seite eine Aktivität loszugehen. Kann das ein Monster sein? Doch dann taucht Emilio auf, der behauptet, dass der Berg ihm gehöre. So baut Kobi ein Urwaldhaus, während Emilio ein Schiff baut. Beide nutzen dazu buntes Klebeband und bald gibt es Streit um die Waschmaschine.
    Kobi wäre kein Kopfübär, wenn er nicht am Ende durch einen Perspektivwechsel erkennen würde, wie der Streit aufgelöst werden kann. Wie gut, dass Kairi ihn erinnert, sich mit dem Kopf nach unten zu hängen. Auch die Eltern helfen den Kinder beim Bau ihres Hausbootes und so entsteht am Ende ein tolles Boot aus den alten Möbeln.
    Es ist immer wichtig, einen Kompromiss zu schließen und unser blauer Kopfübär ist ein Garant dafür. Die Illustrationen sind sehr liebevoll gezeichnet und so ist wieder ein wundervolles Buch entstanden, das so viel Spaß beim Lesen macht.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der Sprung   

    Der Sprung   

    Joaquin Camp

    Aus dem Italienischen von Stefanie Malleier

    Katapult Kinderbuch

    Leseempfehlung ab 5 Jahre

    Schon auf dem Cover ist das kleine Sprungbecken zu sehen, rundherum sehen wir Menschen und Tiere in Badekleidung. Eine Leiter geht am Rand so hoch, dass das Bild nicht reicht, das Ende abzubilden.
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    „Ein mutiger Held“ steht auf dem Sprungbrett, wir sehen ihn zuerst nur auf dem Brett stehend, dann das Schwimmbad und den Mann ganz klein auf dem Brett. Dann wechselt die Perspektive wieder und wir sehen aus der Sicht des Mannes seine Füße auf dem Brett. Jetzt tauchen hinter ihm andere auf, die ihn drängeln, zu springen. Er läuft an und bleibt wieder am Ende stehen, denn er macht sich Gedanken, was wohl im Wasser sein könnte. Das Bild zeigt uns Haie im Becken. „Die Zeit vergeht, doch unser tapferer Freund bewegt sich nicht.“ Inzwischen sehen wir schon Pflanzen zwischen seinen Füßen wachsen. Es wird dunkel und die Menschen hinter ihm verharren immer noch auf der Treppe, die anderen liegen schlafend um das Becken. 
    Die Bilder sehen sehr kindlich aus, wirken aber lebendig durch die wechselnden Perspektiven. Die Angst, die so ein Sprung in die Tiefe bei uns allen auslöst, wird hier sehr eindringlich und humorvoll beschrieben. Der Gag am Ende hat mir besonders gut gefallen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Ich bin der Stärkste im ganzen Land!

    Ich bin der Stärkste im ganzen Land!

    Mario Ramos

    Aus dem Französischen Markus Weber

    Moritz

    Verlagsempfehlung 2 Jahre

    Schon auf dem Cover hat der Wolf eine Haltung, die ihn als Sieger als etwas Besonderes darstellt. Nachdem er sich satt gegessen hat, macht er sich auf den Weg in den Wald, er möchte gerne die Bestätigung dafür haben, dass er der Stärkste ist. 
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    Zunächst trifft er auf einen kleinen Hasen, er spricht ihn freundlich an und der Hase bestätigt ihm, dass er der Stärkste im ganzen Land sei. Rotkäppchen begegnet ihm als nächstes und auch sie bestätigt ihm, dass er der Stärkste sei. Auch die drei kleinen Schweinchen widersprechen ihm nicht, ebenso wenig wie die sieben Zwerge. Erst ein „komischer kleiner Kröterich“ meint, seine Mama sei die Stärkste im ganzen Land.
    Da beweihräuchert sich der Wolf und sucht bei bekannten Märchenfiguren eine Bestätigung seiner Stärke. Wie schön ist es zu beobachten, wie er immer mehr angibt und erst das kleine grüne Tier widerspricht ihm (zu Recht!) In den Illustrationen erleben wir den Wolf, der mit seiner Körperhaltung ausdrückt, wie er sich fühlt.
    Ein Pappbilderbuch über einen Angeber, der erkennen muss, dass es immer auch eine Stärkere gibt. Zudem treffen wir auf Bekannte aus anderen Büchern, was ich sehr witzig finde.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ich bin feeertig!

    Ich bin feeertig!

    Arnold Hovart

    Deutsch von Tobias Scheffel

    Kunstmann

    Leseempfehlung 3 Jahre

    Diesen Ruf aus dem Bad kennen wir alle, die wir mit Kindern zu tun haben, die endlich alleine aufs Klo gehen. Und so sehen wir den Kleinen mit weit geöffnetem Mund auf dem Klo sitzen, die Rolle rosa Toilettenpapier hängt in der Halterung.
    Das erste Bild ist mit dem Cover identisch und Lewis schreit „Bin feeertig!“, aber es bleibt still.
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    Deshalb macht er sich mit der rosa Rolle auf den Weg ins Zimmer von Gretel. Wir sehen ein Gesicht mit großen Augen unter einer Decke hervorgucken, doch Lewis ist schon in der Küche, aber Großmutter sitzt im Hängeschrank und ist für den Kleinen nicht zusehen. Im Keller nimmt eine Mumie reißaus, auch sie mag den Popo nicht abputzen. Im unheimlichen Keller versteckt sich Batman, auch er will nicht helfen. 
    So fragt Lewis immer wieder, wer ihm den Popo abputzen kann, doch alle verstecken sich und so schläft er am Ende wie Dornröschen ein, um dann wieder auf der Toilette zu sitzen, als seine Mutter hereinkommt.
    Alle Bilder sind mit einem schwarzen Stift teilweise sehr düster gezeichnet, nur Lewis wird zusammen mit dem rosa Klopapier farbig dargestellt. Seine Fantasie malt ihm unheimliche Szenen aus, denn seine Mama ist wohl nicht schnell genug in der Toilette, als sein Schrei durch die Wohnung hallt.
    So wird aus einer alltäglichen Szene eine fantasiereiche und spannende Geschichte, die in ungewöhnlichen Illustrationen dargestellt wird. Mit hat das Lesen und Anschauen viel Freude gemacht.

    Dagmar Mägdefrau

  • Otto fährt los – Eine Reise nach England

    Otto fährt los – Eine Reise nach England

    Stefanie Reich

    Madlen Ottenschläger

    arsEdition

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Otto, so heißt der hell türkise Camper Van, der diesmal nach England reisen wird. Arthur, Freda und ihr Papa Martin tauchen bei Otto auf und er freut sich, dass ein neues Reise-Abenteuer beginnt.
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    Obwohl Otto etwas Angst hat, durch den Eurotunnel nach England zu fahren, landen sie bald in London. Hier begegnet ihnen Sherlock Holmes, der einen Plätzchendieb sucht. Nachdem Tante Lissy und ihr Hund Daisy zugestiegen sind, sitzen am Abend alle zusammen am Feuer und singen „We all live in a super-otto-van“. Am nächsten Morgen geht es früh nach Stonehenge, hier können sie beobachten, wie die Sonne mystisch durch die Steinsäulen scheint. Weiter geht es nach Cornwall ans Meer, dort essen sie Fish and Chips und wir werden gefragt, welche englischen Worte wir kennen. Hinten im Buch gibt es dazu eine kleine Auswahl an Worten. Nach einem Regentag führt der Weg von Otto und seinen Menschen nach Tintagel Castle, hier erfahren wir einiges über König Arthus. Vor einem netten Cottage nehmen dann alle den 5 o'clock tea und erfahren einiges über Scones. 
    Eine tolle Reise, die Otto da macht, ich bin ganz neidisch und würde auch gerne diese Tour machen. Dieses Buch verbindet das Abenteuer, mit einem Camper Van unterwegs zu sein, mit einem kindgerechten Reiseführer. Hinzu kommt noch die Fantasie, die benötigt wird, Otto sprechend und reagierend in die Reise einzubinden. So wird er zu einem fühlenden Wesen, das immer wieder spannende Ideen einbringt.
    Die schönen Illustrationen tragen dazu bei, uns die Sehenswürdigkeiten zu zeigen und an den Unternehmungen auf diese Weise teilnehmen zu können.
    Ich kann Ottos Reisen nur empfehlen, sie machen so viel Spaß und wir lernen so viel dabei.

    Dagmar Mägdefrau