• 7 Möwen fliegen los!  

    7 Möwen fliegen los!  

    Julia Reyelt

    Anna Taube

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 24 Monate

    Auf dem Cover des Pappbilderbuches sehen wir die Möwen auf den Pfählen sitzen.
    Die Möwe Heit (den Namen habe ich gleich gegoogelt, weil ich ihn noch nie gehört habe, er ist westfriesisch) möchte gerne, wie die Menschen, Urlaub machen. So eilt gleich eine andere Möwe mit ihrem Schwimmtier heran.
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    Da die nächsten Seiten immer ein Stück kleiner und danach wieder eine Nummer größer werden, hat das Anschauen einen ganz besondere Note. Denn schon auf der nächsten Seite kommen Dix und Dete dazu. Geert bringt eine Gabel als Federnkamm mit und Immo kommt nicht ohne Limo. Als Grit dann noch angeflogen kommt, kann der Urlaub los gehen. 
    Kleine kurze witzige Reime und Illustrationen, die Möwen mit Sonnenbrille und anderen Utensilien zeigen, machen dieses Buch zu einem schönen Bilderbuch für kleine Urlauber und durch die verschiedenen Längen der Seiten macht das Anschauen doppelt Spaß.

    Dagmar Mägdefrau
  • Körperquatsch mit Soße

    Körperquatsch mit Soße

    Johanna Klemet

    Tine Schulz

    Fischer Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Das witzige Cover zeigt ein Kind, das Spaghetti direkt aus dem Teller isst und dem sie dann aus den Ohren wieder herauskommen. Daneben sehen wir noch ein paar andere Bilder, die wir im Buch finden werden.
    Die Spaghetti finden wir dann auch beim Inhaltsverzeichnis und auch immer wieder auf den Seiten des Buches.
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    Zunächst erfahren wir, um was es eigentlich geht. Es gibt da so Aussagen von Erwachsenen, die wohl dazu führen sollen, dass Kinder Dinge nicht tun, weil sie zu eigenartigen Folgen führen sollen. So platzt das Trommelfell bei lautem Gebrüll oder die Augen verderben beim Lesen im Dämmerlicht. All diese Dinge habe ich schon vor fast 70 Jahren gehört. Ich habe mich immer bemüht, sie nicht selbst zu sagen. Aber wer weiß…?
    „Nicht Schielen, das bleibt so!“ auch so ein Spruch, den ich oft gehört habe. In diesem Buch finden wir eine Schielanleitung, denn ich denke, es trainiert die Muskeln. Meine Augenärztin fordert mich bei der Untersuchung auch immer dazu auf. Kann uns das leckere und zu viele Essen aus den Ohren herauskommen? Hier wird erklärt, dass das technisch nicht möglich ist. Es gibt dazu eine Zeichnung des Kopfes.
    Mir gefällt es sehr gut, dass hier die Aussagen ernst genommen werden und es Beweise für ihre Unwahrheit gibt. Dazu gibt es einen Text und viele zum Teil sehr humorvolle Bilder. Mit diesem Buch lernt man eine ganze Menge und hat dabei soviel Spaß, dass man es nicht merkt.

    Dagmar Mägdefrau
  • Carp City – Die Stadt des tanzenden Karpfens

    Carp City – Die Stadt des tanzenden Karpfens

    Aleksandra Mizielińska

    Daniel Mizieliński

    Aus dem Polnischen von Hannah Gemmel

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Buch, Sticker und Stadtführer werden in einem schönen Schuber geliefert, hier erfahren wir schon einiges über den Ablauf des Spieles. „Stopp!“ steht groß auf dem Stadtführer, er darf erst gelesen werden, wenn man die Anleitung im großen Buch gelesen hat. Schon das Cover diese Buches ist voller winziger wimmeliger Illustrationen. 
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    Auf der Innenseite steht, was man alles benötigt und wie man spielt. Dann schlägt man eine Seite auf und sucht nach einer kleinen zunächst grünen Nummer. Diese gefundene Nummer schlägt man dann im Stadtführer nach. In den kurzen Texten steht dann eine Anweisung, wie es weitergeht. Manchmal gibt es etwas im Rucksack, der sich auf der letzten Seite des Stadtführers befindet, abzuhaken, manchmal darf man einen Sticker kleben. Hin und wieder muss der Hinweis noch ein wenig auf seine Anwendung warten. Auf der ersten Doppelseite des großen Buches sehen wir einen Kanal und einen riesigen Palast. Kleinformatig wird hier so viel gezeigt, dass man lange braucht, um sich einen Überblick zu verschaffen. Die kleine Stadtszene auf der nächsten Seite zeigt neben der Stadtmauer keine Häuser mit Gärten, in denen allerlei Menschen und Tiere leben. Auf den letzten Seiten sehen wir, dass diese Seiten zusammengefügt eine Stadt abbilden. 
    Das polnische Illustratorenpaar hat hier ein echtes Meisterwerk erschaffen. Diese detaillierten Zeichnungen, die bis ins Kleinste mittelalterliche Szenen abbilden, sind einfach so schön anzuschauen und ich glaube, ich werde immer wieder Neues entdecken können. Ich bin einfach fasziniert von dieser ungewöhnlichen Idee, aus einen Wimmelbuch ein Spiel im Stil eines Computerspiels zu machen. Lasst euch einladen in diese bunte wimmelige Welt und folgt den Anweisungen des Stadtführers und erlebt spannende Abenteuer.

    Dagmar Mägdefrau

  • Im Dschungel ist heut Tobetag

    Im Dschungel ist heut Tobetag

    Jasmin Schaudinn

    Anna Galitskaya

    Penguin junior

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das Cover zeigt die vier Tiere, die in den Tierkindergarten (Tikita) gehen. Da ist tanzend das Elefantenmädchen Melody, die kleine Spinne Fee, der freche Tiger Ralle und das immer müde Faultier Fred zu sehen. Leider ist der Affe Flummi nicht zu sehen, wahrscheinlich ist er hoch in den Baum geklettert. 
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    Als die fünf in der Tikita ankommen, finden sie ihren Erzieher, die Boa Bolle, mit einem dicken Schal um den Körper vor, er hat sich erkältet und kann leider nicht auf die Tierkinder aufpassen. So passen die Tiere aufeinander auf und machen ein sehr eigenwilliges Frühstück. Im Regen bauen sie sich eine Höhle mit Dusche und als ihre Eltern sie abholen, haben sie einen ereignisreichen Tag verlebt. Da das Trödelfieber bei Bolle nicht zurückgegangen ist, haben die Eltern sich abgesprochen, auf die Kinder aufzupassen. Am ersten Tag ist es der Spinnenpappa, der die Kinder beschäftigen muss. Sie stellen eine tolle Vorstellung auf die Beine, in der alle zeigen können, was sie gut beherrschen.
    In zwölf Kapiteln, in denen viele lustige Sachen passieren, wird uns von der Tikita berichtet. Da haben die Eltern, die aufpassen, einschließlich Opa Krokodil, der auch mal einen Tag mit den Kleinen verbringt, viel Fantasie aufgebracht, aber auch die Kleinen haben jeden Tag neue verrückte Einfälle, die sie ausleben. Witzig erzählt und mit ganz vielen fröhlich bunten Bildern eignet sich das Buch für Vorschulkinder zum Vorlesen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Nadja und Elias feiern Pessach

    Nadja und Elias feiern Pessach

    Eva Lezzi

    Anna Maria Praßler

    Cyndia Hartke

    Vermes- Verlag

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Tante Darja hebt das Glas, auf dem festlich gedeckten Tisch steht der große runde Sederteller mit den Speisen, die alle eine symbolische Bedeutung haben. 
    Nadja und Elias sind befreundet und als sie am Spielplatz auf dem Klettergerüst sitzen, lädt Nadja ihren Freund zum Pessachfest zu sich nach Hause ein.
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    Nicht nur die Männer tragen eine Kippa, auch die emanzipierte Tante vom Cover trägt eine bunte Kippa. Auf den Teller liegt ein kleines Buch, die Hagadda, darin steht die Geschichte des Auszugs aus Ägypten, die gleich in unterschiedlichen Sprachen vorgelesen wird. Da der nette Großvater aus Russland stammt wird, Elias nicht nur auf Deutsch, Hebräisch sondern auch auf Russisch begrüßt. 
    Wir nehmen an diesem wichtigen jüdischen Fest zusammen mit Nadjas Familie, Elias und seinem Vater teil. Wir erfahren, wie der Ablauf ist und warum in den nächsten Tagen Mazzen, ungesäuertes Brot, gegessen wird. Pessach ist mir vom Namen her ein Begriff und ich weiß auch, dass dieser Termin mit unserem Osterfest zusammenhängt. Im Alten Testament wird uns berichtet, dass Gott die Juden aus der Sklaverei in Ägypten befreit hat.
    Die Illustrationen zeigen uns sehr realistisch die einzelnen Abschnitte der Feier und der Text erklärt, warum alles genauso ablaufen muss. Ich habe mich so gefühlt, als wenn ich ebenfalls zu Gast wäre. Unterhaltsam, informativ und sehr gut verständlich zeigt uns dieses Bilderbuch etwas über die jüdische Kultur und ich finde es sehr wichtig, etwas darüber zu erfahren. Denn was man kennt, ist nicht mehr fremd. Auf den letzten beiden Seiten gibt es noch einige Sachinformationen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Denni, Klara und das Haus Nr. 5    

    Denni, Klara und das Haus Nr. 5    

    Brigitte Werner

    Birte Müller

    Freies Geistesleben

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Auf dem Cover stellen sich bereits Denni, Klara, die zunächst unfreundliche Nachbarin Frau Schönegans und der Hund Lothar, „der beste Bluthund aller Zeiten“ vor. Auch im Buch gibt es eine Menge Zeichnungen zur Geschichte, die, obwohl einfach gestaltet, viel aussagen.
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    Im Haus Bebelstraße Nummer 5 ziehen neue Leute ein und Klara freut sich, als sie ein Schmusetier in der Umzugskiste entdeckt. Dieser himbeerrote Hase namens Rübe gehört Denni, der dann auch gleich auftaucht und Klara mit seiner freundlichen Art sofort von sich einnimmt. Nachdem Denni seinem Papa Bescheid gesagt hat, darf er zu Klara nach Hause und so lernt er dann Hugo kennen, den Bären von Klara. Zusammen verbringen die beiden Zeit, in der sie Klaras Essen gemeinsam aufessen. Dabei bemerkt Denni, dass „Erbsen voll okay“ sind und Klara ergänzt, „Voll okay, dieser Tag“. Am Abend freut sich Mama, dass Klara jetzt jemanden zum Spielen hat. Am nächsten Tag schimpft Frau Schönegans mit den beiden, weil sie in der Mittagpause Lärm im Flu machen. Die buntgekleidete Frau Miera aus dem Dachgeschoß weiß, dass „Das Leben Platz für alle hat!“
    Damit meint sie Denni, über den Frau Schönegans eine blöde Bemerkung gemacht hat.
    Erst zu Ende des Buches wird erwähnt, dass Denni ein Chromosom mehr hat, woraus Klara schließt, dass er deshalb auch von anderen Sachen, wie Freundlichkeit und Spaß, mehr hat. So schafft es Denni mit seiner Art, aus den Hausbewohnern sowas wie Freunde zu machen. Menschen, die sich mögen und gegenseitig unterstützen.
    Ich lege das Buch nur ungern aus der Hand, denn es ist ein Buch, das ich gerne weiterlesen möchte. Ich möchte noch mehr von der guten Laune und der netten Art dieser Menschen erfahren. Obwohl es auch ein paar sehr traurige Tage gibt, halten am Ende alle zusammen und gerade die strenge Frau Schönegans verwandelt sich zu einer verständnisvollen alten Dame, der ich gerne nacheifern möchte. Neben dem liebevollen Inhalt lebt das Buch von seinen wunderschönen Wortschöpfungen und deren besondere Anwendung durch Denni.
    „Ich wundere.“

    Dagmar Mägdefrau
  • Irma hebt ab  

    Irma hebt ab  

    Marco Viale

    Aus dem Italienischen von Pia Jüngert

    Mixtvison

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Die Hexe Irma hat die Nase voll von ihrem Hexen-Dasein, denn ihrer Meinung nach sind Hexen längst aus der Mode. Doch durch eine mutige Tat steht sie plötzlich im Rampenlicht und ist auf einmal sehr gefragt. 
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    Schnell merkt sie jedoch, dass Ruhm nicht alles ist und sie ihr altes Leben mit ihren Freunden vermisst – vielleicht war es doch schöner, als sie dachte?
    „Irma hebt ab“ ist als Erstlesebuch wunderbar geeignet. Die Sätze sind angenehm kurzgehalten und die Texte übersichtlich gestaltet, sodass Kinder beim Lesen nicht überfordert werden. Besonders schön sind die liebevoll gestalteten Illustrationen, die der Autor selbst gezeichnet hat – beim Betrachten entdeckt man immer wieder kleine Details. Am Ende der Geschichte regen passende Fragen zum Text noch einmal zum Nachdenken und Mitmachen an.
    Wir hatten viel Spaß beim Lesen, und mein Sohn hat mir das Buch sogar an einem Abend komplett vorgelesen.

    Katrin Hemmerich


  • Erben des Imperiums – Der Anfang – Band 1    

    Erben des Imperiums – Der Anfang – Band 1    

    Oskar Källner

    Karl johnsson

    Übersetzt von Maike Dörries

    ATRIUM

    Leseempfehlung ab 10 Jahre

    Alice und ihr jüngerer Bruder Elias wohnen zusammen mit ihren Eltern in Schweden. Der rothaarige bärtige Vater, Typ Wikinger, repariert Autos und er hat für seine Frauen einen alten Volvo flott gemacht. 
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    Damit ist die Mutter oft im Wald unterwegs, sie ist Wissenschaftlerin. Doch nach einem lauten Streit der Eltern kommt sie nicht wieder nach Hause. Die Polizei verdächtigt den Vater und so fliehen die Kinder vor dem Jugendamt in den Wald. Hier wird Alice von einem unheimlichen Wesen angegriffen und Brock ein alter Freund der Mutter kann sie retten. So erfahren die Kinder, dass ihre Mutter auch ein außerirdisches Wesen ist. Zum einen ärgern sie sich, dass sie belogen, wurden zum anderen möchten sie ihre Mutter suchen und retten. So fängt für sie ein spannendes Abenteuer im Weltraum an. 
    Das Cover zeigt die Kinder und Brock, eine Art Riesenechse, den Kapitän des Raumschiffes. Der Einband ist sehr einfach und erinnert mich an die Taschenbücher meiner Jugend. Neben der Geschichte gibt es ganze Seiten mit Kacheln kleinerer Bilder passend zum Kapitel.
    Hier werden ganz neue Außerirdische erdacht und mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten ausgestattet. Das geht von Selbstheilung bis zur gedanklichen Lenkung des Raumschiffes. Die Begegnung mit einem feindlichen Raumschiff wurde sehr spannend geschildert und das Ende verlangt nach einem schnell erscheinenden nächsten Band.

    Dagmar Mägdefrau

  • Zwei ganz besondere Freunde   

    Zwei ganz besondere Freunde   

    Aline Portman

    Aus dem Niederländischen von Eva Schweikart

    Mixtvison

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir den kleinen rothaarigen Jungen mit der großen runden Brille, der seine Buch in der Mähne eines Löwen liegend liest.
    Dieser Junge wünscht sich, wie so viele Kinder ein Haustier, aber es soll schon ein ganz besonderes sein.
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    Da denkt er zuerst an einen Wal, und wir sehen Theo mit dem Wal an der Leine spazieren gehen. Dann kommen ihm doch berechtigte Zweifel und es ist schon witzig, die Bilder anzuschauen. Als nächstes wählt er einen Bären, aber das scheitert an am Winterschlaf des Tieres. Als nächste kommt ein Löwe in Frage, 
    Dann lernen wir Oskar, den Hund, kennen. Er wollte kein gewöhnliches Herrchen. So erträumt er sich einen Wikinger oder eine Königin. Werden die beiden zusammenkommen?
    Die Illustrationen sind sehr minimiert, auch farblich sehr eingeschränkt und zeigen trotzdem sehr genau, was uns der kurze Text beschreibt.
    Für mich ein Buch, dass Potenzial zu einem Klassiker hat.

    Dagmar Mägdefrau

  • Hundertsiebenundachtzig Tage

    Hundertsiebenundachtzig Tage

    Ludovic Lecomte

    Aus dem Französischen von Nadine Püschel

    Mixtvison

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Ganz in sich versunken, den Blick nach unter gerichtet, sehen wir den gezeichneten Jungen auf dem Cover.
    „Höhlensyndrom“ nennt sich der Zustand, in dem er sich seit 187 Tagen befindet.
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    Sein Ziel in den nächsten Stunden ist es das Haus zu verlassen und einen Brief an eine Freundin einzuwerfen. Nachdem der Schüler plötzlich nicht mehr die Wohnung verlassen konnte, igelt er sich zu Hause ein. Seine Therapeutin hat sich darauf eingelassen ihn telefonisch zu unterstützen. Zu Freunden und Familie hat er den Kontakt verloren, während seine hilflosen Eltern versuchen ihn zu unterstützen. 
    Die Geschichte wird aus der Sichte des Jungen geschrieben und die Buchstaben passen sich mit der Groß- und Kleineschreibung dem Gemütszustandes des Jungen an. Auch die Zeichensetzung fehlt manchmal völlig. Das Buch hat nur etwas über 100 Seiten und im Text gibt es große Freiräume und SMS-Texte. Es ist also schnell zu lesen, aber trotzdem könnte ich die Empfindungen sehr gut nachvollziehen. Ich würde meinen, der Text geht unter die Haut und hinterlässt einen Nachgeschmack der Ängste, die der Protagonist durchleidet.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die verborgenen Bilder    

    Die verborgenen Bilder    

    Maja Ilisch

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Frieke hat eine unbändige Wut, denn ihr Leben hat sich, nachdem ihr Vater sich in einen Mann verliebt hat, im Schlechten verändert. Sie muss mit ihrer älteren Schwester und ihrer Mutter in ein Mietshaus, in eine Wohnung ziehen. 
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    Das einzig tröstliche sind Zeichnungen, die ein Mädchen vor langer Zeit auf die Wand ihres Zimmer hinterlassen hat. Wenn Frieke ihre Hände auf die Zeichnungen legt, reit in das Jahr 1928 zurück und dort trifft sie auf Ilsabeth. Sie ist wie Frieke 12 Jahre alt und wohnt mit ihrer großen Familie in der Wohnung, die Friekes Mutter gemietet hat. Ilsabeth hat die Gesichter auf die nackte Wand gemalt und eine der Figuren ist eine Schauspielerin. So kommt es, dass beide gemeinsam in einen Stummfilm gehen.  Begleitet werden sie von Ilsabeths großem Bruder, der schon studiert. Frieke ist entsetzt, als sie beim Kaffeetrinken von seiner Judenhetze hört. Doch kann sie etwas ausrichten? Sie soll ja nicht in den Lauf der Geschichte eingreifen.
    Mit Entsetzen muss Frieke feststellen, dass sie sich einige der Ansichten aus der Zeit als Hitler schon ein Thema war, angeeignet hat. Erst als ein schreckliche Tat, die ihren Vater ins Krankenhaus bringt, rüttelt sie auf.
    Faszinierend wie die Autorin es mit dieser Zeitreise schafft, uns die Zeit der 1920er Jahre lebhaft näher zu bringen. Wir lernen mit Frieke diese nette Großfamilie kennen und erleben, wie sie von Hitlers Ideen überzeugt sind. Aus dem Rückblick sehen wir die Gefahr, aber wir sollten auch die heutige Gefahr erkennen und nicht genau wie die Familie Vossen blind Versprechungen glauben. So ist der Abschluss des Buches mit der Teilnahme an einer Demo gegen Rechts ein hoffnungsvoller Abschuss des Buches. Unbedingt lesen!

    Dagmar Mägdefrau

  • Gute-Quatsch-Nacht     

    Gute-Quatsch-Nacht     

    Jussi Jubitsch

    Susanne Straßer

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Ein wildes Durcheinander an Tieren liegt mit dem Kind im Bett und das Buch ist gespickt mit wunderschönen Zungenbrecherworten. 
    Zunächst gibt es in der Hütehundehütte 5 Hüttenhütehunde, wir sehen sie übereinander in den Betten liegen und einer steigt noch die Leiter hinauf.
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    Weiter geht es mit 4 Froschpfützenfrösche mit Pfützenfroschmützen. Wir sehen sie mit ihren lustigen Kopfbedeckungen im Teich schlummern. Die Schleiereulenscheune wird von 9 Scheunenschleiereulen bewohnt und sie sitzen zusammen auf der Stange und wechseln die Schleiereulenschleier jede Nacht. „Hätt´ ich nicht gedacht!““
    So einen winzigen witzigen Reim gibt es zu jedem Textende. Die Zahlen von 1 – 10 kommen durcheinander mit immer anderen Tieren, die besondere, schwer auszusprechende Namen haben, vor. Und ich finde es total lustig, habe aber auch leicht Zweifel, ob ich den Text halbwegs fehlerfrei vorlesen werde. Aber ich freu mich drauf, es zu probieren.
    Es geht um Zahlen, Tiere und ein Kind, aber hauptsächlich um Spaß und das finde ich sehr wichtig. Einfach mal gepflegt albern sein. Ach ja, ehe ich es vergesse, die Bilder sind auch sehr gelungen und passend.

    Dagmar Mägdefrau


  • Oma läuft einen Marathon – Warum Bewegung für unseren Körper wichtig ist

    Oma läuft einen Marathon – Warum Bewegung für unseren Körper wichtig ist

    Vanessa Schmitthauser

    Nadine Bougie

    Zaradiso

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    In diesem dünnen Heft erfahren wir von der siebzigjährigen Oma Marion, die den Marathon läuft. Auf dem Titelbild sehen wir sie zusammen mit ihrem Enkel Jan durch den Park joggen.
    Immer mittwochs ist bei Jan der Oma-Tag. Seine Oma ist nicht nur fit, sie hat auch lustige Ideen.
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    Aber zunächst berichtet sie ihrem Enkel, welche Voraussetzungen eine sportliche Betätigung besonders in ihrem Alter benötigt. Da wird zunächst ein Check-up bei der Ärztin gemacht, dazu gehört auch ein Belastungs-EKG, wie wir auf dem Bild sehen. Oma vergleicht unseren Körper mit einem Auto und erklärt, dass man auch ein Auto nicht immer zu schnell fahren soll. Genauso sollten wir auch unser Körper nicht überbelasten. Zur Erklärung sehen wir Bilder vom Inneren unseres Körpers. Zum Thema Immunsystem sehen wir Jan als „Immunpolizist“ gegen Viren kämpfen. Im Kreis rennen findet Jan aber langweilig, doch Oma rät ihm, dabei die Umgebung zu beobachten. Danach geht es um die gesunde Ernährung, auch wenn Jan meint „Mein Motor läuft am besten mit Gummibärchen“.
    Es wurde hier eine sehr schöne Mischung aus Erzählung und Information zusammengestellt, die sich sehr angenehm (vor-)lesen lässt. Jan und damit die Kinder, die das Buch lesen, erfahren eine Menge über ihren Körper, aber auch über Bewegung und wie wichtig sie für uns ist. Sowohl für Kinder als auch für Senior*innen. Die Bilder sind realistisch und gut verständlich.

    Dagmar Mägdefrau
  • Wenn es Licht wird im Wald – Vorlesegeschichten von Bär Brumm und seinen Freunden

    Wenn es Licht wird im Wald – Vorlesegeschichten von Bär Brumm und seinen Freunden

    Kaisa Happonen

    Anni Vasko

    Aus dem Finnischen von Anu Stohner

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sind alle Tiere abgebildet, auf die wir im Laufe der Geschichten treffen werden. Ganz unten der kleine Bär Brumm und sein Freund.
    In der ganz kurzen Auftaktgeschichte fragt der Feuerfalter Brumm, was man „Im Licht des Waldes sehen kann“.
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    Und natürlich kann man den Feuerfalter sehen, der ist ganz groß und rot auf der nächsten Doppelseite zu bewundern. Brumm kann nicht mit seinem Freund toben und den Baum hinaufklettern, weil er überlegt, wie die Nacht anfängt. Sein Freund zeigt es ihm und so gibt es drei Doppelseiten ohne Text, auf denen sich der Wald immer dunkler färbt. Dazu passt, dass der Schildrohrsänger ständig singt und nur eine Pause macht, „wenn der Abend zur Nacht wird.“
    Die poetischen Geschichten sind zart und mit wenigen Worten erzählt, dennoch beinhalten sie wichtige Aussagen. Aber ganz besonders schön sind die Illustrationen, die großformatig und trotz der deckenden Farben durchscheinend wirken. Sie erinnern mich an japanische Kunst, aber ich bin da keine Expertin.
    Ich kann nur bestätigen, dass ich nach der Lektüre sanft eingeschlafen bin.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ivy und Bärlock Holmes – Fall 1: Die rätselhafte Blume

    Ivy und Bärlock Holmes – Fall 1: Die rätselhafte Blume

    Kristyna Litten

    Übersetzt von Eva Rojas

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Wieder einmal orientiert sich eine Autorin an Sherlock Holmes und so heißt der pensionierte Detektiv diesmal Bärlock, weil er ein Bär ist. An seiner Seite ermittelt seine Enkelin Ivy. Diesmal geht es um ein ganz besonderes Ereignis - eine Agave blüht und das tut die Pflanze nur einmal in 100 Jahren. 
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    Natürlich wollen sich die zwei sich das anschauen, doch es stellt sich heraus, dass jemand die wertvolle Blüte gestohlen hat. Da aus ihr ein besonders wertvoller Honig hergestellt werden kann, führt sie ihr erster Weg zur Imkerei Hummel und den Honigladen Dachs. Dort entdecken Bärlock und Ivy eine heiße Spur.
    Im Laufe der Geschichte erfahren wir einiges über die Gewinnung und Herstellung von Honig. Zusätzlich gibt es nach jedem Kapitel ein Rätsel, die meisten Rätsel sind sehr leicht zu lösen. Es gibt reichlich Illustrationen und Sprechblasen, die das Lesen vereinfachen. Die Zeichnungen sind etwas steif, was für mich sehr englisch wirkt. Ein spannender und informativer Beginn einer Reihe.

    Dagmar Mägdefrau
  • Was fehlt dir, kleiner Roboter?

    Was fehlt dir, kleiner Roboter?

    Przemysław Wechterowicz

    Emilia Dziubak

    Übersetzt von Thomas Weiler

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Zusammen mit dem Biber sitzt unser kleiner Roboter auf eine Bank, die beiden wenden sich zueinander und es wirkt sehr innig. 
    Dem Roboter läuft eine Träne aus dem Auge und er sitzt betrübt auf seinem Bett, denn er hat seine Lieblingsschraube verloren.
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    Der Bär hilft ihm suchen, traut sich aber nicht, ihn tröstend Huckepack zu nehmen. Auch der Hase versucht zu helfen, er traut sich aber nicht, einen Witz zu erzählen, weil er glaubt, der Roboter verstehe ihn nicht. Nach der erfolglosen Suche traut sich die Ente auch nicht, mit ihm zu plantschen und die Fruchtfliege denkt, dass Roboter kein Obst mögen, und bietet ihm nichts zum Trost an. Erst als der Biber dem Roboter eine Ersatzschraube schnitzt, holt er all die versäumten Dinge mit ihm nach.
    So geht es leider manchmal, wir glauben zu wissen, was der anders nicht nutzen kann oder will, und versagen es ihm, statt zu fragen, was ihn trösten könnte. All die unterschiedlichen Tiere glauben, dass ein Roboter sich nicht an Dingen freuen kann, die ihnen Spaß machen. Nur der Biber empfindet mit dem kleinen Roboter und erfüllt seine Wünsche.
    Das quadratische Bilderbuch hat kurze Texte, jeweils mit einem passenden kleinen Bild vom Roboter versehen. Auf der anderen Seite wirkt die Illustrationen fast wie ein Foto, was mir sehr gut gefällt.
    Ein gefühlvolles Bilderbuch, das darauf aufmerksam macht, dass wir uns mehr in andere hinein fühlen sollten.

    Dagmar Mägdefrau

  • Toto

    Toto

    Hyewon Yum

    Aus dem Amerikanischen von Diana Steinbrede

    Von Hacht

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir das kleine Mädchen und oben an der Stirn hat sie ein Feuermal, das sie Toto nennt.
    Sie überlegt, wie sie ohne dieses Mal wohl aussehen würde. Wäre sie hübsch oder unscheinbar?
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    Charlie findet es cool und schreibt ihm Superkraft zu, Oma küsst es traurig und Mama spricht von dem Kuss eines Engels. „Manchmal sehen die Leute nur Toto und nicht mich.“ - Wird sehr wirksam dargestellt durch einen Kopf mit rotem Mal, aber ohne Gesicht. Mama schneidet ihrer Tochter einen Pony, unter dem sie Toto versteckt, als sie in die Schule kommt. Am ersten Schultag findet sie direkt eine beste Freundin, sie heißt Niko und die beiden machen alles zusammen. Doch als sich das Mädchen kopfüber an eine Turnstange hängt, sieht Niko Toto. Wie wird sie reagieren?
    Eine wundervolle Geschichte über eine liebevolle Freundin, die in Toto etwas Besonderes sieht. Obwohl ihre Familie sie immer wieder aufbaut, hat das kleine Mädchen Zweifel. Sie ist unsicher, weil sie dieses rote Zeichen auf der Stirn trägt, doch ihre Schulfreundin gibt ihr das Selbstvertrauen, das sie benötigt, um stolz durch die Welt zu gehen.
    Die einfachen Bleistiftzeichnungen, in denen nur das Gesicht und Toto farbig gezeichnet sind, zeigen hervorragend die wechselnden Gefühle und die Veränderung von Toto, die damit verbunden ist. Eine Geschichte, die uns zeigt, dass vermeintlicher Makel auch etwas Besonderes sein kann.

    Dagmar Mägdefrau

  • Smilla und die Superhirne – Krawumms in der Schule     

    Smilla und die Superhirne – Krawumms in der Schule     

    Plavia Fox

    Maleek

    Planet!

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    An der Marie-Curie-Schule findet ein Tüfteltalente-Wettbewerb statt. Smilla möchte gemeinsam mit ihren Freunden den Tüftelpokal gewinnen. Dabei entsteht ein witziges Erfinderduell, bei dem die Smarten gegen die Genies antreten. 
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    Die erfundenen Maschinen sorgen für jede Menge Chaos und verändern alles – sogar die Lieblingslehrerin. Ob sie es schaffen, alles wieder rückgängig zu machen und am Ende den Tüfteltalente-Wettbewerb zu gewinnen?
    Schon das Cover verspricht eine herrlich chaotische Geschichte. Ich habe den Comic zusammen mit meinem achtjährigen Sohn gelesen. Die Geschichte ist lustig, turbulent und macht großen Spaß. Besonders schön ist, dass man den Comic sowohl lesen als auch einfach die Bilder und Comic-Strips ohne Text anschauen kann. Wir mussten immer wieder lachen und hatten beim Lesen richtig viel Freude.
    Gerade weil der Comic wenig Text enthält, eignet er sich hervorragend für „lesefaule“ Kinder. Aber auch Kinder, die gerne lesen, werden viel Spaß daran haben.

    Katrin Hemmerich