• Der Regenbogenfisch – Zahlen    

    Der Regenbogenfisch – Zahlen    

    Marcus Pfillster

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Klein und quadratisch ist das Pappbilderbuch mit dem Regenbogenfisch, seine Schuppen glitzern so schön auf dem Cover.
    Grün ist die erste Doppelseite und sie zeigt eine Krabbe und die steht für die Nummer 1.
    Blau ist die nächste Seite, auf der sich zwei Wale begegnen. Drei orange Seepferdchen schweben durch das blaue Wasser und vier zart türkise Muscheln liegen auf dem Meeresgrund.
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    Fröhlich schwimmen fünf Delfine durchs grünliche Wasser. Die sechs Schnecken haben sehr schön gedrehte Häuser und so geht es weiter bis zu den zehn Fischen. Aber die letzte Seite bietet noch eine kleine Überraschung.
    Hier hilft uns der Regenbogenfisch, den wir bereits aus vielen anderen Büchern kennen ,die Zahlen bis zehn kennen zu lernen. Nebenbei treffen wir auf viele Wassertiere, deren Namen und Aussehen wir ebenfalls kennenlernen. Der Text ist minimal und die Illustrationen sind einfach gehalten und zeigen doch die Tiere ganz genau in ihrem Lebensraum.

    Dagmar Mägdefrau

  • Knallharte Steinzeit – Kleines Mammut, große Gefahr – Band 1

    Knallharte Steinzeit – Kleines Mammut, große Gefahr – Band 1

    Rüdiger Bertram

    Saskia Gaymann

    cbj

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Neben dem kleinen Zwergwollmammut-Baby sehen wir Krähe und Wolf. Die beiden dürften eigentlich nicht zusammen unterwegs sein, denn Krähes Mutter ist die Erfinderin des Rades und damit die Chefin des Herstellungsbetriebes, wohingegen Wolfs Vater nur die Räder herstellt. Deshalb wollen beide nicht zusammenspielen. 
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    Aber wie wir sehen, sind sie wieder zusammen unterwegs. Auch Krähe ist eine kleine Erfinderin und gleich zu Beginn der Geschichte erfindet sie einen Fußball aus Blättern, denn der Steinfußball bewährt sich nicht. Doch als sie dann einen kleinen Mammut finden, müssen sie überlegen, wie sie ihn vor den Jägern schützen können. Gut wäre es den Kleinen mit Milch zu füttern, doch er mag gerne Blätter essen, was dazu führt, dass er pupsen muss, was sehr stinkt. 
    Ich bin ja keine Freundin dieser ständigen Pupserei in Kinderbüchern, hier ist aber die Dramatik der Handlung davon abhängig. Trotzdem würde es mich freuen, wenn sich die Autor*innen mal was anderes einfallen ließen. Aber auch Wolf, der sehr schön zeichnen kann, bringt sein Talent neben Krähes Erfindungsgeist in die Geschichte ein.
    Ein ganz wichtiges Thema ist die Freundschaft zwischen den beiden Kindern und ihr gemeinsames Kümmern zur Rettung des Mammuts. Sehr gut gefällt mir, dass später alle Steinzeitmenschen zusammenhalten und den dummen Jäger davon abhalten, das kleine Mammut zu töten.
    Im Nachwort erklärt Rüdiger Bertram, dass diese Geschichte nicht authentisch die Steinzeit widerspiegelt, aber mir gefällt diese kleine Geschichte, die voller witziger Ideen und Anspielungen ist, sehr gut. Dazu beigetragen haben aber auch die cartoonartigen Illustrationen der Figuren und die kleinen Bilder, die die Geschichte auflockern.

    Dagmar Mägdefrau

  • Alle rennen, rasen, sausen!

    Alle rennen, rasen, sausen!

    Gundi Hergert

    Heike Herold

    Peter Hammer Verlag

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Ich liebe gereimte Pappbilderbücher und das tun die meisten Kinder auch. Hier gibt es ein Wettrennen der Tiere, auf dem Cover stehen alle an der Startlinie.
    „Wer am schnellsten ist, gewinnt!“
    „Alle starten, rennen, rasen. Alle Tiere? Nein! Eins…“ Diesen Text lesen wir auf jeder zweiten Seite, allerdings mit kleine Veränderungen, damit sich der Text auf der nächsten Seite reimt, wie hier am Anfang, wo der Text weitergeht mit „…fängt lieber Seifenblasen.“
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    Und wir sehen ein Nashorn, das nach den Seifenblasen greift. Von den anderen Tieren sehen wir nur einzelne Körperteile in einer Riesenwolke. Am Hot Dog Stand sehen wir den Hund, der lieber heiße Würstchen kauft. Und so verabschieden sich nach und nach die Tiere, nur die Hasen halten bis zum Schluss durch und erleben eine Überraschung.
    Wunderschöne kurze Reime mit vielen Wiederholungen, das lieben alle Kinder und ich genieße es vorzulesen. Ein Buch, das sicher ein Renner in unserer Bücherkiste wird.

    Dagmar Mägdefrau

  • Glückwunsch, Bär

    Glückwunsch, Bär

    Susanne Straßer

    Peter Hammer Verlag

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Das kleine quadratische Bilderbuch zeigt auf dem Cover den Bär, denn er feiert heute Geburtstag. Im Arm hält er einen Schwimmreifen, den schenkt ihm das Krokodil. „Oh…Danke, liebes Krokodil!“ versucht der Bär, seine Enttäuschung zu überspielen, und er findet noch, das so ein Schwimmreif in keinem Haushalt fehlen sollte. 
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    Nach dem nächsten „Ding dong!“ kommt die Gans, sie schenkt Bär einen Wecker, den kann er gut gebrauchen, wenn seiner kaputt geht. Nach und nach kommen alle seine Tierfreunde und jeder bringt ihm ein Geschenk, aber keiner erfüllt seinen Wunsch. Bis dann die Maus kommt und ein winziges Fahrrad mitbringt. Der Bär ist wirklich gut darin, nicht enttäuscht zu wirken und so bekommt er am Ende seine Überraschung.
    Die Tiere haben den Bär ganz schön gefoppt und ihm praktische Sachen mitgebracht. Und wer von uns kennt solche Geschenke nicht. Und Hut ab, der Bär hat sich seine Enttäuschung nicht anmerken lassen und wurde am Ende dafür belohnt.
    Ein witziges Buch mit vielen tollen Bilder und sich wiederholenden Texten und Szenen, was die Kinder ja ganz besonders lieben. Ein tolles Buch, nicht nur am Geburtstag.

    Dagmar Mägdefrau
  • Kleiner Pinguin bald bist du groß!

    Kleiner Pinguin bald bist du groß!

    Isabel Müller

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Der kleine Pinguin sitzt auf den Füßen seines Vater und beide stupsen sich mit den Schnäbeln an. Irgendwie wirkt dieses Bild auf mich so liebevoll und voller Vertrauen.
    Zunächst geht es in die Antarktis zu den großen Kaiserpinguinen.
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    Wieder sehen wir Pinguinküken auf den Füßen ihrer Väter. Die Pinguinmamas watscheln und schlittern bald über das Eis. Sie haben im Meer nach Futter gesucht und füttern nun ihre Kleinen. 
    Bald wagen sich die Kleinen auch aufs Eis, doch wenn ihre Eltern unterwegs sind, stehen die Küken dicht gedrängt zusammen, um sich zu wärmen. Dann ist es so weit und die Kleinen springen ins Wasser, hier fühlen sie sich gleich wohl. Bald sind die Jungen erwachsen und so kümmern sie sich selbst um ihre Eier und die Jungen. So schließt sich der Kreis.
    Die niedlichen Küken sind so schön gezeichnet und es ist eine Wonne, sich die Tiere anzuschauen. Der Text ist nicht sehr lang und gut verständlich geschrieben, aber die Illustrationen stellen alles andere in den Hintergrund. Ein beindruckendes Sachbilderbuch für kleine Naturliebhaber*innen. Gerade Pinguine faszinieren die Kinder immer wieder, deshalb wird sie dieses Bilderbuch begeistern.

    Dagmar Mägdefrau


  • Ein Jahr mit den Möwen

    Ein Jahr mit den Möwen

    Thomas Müller

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Ein ganzes Jahr im Leben einer Möwe wird in diesem realistischen, wunderbar illustrierten Sachbilderbuch aufgezeichnet. Zunächst sehen wir den schroffen Felsen, auf dem die Möwen brüten. Dann gehen wir näher heran und schauen auf die Nester. 
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    Schnell findet die Möwen ihr Männchen und bald liegen Eier im Nest. Schon reißen die Kleinen ihre Schnäbel auf und werden von ihren Eltern gefüttert. Bald machen sie schon ihre ersten Flugübungen und fliegen dann aufs Meer hinaus, um sich selbst Futter zu suchen. In der Weite erlebt die junge Möwe, was Freiheit bedeutet. Auch wir können auf einer Doppelseite die Weite des Meeres nachempfinden und wir verfolgen die Möwe, die dort allein unterwegs ist. Ein Unwetter lässt uns um die Möwe bangen, doch sie kann sich auf einem Kutter retten. 
    Die Texte sind kurzgehalten und die beeindruckenden Illustrationen zeigen uns den Lebensraum der Möwen sehr genau. Ein Sachbilderbuch, das schon kleinen Kindern zeigt, wie sich Möwen in ihrem Lebensraum bewegen und welche Gefahren sie bestehen müssen.

    Dagmar Mägdefau


  • Anleitung für alles

    Anleitung für alles

    Daniel Fehr

    Thomas Müller

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Mit einem pinken Schirm balanciert das Mädchen mit einem Werkzeugkasten in der Hand über ein Seil, unter ihr schaut ein Fisch neugierig aus dem Wasser. 
    Oben auf jeder der Seiten ist ein Satz zu lesen, wie „Wie man sich gut versteckt“ oder „Wie man Lieblingskind wird“, auf der DIN A4-Seite gibt es dann ein witziges Bild zu dieser Aussage, quasi die gemalte Anleitung.
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    So steht zum Thema Verstecken ein Mädchen mit zugehaltenen Augen im Raum und hinter der Vase ist ein Kind zu sehen, auch unter dem Vorhang tauchen Füße auf. Wunderschön ist auch die Anleitung „Wie man einen Tag im Bett verbringt“, hier spielt der Junge Tuba und neben seinem Bett sind viel Dinge verstreut, etwas zu essen und zu trinken, Bücher und Spielsachen.
    Die Illustrationen sind sehr detailreich und witzig gezeichnet und die Anleitungen sind sehr vielfältig. Ein Buch zum Anschauen und zum Entdecken und zum Spaß haben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Das große Abenteuer von Rudolfus Rozendaal

    Das große Abenteuer von Rudolfus Rozendaal

    Daniel Fehr

    Miriam Zedelius

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Rudolfus Rozendaal ist der „Kuschel-Zebra-Hund“ von Aaron, der mit wehenden, rotweiß gestreiften fliegenden Ohren auf dem Cover zu sehen ist. 
    Mit Rudolfus Rozendaal unternimmt der Junge alle seine Abenteuer, die wunderschön und humorvoll im Bild dargestellt werden.
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    Doch eines Morgens ist Rudolfus Rozendaal verschwunden und Papa erzählt seinem Sohn eine spannende Abenteuergeschichte über den Verbleib des Kuscheltieres. Er erlebt da eine ganze Menge, so springt er verwegen aus einem fahrenden Buch und fährt mit einem Schiff übers Meer. Zum Glück taucht Rudolfus Rozendaal am Abend wieder auf und Aaron wundert sich über den frischen Duft, den er verströmt.
    Meine Enkelkinder liebten dieses humorvolle Bilderbuch auf Anhieb, ich habe es schon einige Male vorgelesen. Aber auch das Vorlesen macht Freude, ebenso wie das Anschauen der detailreichen Illustrationen. Zudem ist es eine sehr schöne Anregung für uns Erwachsene, wie wir die Zeit, die die Kuscheltiere in der Waschmaschine verbringen, auszuschmücken.

    Dagmar Mägdefrau

  • Chicken Survivor

    Chicken Survivor

    Massuda Kaaem

    Melanie Garanin

    Klett Kinderbuch

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Nominiert für den deutsch-französischen Jugendliteraturpreis 2026

    Das Faszinierendste an dieser Geschichte ist, dass sie wahr ist. Denn Vindaloo, gibt es wirklich, das kämpferische Huhn mit nur einem Flügel, das wir auf dem Cover sehen.
    Trevor Power hat seiner Familie ein schönes Haus gebaut und weil seine Frau sich Hühner wünschte, hat er auch noch einen Hühnerstall gebaut, alles „mit eigenen Händen.“
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    Jedes der fünf Familienmitglieder bekam ein Huhn und die Hühner wurden sehr verwöhnt und fühlten sich sehr wohl bei der Familie Power. Doch dann bekam der Fuchs Junge und er grub sich in den Hühnerstall, um Futter für seine Kleinen zu fangen. Mit einem Biss erlegte er Trudi, doch dann kam Vindaloo ins Spiel und sie schlug den Fuchs in die Flucht. Nur leider hatte ihr Flügel eine Wunde, die sich entzündetet. Deshalb kam Dr. Julia, eine Menschenärztin, die Vindaloo den Flügel amputierte. Nach einigen Tagen, in denen sich die Familie liebevoll um Vindaloo kümmerte, legte sie wieder ein Ei und die Tage der Hühner und der Familie waren wieder voller „Dolce Vita“. Aber auch der Habicht bekam Junge und so tauchte bald wieder ein Tier auf, das sich ein Huhn holte. Aber auch er hatte nicht mit Vindaloo gerechnet. 
    Ein irres Buch mit einer echt starken Geschichte und einem tapferen Huhn, das kämpferisch die anderen Hühner und sich gegen zwei Raubtiere verteidigt.
    Nicht aufgeben, sich trauen, ist für mich das Motto von Vindaloo. Neben der spannenden und durchaus witzig erzählten Geschichte gibt es viele Bilder in diesem Buch, die an Comics erinnern und die ebenfall voller Humor sind. So steht Mutter Fuchs mit einer gestreiften Schürze am Herd und salzt das erbeutete Huhn.
    Übrigens hat Papa Power Vindaloo nach einem indischen Curry-Gericht benannt, das Rezept findet ihr hinten im Buch.

    Dagmar Mägdefrau


  • Katzenpfade

    Katzenpfade

    Sara Lundberg

    Aus dem Schwedischen von Friederike Buchinger

    Insel

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Diesmal sehen wir auf dem Cover eine erwachsene Person, einen Menschen, der eine schwarzweiße Katze auf dem Arm hält. Unsere erster Kater Mäxchen sah ihm sehr ähnlich. Über den Bäumen, die wir nur als Schatten sehen, leuchten die Sterne. 
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    Die Spuren, die zu Teil 1 gehören, zeigen menschliche Fußabdrücke, die ganz klar in einer Linie verlaufen und Katzenspuren, die sich im Bogen dazu bewegen. Im Teil 2 ist es umgekehrt. Darum geht es in diesem Buch. 
    Zunächst gehen die beiden ihre übliche Runde, einen Routineweg. Doch diesmal begegnet ihnen eine weiße Katze und die beiden Tiere spielen zusammen. Doch der Mensch will weiter und vertreibt die fremde Katze. Dann ist ein wunderschönes Katzenportrait zu sehen. Mit großen Augen schaut uns die Katze an und fragt: „Warum darfst du immer bestimmen?“ Und dann verschwindet die Katze und der Mensch muss lange warten bis er sich entschließt ,nach Hause zu gehen. Und hier findet er die Katze zusammengerollt im Sessel. Im zweiten Teil darf dann die Katze die Führung übernehmen und der Mensch entdeckt ganz neue Welten in seiner Umgebung. So gibt es eine ausklappbare Seite mit einem wundervollen Sternenhimmel.
    Das Zusammenleben mit einer Katze ist nicht immer einfach, doch auch sie kann uns eine ganze Menge beibringen und das ist hier auf eine besondere Weise der Fall. Neben den schönen Illustrationen, die lediglich das Gesicht des Menschen manchmal eigenartig darstellen, wird eine ungewöhnliche Geschichte erzählt. Die uns zeigt, dass man nicht immer bestimmen muss, sondern, dass man auch mal die Führung einem anderen überlassen soll, um auf die Wunder schauen, die man dann entdeckt.

    Dagmar Mägdefrau
  • Lino Veneziano – Ein Superschnüffler auf eiskalter Spur

    Lino Veneziano – Ein Superschnüffler auf eiskalter Spur

    Andreas Hüging

    Angelika Niestrath

    Sarah Garbers

    Penguin

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Niedlich sieht er aus unser kleiner Lino und in der Gondel sehen wir Contesa Loretta, die Pudeldame, die ihn in Venedig unterstützt. Auf der Treppe sehen wir den Polizisten Benedetto, der übergewichtig, faul und dumm ist.
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    Aber leider sind das nicht seine schlimmsten Fehler. Er furzt und kündigt den Gestank auch noch mit einer Zahl an, um darauf hinzuweisen, dass man so lange seine Nase zuhalten sollte. Irgendwie nerven mich diese Figuren in Kinderbüchern, die ständig furzen müssen.
    Aber erstmal zur Geschichte: Lino, der mit seinem Segelboot WUFF 2 lange auf dem Meer unterwegs war, erfährt durch eine Flaschenpostwerbung von dem „weltköstlichsten Eis“, das es in Venedig gibt. Weil sein Hundefutter zu Ende geht, beschließt er, dort anzulegen. Da er gerne die Bücher von „Supernase“ liest, träumt er davon, auch mal einen Fall zu lösen und die Chance ergibt sich, weil die geheimen Rezepte dieses leckeren Eis gestohlen wurden. Aber zunächst muss sich Lino in Venedig mit Ratten und Möwen herumschlagen, die in der Lagunenstadt das Sagen haben. Es passiert noch so einiges, bis Lino mit Unterstützung der Contesa Loretta den Fall lösen wird.
    Lino versucht zwar sich an den Erfahrungen seines Vorbilds Supernase zu orientieren, aber leider kombiniert er nicht sehr viel, das meiste geschieht zufällig und die Lösung wird ihm im Kühlschrank serviert. Es wird aber sehr viel von Venedig erzählt und das macht das Buch zu einer sehr schönen Urlaubslektüre. Die herrlichen Illustrationen laden dazu ein, sich die Schauplätze einmal anzuschauen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Das Nest in meinen Zweigen

    Das Nest in meinen Zweigen

    Anna Taube

    Carmen Saldaña

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Das Pappbilderbuch begleitet einen Tulpenbaum, der zur Gattung der Magnolien gehört, in zwölf Bildern durch das Jahr.
    Es beginnt im Schnee mit kahlen Zweigen und einem Schneemann. Eine Katze, ein Eichhörnchen und einige Vögel sind zu sehen. Zwei Fragen sprechen die kleinen Zuhörenden an. Im Frühling seht ein Dreirad unter dem Baum und Krokusse schauen aus der Erde. „Wer streckt seine Schnauze aus dem Laubhaufen?“

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    Bald darauf sehen wir, dass die Knospen sich öffnen und auf der nächsten Seite voll erblühen. Die Stieglitze haben Eier im Nest, die Frage bezieht sich auf die zwei Katzen. Nach den Blüten kommen die Blätter und mit ihnen die Vögel. In der Nacht gleiten die Fledermäuse über den Himmel. Im Sommer spendet der Baum Schatten für die jungen Kätzchen. Dann färben sich die Blätter und unter dem Baum liegt eine Picknickdecke. Wenn die Blätter braun werden, machen sich die Zugvögel auf den Weg. Nach den Herbststürmen kommt so langsam wieder der Winter. Der Baum ist müde nach dem langen Jahr und er freut sich über die Freunde, die ihn begleitet haben. 

    Das Buch zeigt anschaulich und kindgerecht wie das Wetter und damit die Landschaft sich übers Jahr verändert. Es gibt so vielen zu entdecken und die kleinen Fragen weisen zusätzlich auf einiges hin. Ein wundervolles Sachbuch für die ganz Kleinen. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Herr Hütchen sagt Gute Nacht- Band 2

    Herr Hütchen sagt Gute Nacht- Band 2

    Katrin Pokahr

    Barbara Scholz

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Mit seinem Leuchtpilz, eine Art biologischer Taschenlampe, leuchtet Herr Hütchen, eine Eichel, der Beine gewachsen sind, auf die schlafenden Tiere. Denn Her Hütchen ist dafür zuständig, dass die Tiere brav einschlafen.
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    Seine Stationen im Wald sind mit Zahlen gekennzeichnet und hinten im Buch sind runde Zeichnungen, die ausgeschnitten in die Felder geklebt werden können. Im ersten Teil wird uns das Eichelmännchen vorgestellt und im nächsten Abschnitt treffen wir auf seinen Freund, den Klickklack, einen Käfer mit Uhr auf dem Bauch, der Herrn Hütchen am Abend weckt, damit der seiner Arbeit nachgehen kann. 
    Im ersten Kapitel treffen die beiden im Wedelwald auf den Wolf, der einen Alptraum hatte, und Herr Hütchen kann ihn davon überzeugen, mutig zu sein und dann wandelt sich der Traum völlig und unser Wolf muss keine Angst mehr haben.
    So lernen wir eine Menge Tiere kennen, die nicht einschlafen können oder wollen und unser kleines Eichelmännchen weiß immer Rat und hat eine Lösung parat. Neben dem vielen schönen Illustrationen, die so gemütlich aussehen, ist jedes Kapitel sehr tröstlich und liebevoll geschrieben. Jeder wird sich wünschen, dass Herr Hütchen am Abend vorbeikäme und immer eine hilfreiche Idee mitbringt oder uns einfach in den Arm nimmt. Da macht es nichts, dass auch nachtaktive Tiere schlafen und die Größenverhältnisse nicht immer stimmen. Im Wedelwald ist das nicht so wichtig, Hauptsache am Ende sind auch die Kinder müde und die Vorlesenden können das Lesebändchen weiter hinten im Buch einklemmen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Erde nervt! Und Mond haut ab

    Erde nervt! Und Mond haut ab

    David Duff

    Moemi Vola

    Aus dem Englischen von Kristina Kreuzer

    Von Hacht

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir den Mond mit brummigen Gesicht und einem Rucksack auf langen Beinen davon stolzieren. „Mond und Erde hatten Streit“ so beginnt der Text und beide wenden sich sauer voneinander ab. Keiner gibt nach und „der Mond hat die Nase voll.“ 
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    Er macht sich auf und trifft auf die Venus. Sie ist heiß und hat eine „schädliche Atmosphäre.“ Da geht es weiter zum Merkur, der sich sehr schnell bewegt und so ist der Mond bald bei der Sonne angekommen und muss feststellen, dass sie zu heiß ist. Mit einem traurigen und sehnsüchtigen Blick auf die Erde, ist das nächste Ziel der Mars. Beide Namen beginnen mit M, doch der Mars hat schon zwei Monde. Und der riesige Jupiter sogar 95!
    Die Bilder sind sehr kindlich gezeichnet und die Himmelkörper haben bekleidet Beine und die Sonne trägt eine Sternensonnenbrille. Aber vielleicht kommen den Kindern die Planten gerade deshalb so vertraut vor und vielleicht können sie sich das Planetensystem so besser vorstellen und merken? Aber das Wichtigste ist natürlich, dass Erde und Mond sich am Ende wieder vertragen und den wichtigen Satz „Es tut mir leid“ aussprechen. Denn wäre es nicht schrecklich, wenn der Mond abhauen würde?

    Dagmar Mägdefrau



  • Lange Schlange stehen

    Lange Schlange stehen

    Kathrin Schärer

    atlantis

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon das Cover zeigt uns einige der genial gezeichneten Tiere, die hintereinanderstehen und es geht auf jeder der folgenden Seiten so weiter. Und dann ist dort der Eisstand, vor dem sie Schlange stehen. 
    Jedes einzelne der abgebildeten Tiere schaue ich mir ganz in Ruhe an und es gibt so viel zu entdecken, so hat Frau Bär ihr Baby in einer Trage umgebunden. Dann muss man das Buch hochkant stellen, denn die nächste Schlange steht im Freibad am Sprungturm und an der Rutsche.
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    „(Sch)lange stehen vor dem Klo“ zeigt die nächste Seite und die Tiere stehen schon in Kurven vor dem Häuschen mit dem Herzchen. Frau Känguru lässt die Schüler vor dem Ausflug in einer Reihe anstehen. Und die Schlange an der Supermarktkasse ist so lang, dass die Seiten ausklappen müssen. Oder sollte man die Schlange wechseln? Wer kennt das Problem nicht? Geburtstag, Jahrmarkt, Schoko-Laden folgen und dann ist da noch eine richtige Schlange. O weh!!!
    Wer kennt es nicht, das leidige Schlangestehen, es ist langweilig und kostet uns Nerven. Hier gibt es so viel zu sehen und zu entdecken, da sollten wir das Buch am besten mitnehmen und beim Schlange stehen anschauen. Die Texte sind ja nur ganz kurz und auch ohne sie kann man die Bilder anschauen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Alle Mucklas einsteigen! 

    Alle Mucklas einsteigen! 

    Sven Nordqvist

    Deutsch von Iris Schubert und Sarah Nünning

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir den Bahnhof und davor den Zug, den der Lokführer anheizt. Wir befinden uns am Bahnhof von Mucklabü und zwei Mucklas sitzen bereits im Anhänger, da kommt das Schwein angelaufen, es will auch noch mitfahren. 
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    Oben im Apfelbaum hängt ein Poster, darauf steht „2+1=3“. Am nächsten Bahnhof steigt das Schwein wieder aus und zwei andere Mucklas steigen zu. Auf dem Stein ist die Rechnung zu sehen „3-1+2=4“. Und so geht es weiter, es wird noch ein Wagen angehangen, weil mehr als 10 Mucklas nicht in den Wagen dürfen. Der Lokführer fragt immer wieder mal nach der Anzahl der Reisenden und als die Zahlen immer größer werden, meldet sich ein Fröhlicher zu Wort und tippt Zehntausend. Der kleine Zug kommt am Ende wieder nach Mucklabü zurück und die zwei Mucklas Plus und Minus, die am Anfang im Wagen saßen, wollen noch eine Runde fahren, so kann das Buch wieder von vorne beginnen.
    Die Illustrationen wirken so vertraut, auch wenn es nicht um einen kleinen Kater, sondern um ungewöhnliche Tiere geht. Die Rechenaufgaben werden immer schwieriger und die Personen zu zählen, ist nicht wirklich eine Lösung, da die Aussteigenden und Einsteigenden nebeneinander stehen. Ich glaube, mit so netten Reisenden macht das Rechnen richtig Spaß, zumal die Aufgaben ja immer auf den Seiten zu finden sind.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der Schmetterling   

    Der Schmetterling   

    Kirsten Hall

    Isabelle Arsenault

    Übersetzt von Anna Schaub

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir den Schmetterling, dessen kurzes Leben in diesem Sachbilderbuch beschrieben wird. 
    Zarte Planzen sind zu sehen und man muss schon genau hinschauen, um das kleine Stück Schmetterlingsflügel zu entdecken.
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    Doch dann sehen wir ihn in seiner ganzen Pracht auf einem grellen gelbgrünen Hintergrund. Auf der nächsten Seite legt die Schmetterlingsdame ihr Ei auf ein Blatt und wir können die Entwicklung zur Raupe beobachten. Schon bald wird sie größer und dicker und sucht dann nach einem Ort, an dem sie sich verpuppen kann. So hängt sie sich an einen Ast und wir sehen alle Stadien, die sie durchläuft, um als Schmetterling wegflattern zu können. So macht der wunderschöne Schmetterling sich auf, Nektar zu finden und selbst Eier zu legen. Erst danach trifft unser Schmetterling auf ein zweites Exemplar und die beiden tanzen und wirbeln im Liebesrausch durch die Blumen. Da stimmt doch etwas mit der Reihenfolge nicht. Auch danach legt sie wieder Eier und dann können wir viele Schmetterlinge bewundern und die Bilder sind sehr eindrucksvoll gezeichnet. 
    Der gereimte Text erzählt uns vom Leben der Schmetterlinge und die genauen Illustrationen zeigen uns die Entwicklung und die Schönheit diese zarten Tiere. Ein sehr informatives Sachbuch mit zarten Bildern, das naturinteressierte Kinder sicher immer wieder anschauen werden.

    Dagmar Mägdefrau
  • Schicke Hunde  

    Schicke Hunde  

    Tini Malina

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Der rote Hund auf dem Cover tragt eine karierte Schirmmütze und eine Fliege. Natürlich schaut er sich gerne im Spiegel an und seine Frisur muss immer gut liegen, selbst seine Dressur ist elegant, dazu sehen wir ihn im rosa Tütü auf einem grünen Ball balancieren. 
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    Sie tragen „Fesche Bänder“ und haben Terminkalender. So erfahren wir einiges über schicke Hunde, doch auch sie zerbeißen mal einen Schuh oder beriechen sich am Po.
    Ganz kurze Sätze reimen sich über die Seiten hinaus. Die Illustrationen sind sehr sparsam angelegt, so gibt es nur wenige Farben und im Gesicht des Hundes dominieren die Augen. Trotzdem wird alles verständlich dargestellt und das Vorlesen macht sicher auch kleineren Kindern Spaß.

    Dagmar Mägdefrau